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Mediabriefing

"Wir wollen in naher Zukunft attraktiv spielen"

Ein optimistischer Franco Foda blickt einer richtungsweisenden Wiener Woche entgegen. Seinen Matchplan für den Schlager gegen Rapid Wien hat der Deutsche schon im Kopf. Zudem erklärt er, wie und mit welcher Philosophie das gelingen soll und warum Martin Ehrenreich die Nase vorne hat.

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„Schönen guten Tag, die Herrschaften“, tönt es laut vom Eingang des Presseraumes im Trainingszentrum Messendorf. Franco Foda ist da, und das lässt er alle wissen. Neben ihm nimmt wenig später Marko Stankovic am Podium Platz. Wüsste man nicht, wie Stankovic aussieht, man hätte seine ruhige Ankunft fast verpasst. Franco Foda wurde zurück geholt, um den Erfolg zurück zu holen. Er will mit Sturm Graz wieder eine Heimmacht werden, das betonte der Deutsche seit seiner Rückholaktion gebetsmühlenartig – auch heute. Er hoffe auf einen Sieg morgen im Schlager gegen Rapid Wien„Ich habe Vertrauen in die Mannschaft“, erklärt er. Foda strahlt Siegessicherheit aus und geht voraus, denn er weiß, damit geht vieles leichter. Merkte man seinem Vorgänger Darko Milanic am Ende den Siegesdruck bei jeder Pressekonferenz deutlich an, so gibt sich der Deutsche (noch) gelassen. Franco Foda ist gut gelaunt, er lacht zwar, wie Darko Milanic, nicht oft, aber er schmunzelt. Es ist das verschmitzte Lächeln eines Mannes, der weiß, welchen Bonus sich die Mannschaft und er selbst mit einer positiven englischen Woche für den weiteren Saisonverlauf holen könnte.

“Ich habe klare Gedanken, wie wir morgen auflaufen und spielen wollen“, lässt Franco Foda im Mediabriefing die  anwesenden Journalisten wissen. Von Stürmer Josip Tadic hält der Mainzer viel, das lässt er durchblicken, doch der lange Zeit verletzt gewesene Kroate ist noch nicht auf 100 Prozent. Eine Vertretung des unumstrittenen, jedoch gelbgesperrten Marco Djuricin von Beginn an, wäre eine Überraschung. Aber vielleicht läuft es gerade darauf hinaus: Überraschung. Tadic, Daniel Beichler, Marko Stankovic, oder Andreas Gruber, sie alle könnten laut dem Trainer morgen an vorderster Front auflaufen. Gewiss ist hingegen die Aufstellung von Martin Ehrenreich. Der Rechtsverteidiger, der zeitgleich mit Foda sein Comeback gefeiert hatte, hat den Trainer überzeugt. Während Marko Stankovic erklärt, warum ein Auftritt wie in der ersten Hälfte gegen Wiener Neustadt, böse ins Auge gehen könnte, spricht Foda über seine Spielphilosophie und über Rapid Wien.

Zu allererst erklärt der Trainer die Personalsituation:

Ob die Langzeitverletzten Naim Sharifi und Andreas Pfingstner schon so lange fehlen, dass sie gar nicht mehr als verletzt gelten, und der wegen einer Knieoperation länger fehlende Marc Schmerböck nicht als Teil des Kampfmannschaftkaders sieht, weiß man nicht. Die Mannschaft verstünde immer mehr, was der Deutsche von ihr will. “Es wird aber immer noch Zeit benötigen”, stellt ein “insgesamt schon zufriedener” Franco Foda klar.

Rapid hätte eine qualitativ gute Mannschaft. “Aber wir spielen zuhause”, sagt Foda und erklärt, welches Gesicht er sich von seiner Mannschaft wünscht.

Volle Attacke morgen von Sturm?“, fragt ein Journalistenkollege. Diesen Gefallen dürfte ihm die Mannschaft eher nicht tun. Foda geht aber von vielen Toren aus.

Sturm hätte “noch Möglichkeiten” im Angriff, erläutert Foda. Er wisse auch schon wer, verraten will er es nicht.

Seinen fixen Stammplatz dürfte Martin Ehrenreich haben. Foda zeigte sich mit den Leistungen des Rechtsverteidigers zufrieden. Immerhin habe man zwei Mal zu Null gespielt – das spräche auch für den wiedergenesenen Verteidiger.

“Ich stelle nicht nach Namen auf”, erklärt Foda im Zusammenhang mit Martin Ehrenreich erneut. Dabei ist Ehrenreich ein wirklich schöner Name.

Bereits am Mittwoch geht es im ÖFB-Cup wieder gegen Rapid Wien. Richtet man bei so einem Doppel sein Training noch spezifischer auf den Gegner aus, Herr Foda?

Die Schwäche von Rapid wollte Foda übrigens nicht verraten, dafür umso mehr über die Stärken der Wiener.

Foda will sich bis zum Winter die Spieler im Kader genau ansehen. Es folgt ein Satz, der junge sowie japanische Herzen höher schlagen lässt: “Jeder hat eine Möglichkeit sich zu zeigen und zu beweisen.

Was würden Sie als die wesentlichsten Unterscheide in Ihrem Spiel im Vergleich zu Ihrem Vorgänger festmachen?“, wollen wir von Franco Foda wissen. Der Deutsche antwortet erst kryptisch, ein Vergleich sei nicht zielführend, jeder Trainer wünsche sich eine Mannschaft, die gut und erfolgreich spielt. Am Ende jedoch sagt er folgendes:

Marco Stankovic, der morgen in sein 20. Duell mit Rapid Wien geht, erklärt, warum ein Start wie gegen Wiener Neustadt nicht passieren darf.

Mit seinen Leistungen seit der Rückkehr ist Marko Stankovic nicht ganz zufrieden. Die Zehenverletzung hätte er jetzt aber vollständig auskuriert.