Nach der Generalversammlung im Jänner 2012 herrschte beim SK Sturm Graz Aufbruchsstimmung. Sturm Neu sollte modern, anders und unverwechselbar werden. Mit Präsident Christian Jauk an der Spitze nahm man sich vor, unabhängig von medialen Stimmungsbarometern zu agieren, nicht auf Zuruf von außen oder aufgrund von diversen Begehrlichkeiten, sondern mutig zu versuchen, Entwicklungen bewusst zu beeinflussen und einen etwas andere Form der Vereinsführung zu installieren.
PUBLIC IMAGE LIMITED: “This Is Not A Love Song”
“Wir benötigen neue Ideen und Kreativität.“ – Christian Jauk
“Hätte, wenn und aber, alles nur blödes Gelaber.“ – Hermann Gerland
“Eine Lüge ist bereits drei Mal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.“ – Mark Twain
“Daher schmettern wir alle bösen Gerüchte einfach ab!” – Christian Jauk
“Truth is concrete” lautete das Motto der ersten Woche beim “steirischen herbst” 2012. Es falle von Jahr zu Jahr schwerer, richtige Antworten zu finden und einfache Antworten gäbe es heutzutage sowieso nicht mehr. Umso wichtiger wären Aufrichtigkeit und Nachhaltigkeit. Fast zehn Monate sind nun seit der Generalversammlung im Jänner 2012 ins Steirerland gezogen und knapp zehn Monate hatte die neue Vereinsführung nun Zeit vollmundige Ankündigungen und ambitionierte Vorhaben mit Inhalt zu füllen und zu realisieren. Man war bemüht, Innovation und Kreativität im Rahmen unternehmerischen Denkens auf seine Fahnen zu heften, kaum ein Tag verging, wo man nicht die frohe Kunde vom etwas anderen und sehr modernen Vorzeigeverein aus Graz vernahm. Mit der Installierung von Christopher Houben als jungen und ambitionierten wirtschaftlichen Geschäftsführer erwies man sich als mutig, mit der Entscheidung Paul Gludovatz ohne genaue Job Description als sportlichen Geschäftsführer zu holen als inkonsequent. Die Trennung war für beide Seiten unter diesen Voraussetzungen die beste Lösung. Wie der Verein das Ganze kommunizierte, darf man gemeinhin aber als “unglücklich” bezeichnen. Oder auch als Symptom einer fortschreitenden Hilflosigkeit, die wohl dem Fehlen eines Masterplanes geschuldet ist. Sturm Neu wollte es besser, besonders gut machen – wusste aber nicht wirklich wie. Hätte man sich eingestanden, dass man vor Fehlern nicht gefeit ist und manche Vorhaben nicht so einfach zu realisieren sind, dann wäre es einfacher gewesen den angedachten Weg engagiert weiter zu beschreiten. Doch so etwas passt nicht in das Weltbild der Macher und Gewinner.
Von Spiel- und Geschäftsfeldern
Eine akademische Ausbildung im Rechnungswesen und Controlling, eine gewisse Affinität zum Fußball und zu Sturm Graz, sowie zu den neuen Medien und die Motivation zur Veränderung. Christopher Houben repräsentierte sehr gut, was sich viele unter Sturm Neu vorstellten. Auch wenn ihm hinter seinem Rücken – wie es wohl in der Welt der Macher und “Gewinner” üblich zu sein scheint – in der einen Sponsoring Lounge und dem anderen Business Club nachgesagt wurde, ihm fehle Leadership und Körperspannung, er trage billige Anzüge und lasse durch hängende Schultern Energie und Leidenschaft vermissen; Christopher Houben bewegte und bewirkte in der Zeit seiner Tätigkeit als wirtschaftlicher Geschäftsführer einiges und hätte wohl noch mehr bewirken können, wenn ihm adäquate Unterstützung gewährt worden wäre. Houben mag nach dem Rückzug von Paul Gludovatz zeitweise überfordert gewesen sein, er mag für kurze Phasen vom typischen “Fußball-Virus” befallen und von visionären Ideen getrieben – “Wir basteln einen wirklich geilen Verein!” – den Boden der Vernunft verlassen und den Blick auf die Realität verloren haben. Er hat aber selbst rechtzeitig die Reißleine gezogen und wieder Boden und Halt unter den Füßen gewonnen. Andere bauen weiter an Luftschlössern, gehen mit dem Potential-Schmäh hausieren und sehen vor lauter Stadt-Toren, Business-Türmen und Vip-Loungen nur mehr gute Geschäftsfelder, verlieren dabei aber das “Wesentliche” völlig aus den Augen – den Fußball, das Spielfeld und die Leidenschaft und Begeisterung dafür.
Sturm endgültig Neu
Mit der Adaptierung der Strukturen von Sturm Neu und der Präsentation des neuen (designierten) Dreamteams – Generalmanager Gerhard Goldbrich, sportlicher Geschäftsführer Ayhan Tumani und wirtschaftliche Geschäftsführerin Daniela Tscherk – scheint der Paradigmenwechsel nun nicht nur abgeschlossen, sondern teilweise wieder zurückgenommen zu werden. Das Bild, das Sturm Endgültig Neu nun abgibt, ist weder besonders sympathisch, noch besonders neu – despektierlich könnte man es als “uralt und einfallslos” bezeichnen. Es ist aber ein Abbild der internen Sturm-Welt: Zwischen “Verhaberung”, überholten Macher-Vorstellungen und internen Graben- und Hahnenkämpfen.Und nicht selten geprägt von fehlendem Respekt und fehlender Demut. Trotzdem könnte Sturm Endgültig Neu gut funktionieren. Weil Ayhan Tumani ein akribischer Arbeiter ist, weil Daniela Tscherk eine ebenso ambitionierte wie ehrgeizige Frau ist und weil Gerhard Goldbrich nicht nur “General” genannt wird, sondern als Ex-Fußballer, Ex-Gastronom, Ex-Journalist, Ex-Eventmanager, Ex-Woche-Geschäftsführer und Noch-Holding Graz-Manager (Marketing,Kommunikation und Vertrieb) bestens in der lokalen Business-, Medien- und Societygesellschaft verankert ist und die bekannten wie beliebten Methoden des Arbeitens mit Netzwerken, Allianzen, Seilschaften und Gefälligkeiten funktionieren werden. Mit dem im Jänner versprochenen Sturm Neu hat das aber nur mehr wenig zu tun, mit Christian Jauks Visionen der Anders- und Einzigartigkeit des SK Sturm Graz noch weniger. Aber die Gemüter werden sich beruhigen, die Grazer Wahlen werden geschlagen sein, die Mur wird weiter Richtung Slowenien fließen und die Zeit heilt schließlich alle Wunden, oder?
Manche werden möglicherweise wie die von den Machern an der Vereinsspitze gewünschten “Sieger” aussehen; aber es gibt ein Morgen und Übermorgen und die Fassaden beginnen zu bröckeln und das unter den Teppich gekehrte beginnt unangenehm zu riechen – und die Fehler und Sünden der Vergangenheit holen einen wieder ein.

Sturm12.at ist ein privates und unabhängiges, journalistisches Medium, das seinen Fokus auf die Berichterstattung über den Fußballklub SK Sturm Graz gerichtet hat. Gegründet wurde Sturm12.at am 20. Februar 2009 von Christopher Houben und Julia Wendl. Das Hauptaugenmerk der Arbeit bei Sturm12.at liegt auf der tiefgreifenden Analyse von Sturm Graz und des österreichischen Fußballs.
Äähhm… einen Chef-Scout bzw. Lederstrumpf brauch` ma` noch. War da nicht was? Ansonsten kuhler Beitrag. Zum “Tscheneräl” und seinem Interview im ORF (Offizieller Rapid Funk) während der Pause im Spiel gegen die Austria: Abgebrüht, flüssig und goar net so unsymphatisch! Wird jo.
@Heimo Mürzl
Nicht nur den Machern ist aufgefallen, dass es einem Houben an Leadership gefehlt hat. Aber wie soll er das auch gehabt haben, als Dreißigjähriger war er einfach zu jung für diese Position, er hätte sich erstmal in der zweiten Ebene des Klubs seine Sporen verdienen sollen, aber doch nicht gleich von null auf hundert. Da kann er nocht so gut sein, in diesem Alter mit null Erfahrung in diesem Geschäft kann er niemals mit dem Vorstand und Aufsichtsrat auf Augenhöhe arbeiten bzw. wird er von unterstellen Mitarbeitern nicht als Chef wahrgenommen. Diese Konstellation würde in keinem Geschäft funktionieren außerhalb der Familienbetriebe. Daher war die Installation von Houben ein schwerer Fehler von Christian Jauk. Hievt man statt eines Houbens einen tatsächlichen ausgewiesenen Fachmann auf diese Position, der sich diesen Respekt und die Anerkennung bereits verdient hat, bspw. muss natürlich wieder Heinz Palme herhalten, dann würde man seither in Ruhe arbeiten können und die Grabenkämpfe hören von alleine auf.
Bei Gludovatz hat es sich genau anders rum veralten, großer Name im (Trainer)Geschäft, der Respekt und Anerkennung genießt, aber leider gänzlich ungeeignet für die vorgesehene Position.
ps:
Von einem Günstling wie Gerhard Goldbrich, verhabert mit fast sämtlichen steirischen Sportjournalisten, halte ich null komma nichts. Keine Erfahrung im Fußballmanagement und seine Position bei den Stadtwerken natürlich nur seinem großen Können geschuldet…
“Es ist aber ein Abbild der internen Sturm-Welt: Zwischen “Verhaberung”, überholten Macher-Vorstellungen und internen Graben- und Hahnenkämpfen.Und nicht selten geprägt von fehlendem Respekt und fehlender Demut.” – erstklassiger Satz zur Sturms Erkenntnislehre, leider, denn bei allen Wünschen, Motivationen und Engagement für den Verein, in Wahrheit dreht sich der Verein um den Inhalt dieses Zitats. Das bewirkt leider, dass viele positive Energien gar nie im Rahmen von Sturm sich durchsetzen konnten und werden können, sondern eher jene Personen, die diese Art von Welt (wird ja auch seit jeher als Sturm’s Schlangengrube bezeichnet so lange ich die Sturm-Vereinswelt von außen beobachte 1968, und hin und wieder einen sehr internen Einblick präsentiert bekomme) beherrschen, also wie die Kartnigs, Rinners, Jauks, Goldbrichs, aber eben nicht die Gludowatzs oder eben die Houbens (wie kann er nur, der Houben, einen billigen Anzug nur tragen – macht ihn nachträglich noch einmal ein Stück sympathischer, aber auch nachvollziehbar nicht Sturm-kompatibler)
“(…) ER TRAGE BILLIGE ANZÜGE UND LASSE DURCH HÄNGENDE SCHULTERN ENERGIE UND LEIDENSCHAFT VERMISSEN (…)”
Ich selbst traf zuvor noch nie einen Menschen, der – wenn es um Sturm Graz ging – mehr Energie und Leidenschaft verkörperte als Christopher Houben.
Die Frage aller Fragen die sich mir Stellt ist, warum kann/konnte Hr. Houben nicht in der Position weiter arbeiten die Frau Tscherk jetzt inne hat.
?????
Ziehe meinen imaginären Hut, diesen Corner so zu verfassen war für einen “auf Wunder Hoffenden” sicherlich nicht die einfachste Übung!
Wenn ein Houben den “Machern” letztendlich zu jung, zu unerfahren und mit billigsdorfer Anzügen ausgestattet war, wie ist dann die Erwartungshaltung jener in das weibliche Pedant? Älter, erfahrener, Burberry im Schränklein hängen? Nein, sicherlich nicht (wobei den Kleiderschrank kenne ich nicht!), aber, und darauf dürfte es hinauslaufen, wesentlich leichter “lenkbar/steuerbar”. Und so sieht das neue “Führungsteam” auch aus, Marionetten, die nach dem Taktstock des Dirigenten auf der Bühne für die Zuseher tanzen. Sturm-Neu hatte eine wundervolle, professionelle Vision, Sturm-Neu-Neu ist Sturm-Alt mit vorgelagerten Watschenmänner/frauen!
Schönes wahres Zitat von Mark Twain ! Gute Analyse auf 2. Niveauebene von HM @ .- Im Sinne von Twain wissen wir die Wahrheit von Gludovatz & Houben leider nicht !? Um beide tut es mir persönlich sehr leid ! Man muß hier unser hohes Management ansprechen, daß ihr groß angekündigter nach modernen Grundsätzen & langen Wartezeiten abgelaufener Suchprozeß total gescheitert ist ! Vielleicht waren auch die theoretischen Anforderungsprofile zu Praxisfern und nur eine Ansammlung von Wünschen die von niemanden zu erfüllen waren – die ” papstwahl ” war zwar eine medienwirksame Show – aber die Erwählten nach kurzer Zeit kaputt ! Das Volk hat diese Phantasmogorie in der kurzen Zeit gar nicht richtig realisieren können – die Führungsebene hat aber an Kredit und Glaubwürdigkeit verloren, leider ! Gludovatz war originell & schnell beliebt, seine Ideen waren als Praktiker auch glaubwürdig ; er scheute sich nicht mit dem Fußballvolk zu reden !!- Houben war eine Managerhoffnung in meinen Augen – Sturmadäquat ! — Das neue Triumvirat hat diese Vorlasten als Hypothek zu tragen geerbt ! Vorstand & AR werden noch mehr ins Nirvana sich verflüchtigen nach neuer Organisationsphilosophie , die genauso eine praktische Feuertaufe bedarf wie die erste praktische Findung der visionären Über – Geschäftsführer !!?? — Golbrich & sein Team sind eine Grazer – Lösung, Sterisches Kernöl sozusagen, die meinen Vertrauensvorschuß haben und deren praktischen Ergebnisse abzuwarten sind …….
Großer Respekt vor Houben, dass er den Schritt gemacht hat.
Es war von Anfang an absehbar, dass die Position ein paar Nummern zu groß für ihn war.
Freue mich schon wieder auf seine Beiträge bei Sturm12, die waren überwiegend sehr gut.
Die wird es auf Sturm12.at nicht mehr geben. Das ist aus unserer Sicht und seiner Sicht nicht vereinbar.
Klingt ja fast so als wäre Houben gemobbt worden!? Ist eigentlich ein IV mit ihm geplant? Würd mich wirklich brennend interessieren was er zu sagen hat! Mmn ein Mann mit sehr viel Potential aber leider total “verheizt” worden! Ihm neben dem geschäftlichen auch noch die sportliche Leitung so lange umzuhängen… auch wenn er Unterstützung bekam…traurig… da ist einiges schiefgelaufen bei der noch jungen Führung… aber ich glaube sie lernen aus ihren Fehlern… hoffmas…
btw: “Rise” von PIL hätte auch gut dazugepasst (“i could be wrong, i could be right……”^^), aber ganz guter Artikel wie ich meine
Ich hab mich weder bei der Bestellung Houbens und Gludovatz überschwänglich gefreut, noch bei der Abberufung von beiden. Nicht nur die Kampfmannschaft befindet sich im Umbau, auch der Verein. Da gibt es auch mal Rückschläge. Die Optik ist wieder einmal eine schiefe, es jetzt schon als Mogelpackung zu bezeichnen, halte ich für mutig. Was ist, wenn es aufgeht?
das schlimmste ereignis in der jüngeren vereinsgeschichte war der meistertitel. für ihn waren weder der vorstand, noch die spieler, noch die fans reif. nur ff behielt halbwegs kühlen kopf. in der aussicht auf die wiederholung glorreicher cl-tage sind in vielen köpfen die sicherungen durchgebrannt. weils nicht gleich wieder die tabellenführung war, mutierte ff zum feindbild und da der vorstand zu feige war, die intrigen gegen ff in die gewünschte tat des rausschmisses umzusetzen, holte er einen gludovatz für die schmutzarbeit. dass gludo noch nie ein manager war wurde überpinselt, houben trat fachlich zu wenig vorbereitet zu wenig erfahren und persönlich zu wenig leadership ausstrahlend, dafür mit sehr viel herz an die sache heran. so etwas spielt es in der heutigen zeit nicht mehr. ich finde es auch idiotisch und zum kotzen, aber leute in der ersten reihe werden an ihrem “telegenen auftritt” gemessen. das spürt jeder manager, jeder politiker. die inhaltliche aussage wird schon abqualifiziert, wenn das äußere schlampig und unsicher wirkt. goldbrich-figuren in designerkluft wird viel mehr geglaubt – da hilft kein jammern, das ist realität. aber das größte fragezeichen ist und bleibt hyballa. ist er ein unkonventioneller könner oder ein schaumschläger? ich habe noch immer keine ahnung.
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Nur bei Hyballa habe ich im Gegensatz zu dir bereits eine klare Meinung.
Die Trennung von FF war durchaus nachvollziehbar – trotz Cupsieg und Meistertitel gelang es ihm und seiner Mannschaft praktisch nie, zu begeistern und eine echte Euphorie zu entfachen. Dazu fehlte dem Spiel der Foda-Teams die Leidenschaft, die Spielfreude und wohl auch jenes Quentchen Kreativität, das sich nur unter bestimmten Bedingungen entwickeln kann. Foda hatte mit seiner professionellen und akribischen Arbeit viel Erfolg und eine überaus starke Lobby – doch ihm fehlte etwas: ein wenig Charme und eine gewisse Verrücktheit, das Einsichtige, wie auch die Gelassenheit und das Verständnis für das Unergründliche aus Leib, Geist und Seele, deren Summe man “Mensch”, in diesem Fall auch “Fußballer” nennt. Als in der Saison 2011/2012 die Resultate das mitunter dürftige und unattraktiv-lähmende Spiel nicht mehr kaschieren konnten, war die Trennung von FF der einzig richtige Schritt. Wie das geschah und zu welchem Zeitpunkt – das ist den Irrungen und Wirrungen einer zwischen Getriebenheit, echter Überzeugung und dem Wunsch nach Anerkennung oszillierenden Vereinsführung geschuldet. PS: Dass die Spiele des SK Sturm Graz unter dem neuen Trainerteam großteils attraktiver – Motto: Tempo, Spannung, Spielfreude – sind und der Stadionbesuch wieder etwas mehr Spektakel auf dem Spielfeld verspricht, hat sich mittlerweile in der ganzen Steiermark herumgesprochen. Wie auch die leicht steigenden Besucherzahlen trotz fehlender Titelchancen bestätigen.
Also Foda muss man zu Gute halten, dass er der Einzige im Verein war der professionell gearbeitet hat. Und das lange auch sehr erfolgreich.
Am Ende jedoch hatten wir den teuersten Trainer der Vereinsgeschichte als praktischen Alleinherrscher, der egal ob gegen Regionalligist oder EL-Gegner immer das gleiche System gespielt hat. Was im Meisterjahr schon kaum anzuschauen war, jedoch von den Erfolgen, die immer recht geben, übertüncht wird, artete im Jahr danach in eine Horrorsaison aus. Dass er manche Spieler überhaupt nicht “förderte” (sags mal sehr vornehm), seinen Sohn (der jetzt wo kickt?) mit einem Profivertrag von vier Jahren ausstatten wollte (was Kreuzer wenigstens auf zwei Jahre reduziert hat), sei nur nebenbei bemerkt.
Ich glaube man kann einem Menschen nicht vorwerfen, dass er so handelt, wenn er ewig keinen gleichwertigen Gegenpart hat, mit dem er sich austauschen kann. Ist, wie gesagt nur menschlich. Allerdings war seine Zeit vorbei. Gludo war der Thor, der die Drecksarbeit machen durfte. Dass er als Reibebock nicht durchgehalten hat ist ebenfalls menschlich.
Zur Vereinsführung sag ich nichts. Wo gehobelt wird, da fallen Späne … Aber in einem halben Jahr wäre sicher der Zeitpunkt um Pro und Contra gegenüber zu stellen.
und ist das jetztige anzuschauen? eine verteidigung die stürmen soll? gegentore knapp vorm in die kabinen laufen? lethargie in der zweiten hälfte, etc etc. ein teamtorhüter, der in einen nervenaufreibenden wettbewerb gegen einen jungen trainer-landsmann geschickt wird? torhüter sind eigene charaktäre, sonst wären sie keine torhüter geworden. solche leute brauchen sicherheit und nestwärme und keine rochaden nach einem oder zwei patzern. hat jemand mal die collage zum abgang vom
oliver kahn gesehen? was der zwischendurch für eier gekriegt hat, aber er war der einsergoalie und wusste, dass ihm vertraut wird, und darum wurde er “zum kahn”.
Ja der arme Christian Gratzei mit Pensionsvertrag, der seit Jahren stagniert, bekommt Konkurrenz. Noch dazu von einem Piefke, so einer wie Hyballa auch, eh klar.
geh zum gak – das ist dein niveau
Also Oliver Kahn hätte jeden Konkurrenten einfach gegessen. Und wie Keine_Flaute schon angesprochen hat: Der arme, arme Christian. Seine Leistung stagniert nicht nur, sondern schwankt gewaltig. Deswegen her mit der Konkurrenz. Nur gute Spieler helfen dem Verein.
vielleicht schwankt die leistung WEIL er sich wettbewerben muss…und mit trainerland hab ich nicht piefke gemeint. und sicher kann mal der zweier dran kommen auch wenn der einser nicht verletzt ist, aber ein verantwortungsvoller trainer entscheidet das frühzeitig und nicht überfallsartig.
Unabhängig von Gratzeis Entwicklung war die Focher-Verpflichtung ein reiner Witz und in Wahrheit die von langer Hand geplante Beseitigung Gratzeis. Der Trainer wollte einen der Helden vergangener Jahre unbedingt loswerden, weil ihm solche Spieler anscheinend persönlich zu gefährlich sind. Ist ja bei Manu Weber oder Imre dasselbe. Diese Leute werden von ihm systematisch ins Niemandsland befördert. Ob das von der Vereinsführung gewollt oder Hyballas eigener “Weg” ist, weiß ich nicht, aber augenscheinlich ist es. Und ganz nebenbei wird mit Focher ein Hyballa-Kumpel neuer Goalie.
Fakt ist, dass dem derzeitigen Trainer solche Typen zu unbequem sind, weil er denen nicht seinen schwachsinnigen Kinderquatsch auftischen kann, auf den die 20jährigen und die Forums-Kinder offenbar gern reinfallen. Phrasendrescherei und Clown-Gehabe beherrscht er ja, aber sonst offensichtlich nicht viel.
Wenn Gratzei mit Wettbewerb nicht zurecht kommt… hatt er dort nichts verloren wo er ist.
“die Focher Verpflichtung war eine von langer Hand geplante Beseitigung Gratzeis” genauso wie die Verpflichtung von Mald eine von langer Hand geplante Beseitigung von Feldhofer war, die Verpflichtung von Sukuta Pasu war eine von langer Hand geplante Beseitigung von Haas… und bei der Beseitung von Weber haben die Strategen im Hintergrund sich letztlich auch für seine Eliminierung entschieden und T. Kainz verpflichtet. Sorry, aber solche Überlegungen sind Schwachsinn. Hätten wir keinen starken 2er Goalie würden sich auch alle aufregen. Sind wir doch froh, dass (mehr oder weniger) alle Positionen doppelt stark besetzt sind. Erstens belebt das den Konkurrenzkampf und zweitens verletzt sich ja hin und wieder auch der eine oder andere
Super Kommentar. Ich bleibe bei Laola1. Der rote Faden heißt Jauk…
Einmalige chance zur professionalisierung vertan. Schwer zu verstehen was da passiert ist die letzten monate.
Pingback: Sturm12.at | 12 Meter: (Un)umstrittener Einsergoalie
Sicherlich ist da einiges in den letzten Monaten schief gegangen und auch einiges in Bezug auf die organisatorische Struktur wurde so nicht umgesetzt, wie es vielleicht ursprünglich angekündigt war. Wichtig aus meiner Sicht ist, dass sowohl im derzeitigen Vorstand, wie auch aufsichtsrat und in der neuen geschäftsführung klar ist, wo der hebel angesetzt werden muss. Try and error, gerade in so einer Phase, wo von vorn bis hinten alles umgekrempelt und an einer vision gearbeitet wird, passieren fehler und konstellationen, die ursächlich auf dem Reißbrett in der theorie geplant waren, konnten in der Praxis aus welchen Gründen auch immer nicht auf die Spur gebracht werden. Gut Ding braucht Weile, aus Fehlern lernt man und ich bin trotz alledem weiterhin optimistisch und blicke positiv in die Zukunft, dass sowohl die geschäfstführende wie auch die ehrenamtliche und die sportliche Leitung absolut in der Lage sind, die bei der Generalversammlung Anfang diesen Jahres präsentierten Ziele und Vorhaben auch in die Tat umzusetzen. Es bedarf hier sicherlich keiner Vorschusslorbeeren, gleichzeitig aber ebenso in keinster Weise wie auch immer gearteteter Vorverurteilungen.
@ Christof das halte ich für eine Verschwörungstheorie ! Meine Meinung zum Tormann -Thema habe ich hier unter Einsergoali abgegeben ! Hyballa hat die Verantwortung die beste Mannschaft zu stellen & und die beste Wahhl aus einem Kader von über 30 Spielern zu machen !! …..
Ja, hab’s gelesen. Ich seh das anders (aber auch deine Meinung sei dir unbenommen). Schon damals beim Focher-Transfer war mein erster Gedanke, dass das der Abgesang an Gratzei ist. Ein paar Fehler und Focher steht drin – das war mir schon damals klar. Und obwohl Gratzei eine für seine Verhältnisse schwache Saison spielt bisher, sorgt Hyballa sogar bei diesem Thema für Kopfschütteln. Nach dem Rapid- oder WRN-Spiel hätte er die Mehrheit der Fans bei einem Tormannwechsel vermutlich auf seiner Seite gehabt – aber er stellt Gratzei nach dessen fehlerfreier Partie in Salzburg raus.
Dass der Christian selbst, als Vollprofi, mit dieser Personalentscheidungen umgehen kann, daran zweifle ich nicht. Aber ob es sich sportlich auszahlt, ist mehr als fraglich. Focher war schon gegen die Austria durchwachsen, dazu kommt sein wahnsinnig riskantes Stellungsspiel, das in den kommenden Spielen mit Sicherheit das eine oder andere Mal schiefgeht (wär ja schon am Sonntag beim Mader-Lupfer beinah’ ins Auge gegangen). Außerdem halte ich es nicht für die klügste Vorgehensweise, die ohnehin schwimmende IV samt ungelerntem RV mit einem neuen, unerfahrenen Goalie weiter zu verunsichern.