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Mediabriefing

"Bei uns gibt es keine Nummer zwei"

Nach einer Woche nationalmannschaftsbedingter Pause, versammelte sich am heutige Freitag wieder eine kleine Auswahl interessierter Journalisten in Messendorf. Souverän wie eh und je stand Trainer Franco Foda, diesmal begleitet von Lukas Spendlhofer, den anwesenden Medienvertretern Rede und Antwort. Zentrale Themen: die Personalsituation und mögliche Alternativen in der Startformation – auch auf der Tormannposition.

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Freitag, der 17. Oktober 2014. Es ist 14 Uhr. Die Sonne scheint auf die verlassenen Trainingsplätze. Während im Grazer Zentrum der Freitagnachmittagsverkehr einsetzt, ist in Messendorf wenig los. In der Kantine genießen vereinzelte Besucher ein spätes Mittagessen. Auch Franco Foda ist von der Ruhe überrascht und kommentiert die Situation beim Eintreten in den Medienraum mit: “Es war schon mal mehr los hier”, um anschließend lächelnd zu fragen, ob denn die ganze Euphorie und das öffentliche Interesse nach seiner Präsentation schon wieder verflogen sei. Mitnichten – die anwesenden Journalisten sind fragewütig wie selten zuvor.

Als ersten Programmpunkt gibt Pressesprecher Alexander Fasching wie immer die aktuelle Personalsituation vor. Einiges habe sich laut ihm in der Länderspielpause getan. Trainer Franco Foda erläutert genauer und gibt Auskunft zu den gesundheitlichen Entwicklungen seiner Spieler. Zwei Stammkräfte fallen zusätzlich für das kommende Spiel aus.

Enges Programm: Umschaltspiel, Angriffsverhalten, Defensivstrategie und das Verhalten nach einem Ballverlust beziehungsweise Ballgewinn trainierte der gebürtige Deutsche in der Länderspielpause mit seiner Mannschaft. War auch ein besseres Kennenlernen der Mannschaft ein Ziel?

“Wiener Neustadt ist besser als es der Tabellenplatz zeigt”, ist sich Foda sicher. Im Moment liegt der kommende Gegner der Grazer am letzten Tabellenplatz. Seit der siebten Runde konnten die Niederösterreicher nicht mehr gewinnen.

Eine der zwei Sperren trifft mit dem Kapitän Michael Madl einen Grazer Führungsspieler. Drei Alternativen auf der Position des Innenverteidigers nennt der Trainer der Grazer als mögliche Alternativen und spricht allen sein Vertrauen aus.

Auf einen konkreten Ersatz will sich Foda noch nicht festlegen. In den zwei Trainingseinheiten bis zum Spiel am Sonntag wird der Wahlgrazer sowohl Tomislav Barbaric als auch Anel Hadzic und Aleksandar Todorovski besonders auf die Füße schauen.

Auch im Mittelfeld muss Franco Foda umstellen. Der Trainer der Grazer hat im Zentrum einige Varianten für den erkrankten Daniel Offenbacher im Kopf und spricht seiner gesamten Mannschaft ein Lob aus.

Angesprochen auf die “richtig schweren Spiele”, die mit Rapid und Salzburg erst nach dem Spiel in Wiener Neustadt auf die Grazer warten, erklärt Foda den versammelten Journalisten, dass es in der Liga keine leichten Gegner gebe. Nebenher gibt der Trainer der Blackys gleich seinen Tipp für den Meister der laufenden Saison ab.

Viele Steirer stehen momentan bei den Niederösterreichern unter Vertrag. Mit einigen hat der zurückgekehrte Trainer schon in seinen vergangenen Amtszeiten zusammengearbeitet. Leichter wird das Spiel am Wochenende deshalb nicht.

Erwartungen werden nicht immer erfüllt. Trotzdem hat Foda ein grobes Bild vom möglichen Spielstil der Wiener Neustädter im Kopf und auch davon wie seine Blackys in das Spiel gehen sollen.

Es kann nur ein Tormann von Beginn an spielen – auch wenn sich beide empfohlen haben. Foda nennt den Spieler, der am Sonntag den Grazer Kasten hütet, nicht beim Namen, einiges scheint aber auf Christian Gratzei hinzudeuten.

Taisuke Akiyoshi und Josip Tadic wussten im Testspiel gegen NK Lokomotiva Zagreb zu überzeugen. Einer der beiden hat aus Sicht des Trainers noch einen kleinen Nachholbedarf.

Gegen Wiener Neustadt fällt mit Michael Madl Lukas Spendlhofers Stammpartner in der Innenverteidigung aus. Ein großes Problem ortet der Blacky nicht, beschreibt den Ausfall seines Mitspielers aber als schade.

In einem Interview zeigte sich Herbert Rauter für das kommende Spiel gegen die Grazer besonders motiviert. Gratzei ein Tor zu schießen, sei sein persönliches Ziel. Spendlhofer will sich in das Duell nicht einmischen, will aber versuchen dem Grazer Keeper einen ruhigen Tag zu bescheren.

Sicherheit und Leistung sind für den Innenverteidiger eng miteinander verbunden. In Graz hat der Leihspieler bis jetzt gute Leistungen gezeigt. Bist du richtig durchgestartet, Lukas?

Spendlhofer beschreibt sich selbst als Menschen, der von Tag zu Tag lebt. An eine Vertragsverlängerung in Graz hat der 21-Jährige demnach noch nicht gedacht.

Am Ende noch eine erfreuliche Information: 11.000 Karten sind für das Spiel gegen Rapid Wien in einer Woche bereits verkauft. Die Grazer dürfen seit längerer Zeit wieder auf ein ausverkauftes Spiel im Liebenauer Stadion hoffen.