Es ist wieder ÖFB-Cup-Zeit. Die Tiroler Abstiegskämpfer sind heute in Graz zu Gast und wollen an den Aufwärtstrend in der Bundesliga unter Neo-Coach Roland Kirchler anschließen. Und um keine wertvollen Kräfte zu verschleißen, hat der Nachfolger von Walter Kogler bereits angekündigt, nicht die beste Elf aufbieten zu wollen. In der Tiroler Tageszeitung stellt er fest: „Die Priorität hat für mich ganz klar die Meisterschaft, was aber nicht heißt, dass wir nicht auch im Pokal so weit wie möglich kommen wollen.” Im Interview mit der Kleinen Zeitung nimmt ihm Sturm-Trainer Peter Hyballa das Tiefstapeln nicht ab: “Understatement ist eine Art von Taktik. Und sollte ein Spieler von der Bank kommen, wird er sich zerreißen. Es wird also sicher nicht leicht.” Der Cup steht zwar heute im Vordergrund, doch zum Spiel in Wolfsberg gibt es ebenfalls Neues zu berichten: Das Spiel soll am 6. oder 7. November nachgetragen werden. Diesmal in der EM-Arena in Klagenfurt. In einer Bundesliga-Saison kann zwar noch viel passieren, das Spitzen-Trio scheint sich aber abzusetzen. Dieser Meinung ist auch die TT: “Für Sturm Graz ist der Pokal wohl die einzige Möglichkeit, sich für einen internationalen Bewerb zu qualifizieren.”
Kleine Zeitung (Interview mit Peter Hyballa): Mit Wacker Innsbruck kommt heute eine Mannschaft nach Graz, die sich im Aufwind befindet. Trotz der Chance auf das Cup-Viertelfinale will Tirol-Trainer Roland Kirchler nicht unbedingt die beste Formation aufs Feld schicken. Ihm ist die Meisterschaft wichtiger als der Cup.
Hyballa: Ich denke, dass Innsbruck mit der besten Mannschaft spielen wird. Understatement ist eine Art von Taktik. Und sollte ein Spieler von der Bank kommen, wird er sich zerreißen. Es wird also sicher nicht leicht. Aber wir wollen weiterkommen. Und das ist auch realistisch.
Sie haben Ihre Anfangsformationen in den bisherigen 15 Pflichtspielen bis auf ein einziges Mal stets verändert. Welcher Plan steckt dahinter?
Journalisten reden immer gleich von Rotation. Ich sehe das nicht so dramatisch, ich habe immer nur ein, zwei Positionen verändert. Entweder aus taktischen Gründen, oder wenn es Verletzungen gab.
Ich habe nicht von Rotation gesprochen. Weshalb wurde die Mannschaft so oft verändert?
Weil wir noch keine vier, fünf überragenden Spiele hintereinander abgeliefert haben. Ich habe noch nicht die perfekte Elf gefunden. Wir bewegen uns nicht vom Fleck. Und da muss man was tun.
(…)
Aber die Spieler haben nicht alle den gleichen Charakter. Manche brauchen Druck, andere mitunter Vertrauen.
Weber etwa gibt im Training ordentlich Gas. Schauen wir, ob er demnächst zündet. Ich ziehe mein Ding jedenfalls durch!
Zurück zum heutigen Cup-Spiel. Wird es zum Tormannwechsel kommen? Im Cup spielt nicht selten der Zweier-Goalie.
Ich denke nicht. Focher braucht Spiele.
(…)
(Zum ganzen Interview)
Kronen Zeitung: “Die Meisterschaft hat Priorität”, heißt’s aus dem
Lager der Innsbrucker, die heute in der UPC-Arena (18 Uhr) Sturms Hürde auf dem Weg ins Cup-Viertelfinale sind. Aber davon lässt sich Peter Hyballa nicht einlullen. “Da spielt schon etwas Understatement mit – aber egal: Wir haben nur ein Ziel – und das heißt Aufstieg!” (…) Aber gerade der Mann, der bei Sturm groß wurde und jetzt bei den Innsbruckern eine echte Leitfigur ist, wird vermutlich heute fehlen. Neo-Coach Roli Kirchler will Wallner (laborierte auch an einem Darm-Virus) schonen, ebenso wird Stamm-Goalie Safar vom jungen Markus Egger vertreten, auch Piesinger fehlt. Innsbrucks angekündigter Rotation misst Sturm-Coach Hyballa aber keine große Bedeutung bei. “Weil jene, die dann spielen, von der ersten Sekunde an Vollgas geben werden – die wollen ja ihre Chance nützen und lassen sich mit Sicherheit nicht hängen. Die werden nicht nur mit neun Mann auflaufen, damit wir’s leichter haben.” Er überlegt auf ein, zwei Positionen personelle Veränderungen – “ich bin zwar stets für kleinere Experimente zu haben, aber sicher nicht für große. Wär’ ja sehr blöd, würden wir diese Chance nicht nützen.”
Tiroler Tageszeitung: Entspannter als zuletzt in der tipp3-Bundesliga, aber keineswegs locker nimmt der FC Wacker die Pokal-Achtelfinalhürde Sturm Graz ins Visier. „Die Priorität hat für mich ganz klar die Meisterschaft, was aber nicht heißt, dass wir nicht auch im Pokal so weit wie möglich kommen wollen”, stellt Wacker-Trainer Roland Kirchler klar und nimmt seine umformierte Mannschaft voll in die Pflicht: „Wir müssen so wie in der zweiten Halbzeit gegen Mattersburg auftreten, unseren Defensivblock noch weiter nach vorn schieben, um die spielerische Qualität der Grazer in den Griff zu bekommen.” (…) Fix war, dass der 22-jährige Markus Egger den routinierten Szabolcs Safar im Tor vertritt. „Das wusste ich schon länger. Dafür trainiere ich hart und ich freue mich auch auf dieses Spiel. Endlich wieder einmal eine Partie, in der nicht die Abstiegsangst regiert”, meinte Egger gestern in Graz vor dem Abschlusstraining. Fix ist weiters, dass Roman Wallner nicht dabei ist. Der Stürmer war gestern wegen seiner Magenbeschwerden beim Arzt. Auch Daniel Piesinger ist mit einer Nagelbettentzündung mehr als fraglich. Möglich, dass Carlos Merino vor dem Nachzüglerduell am Samstag in Wr. Neustadt eine Pause gegönnt wird. Der Schlüssel zum Weiterkommen liegt für Kirchler in den Standardsituationen: „Zuletzt waren wir nach Freistößen und Eckbällen dreimal erfolgreich, aber auch hinten anfällig.” Für Sturm Graz ist der Pokal wohl die einzige Möglichkeit, sich für einen internationalen Bewerb zu qualifizieren. Dementsprechend angespannt ist die Lage vor dem heutigen Duell gegen die Schwarzgrünen. „Sie scheinen sich unter Kirchler wieder gefunden zu haben”, warnte Trainer Peter Hyballa vor den wiedererstarkten Innsbruckern: Für den Deutschen steht fest, dass er seine bestmögliche Formation im Pokal aufs Feld schicken wird.
Kurier: Irgendwie hält sich die Tiroler Begeisterung für den Cup in Grenzen. Zum einen, weil der FC Wacker zum wiederholten Male auswärts antreten muss (gegen Sturm Graz); zum anderen, weil die Meisterschaft und der Abstiegskampf für die Tiroler absolute Priorität genießen – und ebendort wartet auf das Schlusslicht am Samstag das richtungsweisende Duell mit dem Tabellennachbarn Wiener Neustadt, der mittlerweile nur mehr einen Zähler vor Wacker liegt. Durchaus verständlich also, dass Roland Kirchler vor dem Cup-Match in Graz (…) seinen Fokus bereits auf das Sechs-Punkte-Spiel in der Meisterschaft gerichtet hat. “Ganz in den Plan passt mir das Cupmatch nicht”, gesteht der neue Wacker-Coach, “es unterbricht mir die Vorbereitung auf das wichtige Match gegen Wiener Neustadt.” (…) Sturm-Coach Peter Hyballa ist dennoch vor den wieder erstarkten Innsbruckern gewarnt. “Sie scheinen sich unter Kirchler wieder gefunden zu haben”, befindet der Deutsche, der nicht daran denkt, auch nur einen Leistungsträger zu schonen. “Wir schicken die bestmögliche Mannschaft auf das Feld.”
Sturm12.at-Links
Roland Kirchler: “Will das Schiff wieder flottmachen”
Der Mythos fehlt

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“ist für Sturm der Cup die wohl einzige Chance für ein Ticket nach Europa.”
Die einzige Chance nach Europa? Also geht Sturm12 davon aus, dass wir heuer keine Chance auf Platz 4 in der Meisterschaft haben? Oder hat der Autor etwa die 5-Jahres-Wertung vergessen
Also ich finde auch, dass hier das Fell verteilt wird ohne den Bären erlegt zu haben, wie man so schön sagt – sicher, die ersten drei haben sich etwas abgesetzt, aber es ist ja erst ein drittel um und wirklich überragend spielt keine der ersten drei, da kann sich noch viel tun, wohlgemerkt aber in beide Richtungen, denn auch hinten wirds gleich eng…
Ja, aber der 4. Platz ist ja heuer fix in Europa, hab ich zumindest bisher gedacht. Weil ich glaube ja dass wir heuer 5 Vereine nach Europa schicken dürfen, oder irre ich mich da.
Und überragend spielt für mich Salzburg derzeit… Wenn die nur 10% der Chancen reinmachen würden sie jedes Spiel derzeit haushoch gewinnen… so hab ich den Eindruck…
Die Aussage is natürlich Schwachsinn, nur kommt sie ja nicht von Sturm12, sondern scheinbar von der TT…
Bischt a Tirola, hoscht koan Dau von der Uefa Fünfjohreschwertung