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"Ungemütlicher Konkurrenzkampf"

“Ich komme von außerhalb, ob ein Spieler in den vergangenen Jahren hier seinen Fixplatz gehabt hat oder nicht, kümmert mich nicht.” Eine klare Ansage von Sturm-Coach Peter Hyballa. Kapitän Weber, gegen die Austria auf der Bank, wird wohl wieder spielen. So wie Keeper Focher.

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© 2011 Sturm12.at

Sturm gegen Mattersburg. Bis vor wenigen Wochen war das eine klare Sache für Sturm. Die letzte Niederlage gegen die Burgenländer reichte etliche Jahre zurück, die Serie wurde zu einem Nimbus. Hin und wieder waren die Mattersburger zwar dran, aber irgendwie schaffte Sturm es dann doch noch, in letzter Sekunde (siehe 2010, Muratovic-Tor zum Ausgleich) den Punkteverlust zu vermeiden. Beim ersten Saisonduell war aber alles anders. Trotz 1:0-Führung siegten die Burgenländer und beendeten damit die Serie von 21 sieglosen Spielen gegen Sturm. Doch das war in Mattersburg. Daheim kann Sturm noch immer eine stolze Serie vorweisen: Seit dem 13. Mai 2006 haben die Grazer daheim keine Punkte mehr gegen die heutigen Gäste abgegeben. Damit das so bleibt, vertraut Trainer Hyballa wohl weiterhin auf Johannes Focher im Tor. “Er hat Potenzial, aber auch Potenzial nach oben”, sagt der Sturm-Coach. In der Kronen Zeitung fordert er den Kampf um alle Positionen: “Ich komme von außerhalb, ob ein Spieler in den vergangenen Jahren hier seinen Fixplatz gehabt hat oder nicht, kümmert mich nicht.”

Kleine Zeitung: Sportlich gesehen ist der SV Mattersburg ein gern gesehener Gast in Graz. Die Burgenländer haben in den vergangenen sechs Jahren brav Punkte abgeliefert, der jüngste Sieg in der steirischen Landeshauptstadt datiert vom 13. Mai 2006. Aktuell hat die Truppe von Trainer Franz Lederer aus den jüngsten fünf Spielen auch nur einen einzigen Punkt geholt. (…) „Mattersburg hat Qualitäten. Wir müssen achtsam sein“, sagt Trainer Peter Hyballa. Der wohl unangenehmste Spieler im Trikot der Burgenländer ist Ilco Naumoski. Der Stürmer hat stets gegen die Grazer sein Visier besonders gut eingestellt. Das war schon so, als er im GAK-Trikot spielte, und ist jetzt nicht anders. Der 29-Jährige hat aber nicht nur ein fußballerisches Talent, er hat auch ein schnelles Mundwerk. Soll heißen: Er versucht, seine Gegenspieler ständig verbal abzulenken. „Er will uns ständig provozieren und uns aus der Konzentration bringen. Aber wir wissen, dass er ein undisziplinierter Spieler ist, und werden versuchen, dass er schnell eine Gelbe Karte bekommt“, sagt Milan Dudic. Naumoski will seine Gegenspieler auch abschrecken. Bei einem Verteidiger drohte er sogar, dessen Kinder etwas anzutun. Der Fall ist nur deshalb nicht bei der Bundesliga gelandet, weil der bedrohte Spieler für kein Aufsehen sorgen wollte. „Psychospiele gibt es immer wieder. Auch, wenn die Drohung damals ein Wahnsinn war“, sagte der Spieler. Gehen die verbalen Entgleisungen und Drohungen ins Leere, setzt Naumoski mitunter auch seinen Körper ein. Im Jahr 2010 hatte der mazedonische Teamspieler nach dem Ausschluss nicht sofort das Spielfeld verlassen, sondern seine eigenen Mitspieler Waltner (Würgegriff) und Sedloski (Ellbogencheck) attackiert. Beide wollten den Heißsporn damals vor Schiedsrichter Thomas Gangl zurückhalten, der Naumoski wegen unsportlichen Verhaltens die Gelb-Rote Karte gezeigt hatte. Trotz allem wird Naumoski heute kein „Leibwächter“ zur Seite gestellt.

Kronen Zeitung: Beim letzten Match vor der Länderspielpause sorgte Sturm-Trainer Peter Hyballa für staunende Münder: Focher im Tor, Weber auf der Bank und Bodul gar nicht erst im Kader. Im Heimspiel heute (18.30) gegen Mattersburg wird der Coach keine Überraschungen auf Lager haben: Focher steht neuerlich im Kasten, Weber und Bodul sind zumindest wieder im Kader. Der Konkurrenzkampf bei Sturm war auch schon einmal gemütlicher: 22 Feldspieler fighteten bis gestern um einen Platz in der Startelf gegen Mattersburg. Hyballa: “Ich komme von außerhalb, ob ein Spieler in den vergangenen Jahren hier seinen Fixplatz gehabt hat oder nicht, kümmert mich nicht.” Dass der Sturm-Coach auf die Vergangenheit pfeift, bekamen Christian Gratzei, Manuel Weber und Darko Bodul in der letzten Runde zu spüren. Während Gratzei Ersatzgoalie bleibt, dürfen Bodul und Weber heute mit einem Einsatz spekulieren. Hyballa: “Bodul hat sich im Training den Hintern aufgerissen, er weiß um seine Situation. Nur Talent allein reicht nicht, er muss es auch am Platz zeigen und zusätzlich an ihm arbeiten. Das macht ja auch ein Lionel Messi.” Bodul, in der letzten Saison mit elf Treffern noch Sturms Topscorer, gibt sich geläutert: “Ich habe mich zuletzt nicht immer wie ein Profi benommen. Aber ich bin noch jung und habe daraus gelernt. Ich bin froh, dass der Trainer hinter mir steht und ich will es ihm jetzt zurückzahlen. Ich habe die Pause genützt und viel nachgedacht. Milan Dudic hat mir in dieser Phase sehr geholfen”, betont der “neue” Bodul, der wie sein Kumpel Marko Arnautovic oft ein Grenzgänger zwischen Genie und Wahnsinn ist. “Es hat mir weh getan, dass ich zuletzt nicht viel gespielt habe. Aber ich weiß jetzt, dass die Wahrheit nur am Platz liegt. Ich hoffe, dass ich wieder zum Einsatz komme und auch bald mein erstes Tor in diese Saison mache.” Kapitän muss klauenDas hat Manuel Weber zwar schon am Konto, dennoch fand sich der Kapitän zuletzt auf der harten Ersatzbank wieder. Eine neue Erfahrung für den Mittelfeldspieler, dessen Stammleiberl in der Vergangenheit quasi wie in Stein gemeißelt war. “Manuel ist ein guter Fußballer und er war natürlich stinkig, weil er gegen die Austria nur Ersatz war. Aber ich erwarte von ihm, dass er auch einmal dem Gegner Bälle klaut, sich in Zweikämpfen nicht schont und auch die Drecksarbeit erledigt”, möchte Hyballa von seinem Kapitän mehr sehen.

Laola1.at: Sturm Graz will nach den direkten Duellen mit den Titelkandidaten Salzburg (2:3) und Austria (1:1) in der Bundesliga den Anschluss an die Spitze wahren. Sieben Punkte fehlen den Grazern auf Tabellenführer Salzburg. Am Samstag (18.30 Uhr) gastiert mit dem SV Mattersburg ein gerne gesehener Gast in der UPC-Arena. Die Burgenländer haben in Graz seit mehr als sechs Jahren nicht mehr gewonnen. “Wir wollen uns von den hinteren Tabellenrängen absetzen und uns weiter nach vorne orientieren”, gab Sturm-Trainer Peter Hyballa als Marschroute aus. Das erste Saisonduell in Mattersburg ging allerdings nach 1:0-Führung mit 1:3 verloren. Die Burgenländer beendeten damit eine Serie von 21 Ligaspielen gegen die Steirer ohne Sieg. In Graz hat der SVM aber seit Mai 2006 (1:0) nicht mehr triumphiert. “Es wird nicht einfach, weil Mattersburg seit dem letzten Spiel auch spielerisch stärker geworden ist”, meinte Hyballa. “Mattersburg steht sicher tiefer als die Austria.” Gegen die Wiener hatte Sturm ein schmeichelhaftes Remis erreicht, Hyballa mit seinem jungen deutschen Landsmann Johannes Focher statt ÖFB-Teamkeeper Christian Gratzei im Tor überrascht. “Er hat Potenzial, aber auch Potenzial nach oben”, sagte der Sturm-Coach. Gegen den SVM dürfte erneut Focher den Vorzug erhalten. “Mir gefällt die Konstellation, weil sich die Tormänner gegenseitig hochpushen”, erklärte Hyballa, der wegen Schambeinproblemen weiterhin auf Rechtsverteidiger Philipp Hütter und Regisseur Jürgen Säumel verzichten muss. Drei Runden ist der Meister von 2011 sieglos. “Wir haben die Länderspielpause aber sehr gut genützt”, versicherte Hyballa. Der Kader ist auch bei den Mattersburgern wieder dichter geworden. Nedeljko Malic kehrt nach zwei Monaten Pause wegen einer Knieverletzung in die Innenverteidigung zurück. Ohne den Bosnier hat der SVM zuletzt nur einen Punkt aus fünf Spielen geholt. “Wir wollen unser bestmögliches Gesicht zeigen”, versicherte Mattersburg-Trainer Franz Lederer. “Zumindest einen Punkt wollen wir wieder mit nach Hause nehmen.” Sturm sei allerdings immer noch zu den Topadressen in Österreich zu zählen. “Wir wissen, in welche Kategorie sie einzuordnen sind. Man muss sich nur anschauen, wer bei Sturm aller auf der Bank sitzt”, erinnerte Lederer an Gratzei, Manuel Weber oder Imre Szabics, die es zuletzt getroffen hatte. “Sie haben einen qualitativ sehr guten Kader und einen Trainer, der zum Experimentieren neigt.” Das mache es schwierig, sich auf den Gegner einzustellen.

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Kommentare

archaeopterix says:

ich bin nur neugierig , ob Hyballa Naumoski neutralisieren kann !!??? …..

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