Vor zehn Monaten hat Sturm Graz ein neues Projekt zur Forcierung der Jugendarbeit vorgestellt: Sturmmemory. Ziel von Sturmmemory ist es, die jungen Talente nicht nur in Athletik und Motorik – also fußballspezifisch – auszubilden, sondern auch deren soziale und emotionale Kompetenzen zu erweitern. Denn für die jungen Spielerinnen und Spieler ist es wichtig, in ihrer ganzen Persönlichkeit bestmöglich zu reifen, um später ihr ganzes Potenzial abrufen zu können. Und zu diesem Zweck versuchen die Beteiligten von Sturmmemory Partnervereine und -schulen in der ganzen Steiermark zu gewinnen.
Gelingen soll das mit Angeboten für spezielle Lerntrainings- und förderungen. Besonderes Letztere werden gut angenommen, erklärt der sportliche Bereichsleiter Christian Lang. Da wird mit einer Lernpotenzialdiagnostik gearbeitet. “Das ist wie ein Testverfahren, wo abgesteckt wird, was aktuell die Ursachen für Schwächen im Lernverhalten und Lernschwierigkeiten sind.” Und das sei ziemlich effektiv, meint Lang. Gleiches gilt für die Lerntrainingseinheiten. Deren Ziele sind etwa eine Verbesserung von Motorik und Koordination und “den Kindern Grundfähigkeit des Lernens und ein Wissen über ihr Lernen beizubringen.”
“Starke Partnervereine aufbauen”
Eines ist Christian Lang sehr wichtig, nämlich klarzustellen, dass Sturm damit nicht versuche, Talente abzuwerben,”sondern starke Partnervereine aufzubauen, die gute Gegner sind und uns stärker machen.” Früher hätte Sturm oft Talente geholt, bei denen nicht sicher war, ob sie es schaffen könnten oder nicht. Heute aber “wollen wir unsere Partnervereine in ihrer Qualität stärken und dass Spieler erst wechseln, wenn sie sich mental und körperlich bei Sturm durchsetzen können.” Das heißt, die jungen Kicker blieben länger in ihrer gewohnten Umgebung, was sich zusätzlich positiv auf ihre Persönlichkeitsentwicklung auswirken könnte.
Vor zehn Monaten wurde dieses Projekt also vorgestellt. Und seither hat sich viel getan. “Mittlerweile haben wir zwölf Partnervereine, zwei davon sind sogar aus dem Burgenland.” Das wären der SV Güssing und UFC Markt Allhau. Also doch kein rein steirisches Projekt? “Das hat sich so ergeben. Ein Lehrer an der Schule Markt Allhau war so überzeugt vom Projekt und der Idee dahinter”, erklärt Lang. Die Schule in Markt Allhau sowie die NMS Schwanberg sind die zwei bisherigen Partnerschulen von Sturmmemory.
“Die Marke Sturm zieht”
Auch erste Erfolge wären bereits spürbar. “Grundsätzlich haben unsere Partnervereine in den unteren Jahrgängen einen großen Zulauf. Da zieht die Marke Sturm, das kommt sehr gut an.” Und auch in der Nachwuchsarbeit von Sturm könne man das erkennen. “In diesem Jahr habe ich den Jahrgang 1999 trainiert und im Sommer den Jahrgang 1996. Da sind drei Spieler von Red Bull Salzburg zurückgekommen und einer von der Admira. Zusätzlich hat ein Weiterer angefragt. Aber so etwas wird nie transportiert”, bemängelt Lang. Gemeint hat er, dass oft nur durchsickert, dass steirische Talente von Salzburg abgeworben werden. “Aber vom Training her, von der Philosophie und den Trainern und mit dem Sturmgeist sind wir schon sehr weit vorne. Das zeigen auch die aktuellen Tabellenplatzierung, die U16 ist zum Beispiel Erster.”
Und auch das Projekt an sich wächst und wird immer größer. “Wir sind fast ein bisschen zu schnell unterwegs, weil wir selbst manchmal keine Zeit haben. Wir überholen uns beinahe. Aber jetzt sind wir vom Team her so aufgestellt, dass wir das packen können”, erzählt Christian Lang. Und dieses Team arbeitet fleißig an der Zukunft von Sturmmemory. Da gibt es beispielsweise Ende November ein großes Zusammentreffen der Partnervereine. “In Maria Lankowitz treffen sich alle Trainer, Jugendleiter und Obmänner. Den Trainern wird das Ausbildungskonzept von Sturm Graz näher gebracht und die Obmänner kriegen Seminarinhalte, wie der Verein der Zukunft aussieht.” Also ein Gipfeltreffen von rund 80 bis 100 Fußballbegeisterten.
Trainerfortbildungen und Finanzierung
Und im kommenden Jahr möchte man mit Ende Februar eines der ersten Ziele verwirklichen, nämlich 20 Partnervereine steiermarkweit zu gewinnen. “Und beginnend mit Jänner 2013 wollen wir regelmäßige Trainerfortbildungen mit Sturmgrößen wie Dietmar Pegam oder Gilbert Prilasnig anbieten.” Zusätzlich will man gemeinsam mit den Partnervereinen Ziele im Nachwuchsfußball definieren und ihnen das Ausbildungskonzept von Prilasnig näher bringen.
Ein weiteres, unsprüngliches Ziel war es auch, den Steirischen Fußballverband zwecks Finanzierung ins Boot zu holen. “Bisher hat es zwei Gespräche gegeben, um Transparenz über Sturmmemory zu schaffen. Damit der Verband weiß, um was es geht. Durch die neue Bestzung müssen wir das ganze aber erst neu aufrollen. Darum finanzieren wir uns komplett selbst.” Es gibt aber ein grundsätzliches Sponsoring, wo “Dachverbände der Steiermark uns unterstützen.”
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Tolle Sache. Moderne Unterrichtsmethoden, von denen Sturm und AUT profitieren können.
Die U-16 ist definitiv mit zukunftsträchtigen Spielern bestückt, da könnte schon in 2-3 Jahren einige für die erste Mannschaft wichtig werden wenn sie sich so weiterentwickeln, Jahrgang 97 ist definitiv stark bzw. der jüngere Waltl der bei der U-16 dabei ist als 98er. Viele meinen, eins der größten Talente im Nachwuchs.
Ich muss leider gestehen, mir fehlt die Zeit um mir diese Infos in Messendorf zu holen, dennoch bin ich dann froh, dass nicht alles immer so mies ist, wie man uns oft verkaufen will