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Sturmologe

Verkehrte Welt in Kärnten

Der amtierende Meister und der WAC stellen die Liga auf den Kopf. Marco Djuricin ist bereits jetzt so gut wie in der Vorsaison. Und Sturm setzt seine Torserie in Heimspielen fort. Die neuste Ausgabe des Sturmologen:

Der Kärnten-Express ist auch weiterhin nicht zu stoppen. Zum 103. Jahrestag der Entführung der Mona Lisa aus dem Louvre, unternahm auch der WAC einen Entführungsversuch, der schlussendlich glückte: Nachdem die Kärntner 1:0 in Rückstand geraten waren, drehten sie die Partie glücklich in ein 1:2 um und entführten drei Punkte aus Graz-Liebenau. Der Sturmologe hat den Spielern auch dieses Mal wieder auf die Füße geschaut und liefert wie immer seine Statistiken.

– 9.290 Besucher und somit um 61 Fans mehr als im letzten Heimspiel (1:1 gegen Austria Wien) wollten die Begegnung zwischen Sturm Graz und dem WAC sehen. Als prominentester Gast war gewiss Jahrhunderttrainer Ivica Osim unter den Massen auszumachen.

– Unglaublich aber wahr: Der SK Sturm lag in den letzten beiden Jahren – also seit dem Aufstieg der Wolfsberger in die Bundesliga – in der Endtabelle immer vor dem WAC. Nun liegt man bereits nach sechs Runden 13 Punkte hinter den Kärntnern.

– Auch die Bilanz gegen den WAC liest sich weiterhin negativ. In bislang neun Aufeinandertreffen in der Bundesliga gelangen den Blackys lediglich drei Siege, bei fünf Niederlagen und einem Remis.

– Zum zweiten Mal in Folge verloren die Grazer zu Hause gegen die Kärntner, erzielten dabei allerdings jeweils einen Treffer.

– Der WAC und die Salzburger Bullen haben zusammen 36 Punkte am Konto und somit mehr als die Mannschaften auf den Tabellenplätzen fünf bis zehn. Rapid Wien, Sturm Graz, SV Ried, Austria Wien, Admira Wacker und SC Wiener Neustadt kommen zusammen gerade einmal auf 30 Zähler.

– 14 Mal in Serie erzielten die Blackys in Heimspielen zumindest ein Tor.

– In den letzten drei Heimspielen trafen die Schwarz-Weißen jeweils zwischen Minute 51 und 60 in das gegnerische Tor.

Marco Djuricin erzielte bewerbsübergreifend sein siebentes Saisontor und hält nun bereits bei gleich vielen Treffern wie zu Ende der Vorsaison. Benötigte er im vergangenen Bundesliga-Durchgang dazu 23 Spiele, waren es in der Saison 2014/15 lediglich sieben Partien. Djuricin trifft durchschnittlich also in jeder Partie ein Mal.

– Zum dritten Mal in dieser Bundesliga-Saison ging der SK Sturm in Führung und musste danach den Ausgleich hinnehmen. Nur einmal gelang es danach noch zu gewinnen (4:2 gegen Wiener Neustadt). Zwei Mal gab es eine 1:2-Niederlage. Auch in Grödig war man in Führung gegangen und streifte in den letzten Minuten noch zwei Gegentore ein.

– 76,8% Passquote spricht allerdings wiederum für die Blackys. Kapitän Michael Madl gelangen mit insgesamt 47 erfolgreichen Zuspielen als bester Sturmspieler 87,2% an den Mann zu bringen.

– Auch die Zweikampfstatistik ist zugunsten der Grazer ausgefallen. 54,5% gewannen die Schwarz-Weißen. Und auch in punkto Ballbesitz hatte Sturm die Nase vorne, hier halten die Grazer ebenso bei 54,5%.

– An das letzte Auswärtsspiel in Salzburg haben die Blackys noch sehr gute Erinnerungen. Nach 4.287 Tagen gelang es, den Auswärtsfluch in der Mozartstadt zu beenden und endlich einen Sieg einzufahren. Die Torschützen für Sturm: Marco Djuricin und Florian Kainz.

– Andererseits haben die Blackys in dieser Liga-Saison noch kein Auswärtsspiel gewonnen. In drei Partien gelang es den Grazern bislang nur einen Punkt zu holen, und den beim angeschlagenen Vize-Meister Rapid Wien.