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Sturmologe

Ob mit Autobus, mit Moped oder Eisenbahn

Naim Sharifi ist der erste Russe im Sturmkader seit Sergey Yuran und Ramiz Mamedov. Marco Djuricin erzielte seinen ersten Hattrick für Sturm und Anel Hadzic ist der erste Teamspieler bei einer WM seit 1998.

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Die Weltmeisterschaft ist vorbei, die neue Saison gestartet. Somit greift auch der Sturmologe wieder zur Tastatur. Die erste Ausgabe der Saison 2014/15 (insgesamt die 143.) befasst sich mit dem Pflichtspielauftakt der Grazer in dieser Saison, dem 4:1-Sieg im ÖFB-Cup gegen den SC Schwaz.

– Beim 4:1-Erfolg gegen den SC Schwaz erzielte Marco Djuricin seinen ersten Hattrick im Sturm-Dress. Im Cup war es zuletzt Rubin Okotie in der Saison 2012/13 gegen den SV Schwechat gelungen, drei Tore zu erzielen.

Christian Gratzei durfte erstmals seit dem 29.03.2014 wieder in einem Pflichtspiel zwischen den Pfosten der Blackys stehen.

– Erstmals seit der legendären Champions League-Saison 2000/01 stand wieder ein Russe in der Startelf von Sturm Graz. Nachdem Ramiz Mamedow und Sergey Yuran (in der Ukraine geboren, diese gehörte 1969 allerdings noch zur Sowjetunion) im europäischen Geschäft groß aufspielten, wurde im Sommer Naim Sharifi verpflichtet, welcher am Freitag erstmalig in einem Pflichtspiel ran durfte.

– Gegen Tiroler Vereine weisen die Blackys traditionell eine durchwachsene Bilanz auf. Gescheitert ist man allerdings immer nur an Vereinen aus der Tiroler Landeshauptstadt. An Wacker Innsbruck scheiterte man 2012/13 1:2, am FC Tirol 1988 mit 1:5, am ursprünglichen FC Wacker Innsbruck von 1923 jeweils mit 2:1 (1982), 0:1 (1977), 2:0 (1976) und 1:3 (1961). 1975 gab es im Cupfinale noch Hin- und Rückspiel, hier verlor man gegen selbigen Verein mit 3:0 im Hinspiel und kam im Rückspiel über ein 2:0 nicht hinaus. Siege gab es dafür gegen WSG Wattens (2009 und 2012 jeweils 0:1), FC Tirol Innsbruck in den Jahren 1997 (0:1) sowie 1995 (2:5) und 1983 gegen Rapid Lienz (0:1 n.V.). Die einzigen beiden Erfolge in Heimspielen, die zum Aufstieg reichten, gelangen 1978 gegen den SV Jenbach (4:0) und 1961 gegen den Innsbrucker AC (4:0). Den SV Hall (0:2, 2001) bzw. die SVG Reichenau (0:5, 1998) konnte man erfolgreich aus dem Cup befördern.

– Die erste Runde des Cups war für Sturm noch selten eine Hürde. Allerdings ist man auch hier schon einige Mal gescheitert, so zum Beispiel 1948 an Vorwärts Steyr (3:2), 1958 am GAK (0:1), 1959 am FC Wien (3:0). In den Jahren 1965 (1:3 gegen Wacker Innsbruck) und 1966 (1:0 gegen Wacker Wien) schied man zwei Mal in Folge in der ersten Runde aus. Auch 1968 fand man in Wacker Wien noch einmal seinen Meister (2:0). 1972 verlor man im Elfmeterschießen gegen den FC Dornbirn (3:2), 1976 setzte es ein bitteres 1:0 auswärts gegen den SV St. Veith und 1994 gab es bei Eintracht Wels nichts zu holen (3:2). Und schließlich gab es in Runde 1 im Jahr 2006 gegen den SC Kalsdorf nichts zu holen (1:0). Die Fans hat diese Reise wahrscheinlich dennoch gefreut: Es gab einen einzigartigen Moped-Corteo.

– Insgesamt hält der SK Sturm nun bei 132 Siegen im Cup, 50 Mal verlor man, 16 Mal stand es nach 90 Minuten noch Unentschieden. Die sehr erfreufliche Tordifferenz beträgt nicht zuletzt aufgrund einiger Kantersiege 470: 247.

– Den höchsten Sieg gab es übrigens bereits im allerersten Cup-Spiel von Sturm. Heimhilfe Wien wurde mit einem 9:0 im Jahr 1935 vom Platz gefegt. Und auch beim ESK Graz gab es auswärts ein hoch erfreuliches 0:9, so geschehen 1982.

– 18 von 19 Mannschaften der Bundesliga und Ersten Liga kamen im Cup-Bewerb weiter. Lediglich Austria Lustenau scheiterte auswärts mit 2:3 am Wiener Sportklub.

© SturmTifo.com
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– Während Sturm bereits im Cup spielte, lief in Brasilien noch die Fußball-WM. Dort war Anel Hadzic der erste Sturmspieler bei einer WM seit dem Jahr 1998 als mit Ivica Vastic (der einen wunderschönen Treffer gegen Chile erzielte), Roman Mählich, Hannes Reinmayr, Markus Schopp und Mario Haas gleich fünf Sturmspieler im WM-Aufgebot der Österreichischen Nationalmannschaft waren. Es war der letzte Auftritt Österreichs bei einer WM. Ivica Vastic war es auch, der als einziger Spieler der damaligen Mannschaft noch einmal zu einem Großereignis durfte. 2008 erzielte er als ältester Spieler bei einer EM (!) einen Treffer durch einen Elfmeter gegen Polen in der Nachspielzeit. Somit ist er auch der einzige Sturm-Spieler (2008 spielte er  beim LASK), der sowohl bei einer Welt- als auch Europameisterschaft mit dabei war.

– Ein einziges Mal konnten die Schwarz-Weißen den Pokal gewinnen, als im selben Jahr die WM stattfand. Als sich Spanien 2010 zum Weltmeister krönte, gewannen die Blackys vor rund 25.000 mitgereisten Fans den ÖFB-Cup.