Sturmologe

Meistertitel statistisch gesehen abzuhaken

Im Zuge des Relaunches hat nun auch der Sturmologe ein neues Design. In der aktuellen Ausgabe behandelt er die schlechte Gegentorstatistik von Christian Gratzei und spricht Sturm bereits jetzt den Meistertitel ab.

© SturmTifo.com
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Der Auftakt der Bundesliga bedeutet auch für den Sturmologen wieder an die Tastatur zu greifen und seine Bundesliga-Statistiken hervorzuholen. Die heutige Ausgabe dreht sich um das erste Saisonspiel von Sturm Graz beim SC Rheindorf Altach, wo man vor 6.187 Zusehern eine 0:1-Niederlage hinnehmen musste.

– Zum vierten Mal in Folge gelang es den Blackys nicht, das Auftaktspiel zu gewinnen. Nach einem 1:1 auswärts bei der SV Ried 2011, einem 0:2 2012 zuhause gegen die Salzburger Bullen, einem weiteren Unentschieden gegen Wacker Innsbruck, gab es am Samstag eine 1:0-Pleite im Ländle. Zuletzt gelang es in der Meistersaison 2010/11 das Auftaktspiel zu gewinnen und zwar mit einem 3:0 in Ried (Imre Szabics erzielte einen Doppelpack). Und auch im Jahr davor gewann man das Saisoneröffnungsspiel nicht (1:2-Niederlage auswärts bei Rapid Wien).

– Nach Verlust des ersten Spieles gelang es Sturm nie danach Meister zu werden. In den drei Meisterjahren 1998, 1999 und 2011 gewann man jeweils das Auftaktspiel und das jedes Mal zu null. Zur Eröffnung des neuen Liebenauer Stadions schoss man den GAK mit 4:0 aus der Hütte, im darauffolgenden Jahr schickte man die Austria mit einem 2:0 nach Hause und 2010 gewann man wie erwähnt in Ried mit 3:0.

– In vierzig Jahren seit Einführung der Bundesliga im heutigen Format hat Sturm bislang in 1381 Spielen 1999 Punkte gesammelt und ist somit hinter Austria Wien und Rapid Wien Dritter in der ewigen Tabelle. Im gestrigen Spiel gelang es nicht, die 2000er-Marke zu knacken.

– Altach-Spieler Felix Roth aus Deutschland erzielte mit dem Traumtor zum 1:0 seine ersten Treffer überhaupt in der höchsten Spielklasse eines Landes.

– Für Kapitän Michael Madl begann die heurige Saison genauso, wie die alte aufhörte: mit einer gelben Karte.

– Sturm hatte insgesamt 60,9 Prozent Ballbesitz, so viel wie nie in der vergangenen Saison.

Darko Milanic ließ zum ersten Mal, seit er Sturm-Trainer ist, in der Startelf mit Marco Djuricin nur einen Stürmer auflaufen.

– Neon hält wieder Einzug bei den Schwarz-Weißen. Nachdem man in der Cup-Sieger-Saison 2009/10 in türkisen Dressen auflief, konnte man die Blackys am Samstag in neongelb bewundern.

– Neuzugang Tomislav Barbaric lieferte bei seinem Bundesliga-Debüt gleich eine satte Passquote von 92,3 % ab und das bei 52 Zuspielen. Insgesamt lag die Passquote bei Sturm mit 77,31 % angekommenen Pässen sehr hoch. Die schlechteste Quote hatte Djuricin mit 62,5 Prozent.

Harald Lechner und Sturm Graz, das funktioniert nicht. In 13 Partien, die Lechner bislang leitete, ging Sturm nur zwei Mal als Sieger vom Platz, fünf Mal gab es eine Niederlage, sechs Mal ein Remis. Übrigens ist Sturm auch jene Mannschaft, bei der Lechner bislang am häufigsten eingesetzt wurde.

– Pechvogel Christian Gratzei: In seinen letzten 48 Bundesliga-Partien musste der Sturm-Keeper in 37 Spielen zumindest einmal den Ball aus dem Tor holen.

– Gratzei war auch der einzige Spieler im Sturm- Kader, der bereits über 30 Jahre alt ist. Insgesamt war die eingesetzte Sturm-Mannschaft 24,3 Jahre alt.