Alleine die möglichen Folgen in der Tabelle veranschaulichen die Bedeutung des heutigen Spiels. Bei einer Niederlage hätte Sturm bereits neun Punkte Rückstand auf die Austria, bei einem Sieg nur noch drei. Auch Rapid und Salzburg wären in Schlagdistanz.
So schreibt auch die Kleine Zeitung etwas pathetisch: “Entscheidungsspiel an der Kreuzung Liebenau. Welchen Weg wird der SK Sturm am Sonntag einschlagen? Den, der bergaauf führt, rauf in jene Tabellenregion, wo irgendwo – in weiter Ferne – der Meisterteller zu finden ist. Oder den Mittelweg? Der führt – Nomen est Omen – in die Mitte, dort, wo man anstelle des goldenen Tellers Österreichs Fußball-Mittelmaß findet.”
Ein Manko spricht die Kronen Zeitung an: Sturm hat bisher in den vier Duellen gegen Salzburg, Rapid und Austria nur drei von zwölf möglichen Punkten geholt. Damit hat man gegen die “großen Drei” schon mehr Niederlagen als im Vorjahr. Damals gab es vier Siege, sechs Remis und zwei Niederlagen, immerhin also 18 Punkte.
Kronen Zeitung: “Wir wollen vorne dran bleiben und den Abstand verkleinern. Daher müssen drei Punkte her”, betont Imre Szabics, für den die bis dato mäßige Ausbeute gegen die Top-Vereine kein Beinbruch ist. “Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann haben wir vor zwei Jahren in der Meister-Saison gegen die vermeintlich Kleinen zwar fleißig gepunktet, aber gegen die Großen kaum etwas holen können. So gesehen ist es ziemlich egal, gegen wen du letztlich anschreibst. Aber am besten wäre es natürlich, wenn wir gegen alle Konkurrenten konstant punkten würden.” Die Austria hat an die UPC-Arena jedenfalls keine guten Erinnerungen. Seit mehr als zwei Jahren konnte sie in Graz nicht mehr gewinnen. “Dabei soll es auch bleiben”, kommt’s von Szabics, der sich schon auf das Wiedersehen mit seinem kongenialen Sturmpartner aus der Meistersaison freut. 28 der 66 Saisontore gingen damals auf das “teuflische Angriffsduo”. “Der Kontakt mit Roman Kienast ist nie abgerissen, wir haben eine super Zeit gehabt. Wir telefonieren fast wöchentlich miteinander. Nur diese Woche sind wir nicht auf die Idee gekommen, uns anzurufen”, schmunzelt Imre.
Kleine Zeitung: Gehört Sturm wirklich schon zu jenem elitären Zirkel, der um den Titel mitspielt? Betrachtet man die bisherigen Saisonleistungen, dann wohl eher nicht. Dafür waren die Schwankungen zu groß. Man erinnere sich nur an die 1:3-Niederlage in Mattersburg oder an das magere 1:1 in Wiener Neustadt. Auch die Spiele gegen vermeintlich direkte Gegner offenbarten ähnliches. Gegen Rapid waren Peter Hyballas Männer völlig chancenlos und auch gegen Meister Salzburg starb man zwei Mal – jeweils in Schönheit. Da war phasenweise zu merken, dass die Ideen des Offensiv-Apostels Hyballa auf fruchtbaren Boden fallen. Aber eben nur phasenweise. Zu oft schlichen sich Fehler ein, zu oft fehlte in entscheidenden Phasen der Mut. Und zu oft, wie etwa zuletzt in Salzburg gesellte sich ein Sturm-Spieler namens “Naivität” zu Manuel Weber und seinen Kollegen. “Fehler muss man einer jungen Mannschaft verzeihen. Nur wenn derselbe Fehler drei Mal gemacht wird, dann gibt es nichts mehr zu verzeihen. Aus Fehlern muss man irgendwann auch lernen”, spricht Peter Hyballa ein Manko seiner Mannschaft an. (…) Fünf Siege eroberten Imre Szabics und Kollegen in den ersten zehn Runden. Man unterhielt die Fans mit schönen Spielzügen, so manchem feinen Tor und viel Offensivgeist. Sturms designierter Generalmanager Gerhard Goldbrich bringt es auf den Punkt: “Wir sind genau dort, wo wir nach dem Umbau des Teams und der Änderung des Spielstils hingehören – eine Spur über dem Mittelfeld und in Griffweite zur Spitze.” (zum Artikel)
Kurier: Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. So gesehen hatte Roman Kienast in der vergangenen Woche die helle Freude. Immerhin gastiert er am Sonntag mit der Austria bei seinem Ex-Klub Sturm Graz. (…) Der Kontakt ist daher nie abgerissen. “Ich komme immer wieder gerne nach Graz.” Kienast muss sich in diesen Wochen in Geduld üben. Nach einer Operation im Sommer und einer Muskelverletzung befindet er sich erst auf dem Weg retour in Richtung Stammelf. “Ich möchte mich im Training reinhauen und aufdrängen. Zwischendurch habe ich in dieser Saison schon gute Leistungen gebracht, wie zum Beispiel im Derby gegen Rapid.” (…) Dabei ist mit der Verpflichtung von Philipp Hosiner die Konkurrenz im Angriff noch größer geworden. “Bei einer Austria ist es normal, dass die Konkurrenz groß ist. Das war mir immer klar.” Vielleicht findet Kienast an seiner alten Wirkungsstätte zurück in die Stammformation bei seinem neuen Klub. Seit Rubin Okotie 2010 sein fünfjähriges Gastspiel bei der Austria beendet hat, wurde dort fast die gesamte Mannschaft ausgewechselt. (…) Seine Erinnerungen an die alten Zeiten sind gut: “Ich hatte eine sehr schöne Zeit bei der Austria, nur der Abschied war weniger schön”, sagt der Stürmer, der noch immer Kontakt zu Suttner und Simkovic hält. Mehr beschäftigt ihn freilich sein heutiger Klub: “Wir können die Austria nur schlagen, wenn wir die dummen Fehler abstellen und das Umschalten von Offensive auf Defensive besser hinkriegen.”
Österreich: Die UPC-Arena wird heute beben. Volles Haus beim Kracher Sturm gegen die Austria. “Das wird ein attraktives Spiel werden”, verspricht Sturm-Coach Peter Hyballa. Beide Teams sind extrem offensiv ausgerichtet. Und beide wollen unbedingt drei Punkte! Die Austria hat aus den letzten zwei Partien nur einen Punkt geholt. Was Trainer Peter Stöger jedoch nicht beunruhigt: “Mit 22 Punkten nach zehn Runden können wir gut leben.” Was sich ändern muss, damit die Austria auf die Siegerstraße zurückkehrt? Stöger: “Kleinigkeiten.” Vor allem müsse man die Chancen, die sich ergeben, auch nützen. Das ist beim letzten Duell in Wien nicht gelungen – damals gewann Sturm durch ein Okotie-Tor etwas glücklich mit 1:0. Stöger und sein Trainerteam haben alles “in Ruhe und nüchtern” analysiert. Grund, große personelle Konsequenzen zu ziehen, sieht der Coach keine.
Sturm12.at
Sturm gegen Austria: 12 legendäre Spiele
Mediabriefing: “Wir werden die Räume nutzen”
Spielvorschau: “Aus Fehlern lernt man”

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Heute muss ja beinahe schon ein Pflichtsieg her. Das wird das Ganze sehr schwierig machen. Also ich wäre mit dem knappesten Sieg schon haushoch zufrieden!
Hoffentlich gibts wieder einen Stream, den wir hier in Spanien sehen könne!