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Exklusiv

Friedrich Santner zurückgetreten

Von Sturm Neu waren nur mehr Christian Jauk und Friedrich Santner über. Und jetzt ist auch der Aufsichtsratvorsitzende zurückgetreten. Weil “die geplante Langfristigkeit, um auf wirtschaftlich guten Füßen zu stehen ja durch die vielen Personalwechsel konterkariert wurde.”

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Nur kurz nach der Beurlaubung von Peter Hyballa gibt es schon die nächste Personalentscheidung bei Sturm Graz. Denn der Aufsichtsratsvorsitzende der Blackies, Friedrich Santner, stellt sein Amt zur Verfügung. “Es gibt dafür einen einfachen Grund. Ich hatte den Eindruck, dass ich nicht wesentlich beitragen konnte. Die geplante Langfristigkeit, um auf wirtschaftlich guten Füßen zu stehen, wurde ja durch die vielen Personalwechsel konterkariert.” 

Und Personalwechsel hat es bei Sturm bekanntlich zahlreiche gegeben. Angefangen von Paul Gludovatz (sportl. Geschäftsführer), über Christopher Houben (wirtsch. Geschäftsführer) bis hin zu Ayhan Tumani und jetzt heute eben Peter Hyballa. “Ich bin bei fast allen Entscheidungen einer Mehrheit gegenübergestanden, die anderer Meinung war“, so Santner gegenüber Sturm12.at.

Ob Santner auch heute dem ehemaligen Chef-Trainer Hyballa weiterhin das Vertrauen geschenkt hätte, möchte er so nicht beantworten. “Das wäre zu kurz gegriffen. Das passiert im Fußball aber oftmals. Mein Stil ist es, Probleme zu beseitigen, wenn sie auftreten. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig diese Leute zu kündigen. Das kostet ja auch Geld.” 

“Gehe im Wohlwollen”
Nicht bei Peter Hyballa. “Das ist der einzige Fußballtrainer, dem ich begegnet bin, dem es nicht um Geld geht. Der tickt einfach nur für Fußball.” Bei anderen Personen, die im Laufe der Zeit von Sturm Neu (Neu, Neu, Neu?) entlassen wurden, ist das anders: “Aber natürlich ist es einfacher, wenn ich Leute rauswerfe, denen viel Geld zahle, einen neuen hole und den dann wieder entlasse.” Santners Stil wäre das aber nicht. Der zurückgetretene Aufsichtsratsvorsitzende wird Sturm Graz aber weiterhin als treuer Fan erhalten bleiben und die Entwicklungen weiter verfolgen: “Ich gehe im Wohlwollen, mache lediglich den Weg frei, damit die Gespaltenheit in den Gremien nicht mehr gegeben ist.”

Was das für sein Angebot heißt, beim nächsten 12er-Stammtisch am Podium zu sitzen? “Dieses Angebot ist natürlich aufrecht. Meine Situation ist jetzt ja eine noch viel einfachere.”