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Gruber, Rosenberger, Schnaderbeck

Die junge Garde

Andreas Gruber, Benjamin Rosenberger und David Schnaderbeck haben den Sprung zu den Profis geschafft und sind fixer Bestandteil der laufenden Vorbereitung. In den bisherigen zwei Testspielen hat die junge Garde mit ihren ersten Toren bereits aufhorchen lassen.

Dass sie Talent haben, wissen nicht nur sie selbst, sondern auch Darko Milanic. Andreas Gruber, Benjamin Rosenberger und David Schnaderbeck haben den Sprung von den Amateuren zu den “Großen” geschafft und stehen im Kader für die neue Saison. Seit knapp zwei Wochen wird wieder trainiert und die drei Youngsters sind mittendrin, statt nur dabei. Sturm12.at hat die drei Nachwuchsspieler zum Telefon gebeten.

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Ein Muskelkater, der Spaß macht 
“Die erste Trainingswoche war sehr anstrengend, weil es gleich von 0 auf 100 ging. Da fahren die Spatzen ordentlich ein”, berichtet der 18-jährige Andreas Gruber von der Arbeit bei den Profis“Man muss sich erst an das Tempo gewöhnen”, ergänzt David Schnaderbeck. Vor allem das Krafttraining sei härter, als das bei den Amateuren, erzählen sowohl Gruber, als auch Schnaderbeck. Auch der Dritte im Bunde, Benjamin Rosenberger, spricht von einem “zachen” Training: “Aber ich kann damit umgehen. Ich glaube, ich bin körperlich sehr gut drauf.” 

Sie hätten sich alle gut eingelebt in die Mannschaft und das Training mache trotz aller Anstrengung sehr viel Spaß. “Natürlich ist alles viel professioneller, weil es auch um mehr geht”, sagt der 18-jährige Rosenberger. Die Unterschiede zwischen dem Training bei den Amateuren unter Trainer Markus Schopp sieht das Dreigespann bei den Zweikämpfen. “Es ist viel zweikampfintensiver und es geht härter zur Sache,” erzählt Gruber. Der Fokus im Training liege auf der Defensivarbeit, darauf, dass man nach einem Ballverlust schnell umschaltet und dass man den Ballbesitz ausbauen kann.

Die erklärten Ziele des Trios sind ganz klar Einsätze in der Bundesliga. Während Schnaderbeck im vorletzten Saisonspiel gegen Wiener Neustadt zu seinen ersten Minuten am Parkett der höchsten Spielklasse kam, warten Gruber und Rosenberger noch auf ihre. Und das, obwohl Darko Milanic nach dem Trainingslager in Belek Einsatzzeit versprochen hatte: “Alle, die in Belek mit waren, können und müssen mit Einsatzzeiten im Frühjahr rechnen.” Dass es letzten Endes nicht geklappt hat, sehen die Jungblackies nicht so eng. “Durch die teilweise schlechten Leistungen ist Milanic unter Druck gestanden und wollte rein mit dem A-Kader spielen. Das verstehe ich,” sagt Gruber. “Das Vertrauen ist nach wie vor da,” pflichtet ihm Rosenberger bei. Der älteste im Bunde, David Schnaderbeck, machte sich dagegen so seine Gedanken darüber: “Natürlich überlegt man, ob es noch passt. Aber es hat dann auch Gespräche mit Darko Milanic gegeben. In denen hat er gesagt, dass er in Zukunft auf mich baut.” Den Verein zu verlassen, war aber für keinen der drei ein Thema.

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Talente stehen ante portas
Von einer Generation Lost bei Sturm, wie Sturm12.at Anfang Februar attestiert hatte, wollen die drei Spieler nichts wissen. Es gebe auf jeden Fall Nachwuchsspieler und davon auch einige gute. “Talente gibt es ein paar, aber die brauchen noch etwas Zeit,” ist sich Schnaderbeck sicher. “Wenn die nächste Saison besser ist, bekommen vielleicht auch wieder mehr junge Spieler die Chance auf Einsatzzeiten in der Bundesliga,” fügt Rosenberger an. Zumindest in der Vorbereitung dürfen auch noch weitere Amateurspieler ran: Erman Bevab und Felix Schmied etwa durften sich im Testspiel gegen Inter Baku als Duo in der Innenverteidigung beweisen. In diesem zweiten Testspiel war auch der erst 16-Jährige Sandi Lovric (Jg. 1998) mit dabei.

Beim ersten Test gegen Pirka erzielten Gruber, Rosenberger und Bevab nicht nur Tore, sondern standen im zweiten Durchgang mit weiteren Amateuren am Feld, nämlich mit Philipp Seidl und Lukas Skrivanek, beide Jahrgang 1997 und im Mittelfeld beheimatet. Und gerade dieser Jahrgang 1997 ist es, der in der Vergangenheit vielfach hochgejubelt und als “Jahrhundertjahrgang” bezeichnet wurde. Amateur-Trainer Markus Schopp verwehrt sich aber “von einem tollen 97er-Jahrgang zu sprechen.” Das sei nämlich den anderen Jahrgängen gegenüber nicht gerecht. “Ich sehe Spieler, die nach oben drängen. Es sind viele dabei, die wissen, was es braucht, um Profifußballer zu werden”, fügte er in einem Gespräch mit Sturm12.at hinzu. Und im Test gegen Inter Baku, der ersten Bewährungsprobe in der laufenden Vorbereitung, schien die junge Garde durchaus zu wissen, wie sie auftreten muss, um in Erinnerung zu bleiben und sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.