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Foda im Radio

"Habe sehr viele Angebote abgelehnt"

Franco Foda war heute bei Antenne Steiermark zu Gast. Der Sturm-Trainer sprach dabei über ausgeschlagene Angebote, seine einjährige Weiterbildung und bediente nicht nur einmal die “Alles ist möglich”-Floskel. Es wird wieder von der Champions League gesprochen in Fußball-Graz.

foda Der neue alte Sturm-Trainer Franco Foda habe im vergangenen Jahr, in dem er ohne Trainerposten gewesen war, viele Angebote ausgeschlagen. Das verkündete der Mainzer am Dienstag als er bei Antenne Steiermark anlässlich des Beginns seiner dritten Trainer-Ära bei den Grazern zu Gast war. “Ich hatte sehr viele Angebote, speziell nach meiner Beurlaubung bei Kaiserslautern. Ich habe sie aber bewusst nicht angenommen, um mich weiterzubilden, um mich weiterzuentwickeln”, erklärte Foda, der nun wieder den nötigen Biss verspürt: „Nach einem Jahr waren wir (Anm.: Foda und Co-Trainer Thomas Kristl) wieder so weit. Wir waren wieder hungrig.“

Scouting in Voraussicht
Neben seinem Engagement als Experte beim TV-Sender sky habe er bei diversen Topklubs, etwa bei Borussia Dortmund oder Mönchengladbach, hospitiert. Zudem hätten Foda und Thomas Kristl viele Spiele in der ersten und zweiten deutschen Bundesliga sowie im österreichischen Oberhaus angesehen, um verschiedene Spielsysteme zu beobachten und Spieler für eventuelle zukünftige Aufgaben zu scouten.

Während der derzeitigen Länderspielpause will Foda die Zeit mit vielen Trainingseinheiten nutzen, um die Mannschaft “so schnell wie möglich auf ein gutes Level bringen.” Auf eine Publikums-Facebook-Frage, ob er zukünftig den Nachwuchs vermehrt einsetzen wolle, antworte Foda: „Das war bei Sturm in den letzten Jahren immer der Fall. Wir haben Gruber, Lovric, Schnaderbeck, Rosenberger, um nur einige zu nennen. Wenn sie sich im Training gut präsentieren, werden sie auch ihre Chancen bekommen.“ Angesprochen auf den gemeinsamen Kreis auf der Mittelauflage nach dem 1:0-Sieg über Grödig meinte Foda, dass so etwas “auch einmal dazu” gehöre. Der laut einer Hörerin “fescheste Trainer der Liga”  – Foda: “auch darüber gibt es zwei Meinungen” – habe die Mannschaft kurz zusammengetrommelt, um ihr zu sagen, dass “sie in der zweiten Halbzeit ein sehr gutes Spiel abgeliefert” hätte. Und dass “die Einstellung, die Mentalität gepasst” hätte. Zudem stellte der 48-Jährige noch einmal klar, dass der Eckentrick, der zum Siegtor führte, nicht von ihm stammte: “Die Ausführung war eine Eigeninitiative von den Spielern. Aber auch das ist schön.”.

foda-schichtbeginnDer Mann mit den Zielen
Vor zwei Jahren hatte Foda gemeint, dass er mit Sturm nur ein Ziel nicht erreicht hätte und dass dies einmal nachzuholen wäre: Die Champions League. “Das ist noch eine Herausforderung für mich”, meinte der Deutsche und versuchte erst gar nicht die Erwartungshaltung niedrig zu halten – im Gegenteil: “Wir haben schon bewiesen, dass wir als eine Mannschaft mit kleinerem Budget Mannschaften wie Salzburg ärgern können und Meister werden können.” Man wolle sich heuer für die internationalen Plätze qualifizieren und sich in der Transferperiode sinnvoll verstärken.

Es gehe jetzt auch darum, die Zuschauer wieder ins Stadion zu bringen. Dabei will Foda den Spagat zwischen ansehnlichem Fußball und positiven Resultate schaffen. Aber das wollen wahrscheinlich alle. “Im Fußball zählen zwei Dinge: Dass man gut Fußball spielt und Ergebnisse bringt.” Die Erwartungshaltung in Graz, die aufgrund vergangener Jahre “natürlich groß” sei, will Foda befriedigen: “Ich bin überzeugt von der Mannschaft, von der neuen Struktur und dass wir in den nächsten zwei, drei Jahren dann wieder sehr erfolgreich spielen können.”