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Sturmologe

Gerhard Gnadenlos und Michael Passqualität

Jede Menge Kartengeschenke gab es bei der Niederlage in St. Pölten. Daniel Beichler und Robert Beric lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der internen Torschützenliste. Und Daniel Offenbacher gab einmal mehr den Sensenmann am Feld.

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Wie immer blickt der Sturmologe in der Saison 2013/2014 auf die Statistiken von Sturm Graz und dessen Gegner. Die Ergebnisse der Nachforschungen präsentiert er auf Sturm12.at. In der aktuellen Ausgabe dreht sich alles um das bittere Cup-Aus gegen den SKN St. Pölten sowie um den SK Sturm als erfolgreichen Spielverderber im Kampf um Europa.

ÖFB-Cup:

– Mit 8.000 Zusehern war das Spiel St. Pölten gegen Sturm das bestbesuchte ÖFB-Cup-Spiel der Blackys in dieser Saison. Es war dies das erste Spiel der Schwarz-Weißen seit dem Champions League-Qualifikationsspiel gegen Bate Borisow in Graz, das ausverkauft war. Der SKN ist übrigens der Nachfolgeverein des VSE St. Pölten, bei dem einst Ivica Vastic die Schuhe schnürte, bevor er nach einem Zwischenstopp in Deutschland nach Graz übersiedelte.

– Seit 1993 hatte Sturm kein Pokal-Spiel gegen eine niederösterreichische Mannschaft mehr verloren. In diesem besagten Jahr ging man auswärts mit 1:4 bei der Admira unter. Am Mittwoch fand man gegen St. Pölten seinen Meister. Und im Finale steht bereits eines fest: Nachdem sich die Salzburer Bullen den Meistertitel geholt haben, spielen die St. Pöltner fix in der Europa League-Qualifikation. Diese Chance ging Sturm also durch die Lappen.

– Ohne Gegentor ins Pokal-Halbfinale zu gelangen, um sodann auszuscheiden, das gab es in der Sturm-Historie noch nie.

– Zuletzt war der SK Sturm nach Erreichen des Cup-Halbfinales im Jahr 2004 danach auch noch ausgeschieden. Nach einem 1:1 gegen Austria Wien  im Stadion Liebenau gab es für die Elf von Michael Petrovic Verlängerung und eine 4:5-Niederlage im Elfmeterschießen. Oben genannter Vastic erzielte damals übrigens im Dress der Veilchen die 1:0 Führung für die Austria, Klaus Salmutter gelang erst in Minute 93 der Ausgleich. Es war dies ebenso ein Mittwoch.

– Schiedsrichter Gerhard “Gnadenlos” Grobelnik verteilte in der Cup-Partie am Mittwoch insgesamt zwölf gelbe Karten. Allein zwischen Minute 101 und 119 zückte er neun Mal den gelben Karton.

– Vor vier Jahren war es eben dieser Grobelnik, der das Cup-Finale Sturm gegen den SC Wiener Neustadt pfiff. Damals gingen die Schwarz-Weißen dank einem Kopfballtor von Klemen Lavric siegreich mit 1:0 vom Platz und durften danach den Pokal stemmen. Insgesamt leitete er bislang dennoch mehr Sturm-Niederlagen (13) als Siege (11). Im Cup ging Sturm erstmals unter seiner Leitung als Verlierer vom Platz.

Bundesliga:

– Nach 2012 entrissen die Blackys zum zweiten Mal in der letzten Runde die Austria aus ihren Europa League-Träumen. Vor zwei Jahren siegte man zuhause gegen die Violetten mit 3:1, Darko Bodul traf sehenswert per Fallrückzieher.

– In den vergangenen elf Jahren konnten die Grazer sechs Mal das letzte Saison-Spiel für sich entscheiden.

– Der letzte Sieg gegen die Austria datierte bis Sonntag am 28.07.2012. Rubin Okotie hieß damals der Siegtorschütze für Sturm.

– Im letzten Spiel hat es der SK Sturm gerade noch geschafft, keine negative Torbilanz zu erreichen. Mit Sonntag steht man zu Saisonende genau auf einer Tordifferenz von +/- 0. Alle Vereine, die hinter Sturm platziert sind, haben eine negative Tordifferenz. Und das sind satte fünf Klubs.

– 1.44 Punkte hat Sturm mit Sonntag im Schnitt auswärts gesammelt. Zuhause waren es nur 1.22.

Robert Beric gelang sein zehnter Bundesliga-Treffer für die Blackys. Und auch Daniel Beichler erreichte mit dem Siegestor in Wien seinen Treffer Nummer zehn. Insgesamt hält Beichler nun bei 31 Bundesliga-Toren für Sturm. Nur in der Saison 2009/10 gelang ihm ein Treffer mehr als heuer, dafür aber auch ein Assist weniger.

Marc-Andre Schmerböck bewies sich wieder einmal als glücklicher Joker. Nach drei Toren als Einwechselspieler gelang ihm nun auch sein erster Assist in der Bundesliga.

Marco Djuricin gelangen in seinen letzten zehn Auftritten vier Tore und sechs Torvorlagen. Das einzige Spiel in dem ihm kein Scorer-Punkt gelang war die 2:0-Niederlage im Hanappi-Stadion gegen Rapid Wien.

Daniel Offenbacher erhielt im letzten Spiel seine sage und schreibe 14. gelbe Karte in dieser Bundesliga-Saison, und das bei 31 Einsätzen. Somit wurde der Mittelfeldspieler beinahe in jeder zweite Partie verwarnt.

– Nur 55,96% ihrer Zweikämpfe entschieden die Sturm-Kicker für sich, bester Mann in dieser Sache war Nikola Vujadinovic mit 81,2% gewonnenen Zweikämpfen, den schlechtesten Wert hatte Beric mit 26,1%.

– 75,25% der gespielten Pässe fanden bei Sturm auch einen Abnehmer. Michael Madl brachte jedes einzelne Zuspiel an, bei David Schloffer waren es als schlechtester Wert immer noch 65,7%.

– In vier Partien gegen die Austria pfiff Robert Schörgenhofer den dritten Sturm-Sieg. Und auch Niederlage gab es unter seiner Regie gegen die Veilchen noch keine.

Die Saison ist zu Ende, somit ist es wieder Zeit für einen Saison-Sturmologen. Die spannenden Facts gibt es in der nächsten Woche zu lesen.