Benedikt Pliquett
© Sturm12.at (DB)

Mediabriefing

"Wir müssen positiv an die Sache rangehen"

Das erste Bundesligaviertel geht am morgigen Samstag zu Ende. Sturm Graz fährt nach Oberösterreich zum Tabellenschlusslicht. Negativbotschaft aus der Personalabteilung: Martin Klug hat sich beim Training sein Wadenbein gebrochen.

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Die Medien sollen wieder gebrieft werden. Zu diesem Zwecke begibt sich Cheftrainer Darko Milanic in den Medienraum der Geschäftsstelle Messendorf. Ihm folgt ein großer, fesch gekämmter und ordentlich angezogener Herr mit Pullover und Polokragen. Er bückt sich leicht, um durch den Türrahmen zu passen: Benedikt Pliquett. Sie nehmen am Tisch Platz. Pressesprecher Alexander Fasching ist am Wort und nimmt eine Hiobsbotschaft und schlechte Nachricht aus der Personalabteilung vorweg: Tormanntrainer Martin Klug verletzte sich im Laufe dieser Woche und brach sich sein Wadenbein. Roland Goriupp übernimmt daher interimistisch das Torwarttraining.

Ansonsten sind mit Josip Tadic, Marc Andre Schmerböck, Naim Sharifi, Benjamin Rosenberger und Andreas Pfingstner fünf Spieler verletzungsbedingt morgen kein Thema. David Schnaderbeck und Aleksandar Todorovski erkrankten unter der Woche, trainierten aber heute wieder mit und sind einsatzfähig. Lukas Spendlhofer hatte laut Trainer Milanic Probleme mit dem Oberschenkel, Marko Stankovic plagte nach wie vor seine Zehe – aber auch diese beiden sollten morgen wieder einsatzbereit sein.

Bei allen bisherigen Spielen haben sie mit einer bestimmten Strategie gespielt“, stellt Darko Milanic fest, wenn er nach dem morgigen Gegner, der SV Ried, gefragt wird. Fraglich sei laut ihm nur, wie die Oberösterreicher morgen agieren, nachdem sie auf dem letzten Platz stehen. Sturm sei aber auf den Gegner eingestellt.

Die Rieder Offensive wird vom Slowenen gelobt. “Dort sehe ich Gefahr“, stellt Milanic fest, weiß aber zugleich genau, dass gerade eine offensive Spielweise des Gegners den Grazern zugute kommen kann. So gesehen in Wals-Siezenheim.

Wir wollten von Darko Milanic wissen, wieso er beim letzten Spiel gegen die Admira ab Minute 60 auf sein altbewährtes System mit zwei Stürmern umstellte. Welche Überlegung steckte dahinter? Milanic antwortet: Der Plan war, über die Seiten zu spielen.

Bis jetzt war es oft so, dass wir nach einem schlechten Spiel ein Signal abgegeben haben.” Genau das will der Slowene erneut sehen. Benedikt Pliquett nickt kämpferisch und motiviert, als sein Trainer diese Worte von sich gibt.

Pliquett selbst sagt, dass es vielleicht notwendig ist, nach einem Sieg wie gegen Red Bull Salzburg im Training noch eine Spur mehr zu arbeiten, um sich selbst zu kontrollieren und um nicht hängenzubleiben. Sturm sein in der Lage, sich nach einer Siegesserie in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen – davon ist der Hamburger überzeugt.

Alle Elf würden positiv an die Sache rangehen müssen und sich füreinander einsetzen – auch verbal.

Eines erklärt Benedikt Pliquett außerdem: Die Konzentration muss, genau so wie der Glaube an den eigenen Erfolg, ständig hochgehalten werden. Man hatte gegen die Admira in Minute 88 eine Chance – “und dann kannst du ja noch etwas völlig Irres schaffen“.

Der Fußballprofi weiß aber auch: Es werden auch Spiele verloren werden, in denen Sturm überragend war. Wenn die Leistung und Einsatz passen, so meint Pliquett, dann können Fans und Trainer aber damit leben.