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Mediabriefing

"Diese Wortwahl wollen wir nicht akzeptieren"

Englische Woche in Österreich. Morgen wird im Ernst-Happel-Stadion das Cup-Achtelfinale ausgetragen, in dem sich Sturm Graz und Rapid Wien um ein Weiterkommen duellieren. Im heutigen Mediabriefing war jedoch nicht nur die morgige Begegnung, sondern auch jene vom letzten Samstag ein Thema.

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© Sturm12.at (LM)

Platz genommen. Sturm Graz muss morgen nach Wien, Anlass ist das Cup-Achtelfinale gegen Rapid Wien. Aus diesem Grunde wurde für den heutigen Dienstag ein Mediabriefing anberaumt. Dort sitzt ein Franco Foda, der morgen erfolgshungrige Sturmspieler sehen will. Und da sitzt Simon Piesinger, der hörbar erfreut ist, dass Sturms Rückennummer 9 morgen wieder am Feld stehen darf.

Bevor jedoch über die morgige Partie gefachsimpelt wird, ist die Begegnung vom vergangenen Samstag Thema – genauer die Vorkommnisse auf den Tribünen. Pressesprecher Alexander Fasching äußert sich zu den diskriminierenden Gesängen und zum Schweinekopf, der in der Fankurve untergekommen ist. “Diese Wortwahl können und wollen wir nicht akzeptieren“, lautet seine schnelle Stellungnahme zu den Gesängen. Weiters wisse man bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht, wie der Schweinekopf in das Stadion gelangen konnte. Nach dem Mediabriefing konkretisierte Fasching gegenüber Sturm12.at, dass Security-Mitglieder den Schweinekopf am Stadionvorplatz entdeckt hätten, dort die Abnahme aus rechtlichen Gründen jedoch untersagt sei. Wer den Tierkadaver in die Nordkurve transportierte, und wie dies gelang, wird momentan ausgewertet, so Fasching.

Zum Sportlichen: Personell habe sich nicht viel getan, erläutert Fasching in seiner allwöchentlichen Einstiegsfrage zur Personalsituation. Nur ein Spieler sei fraglich. Trainer Franco Foda erklärt, welcher Blacky sich im Spiel am Wochenende eine Rippenprellung zugezogen hat:

Das kommende Cupspiel gegen Rapid Wien wird das 300. Pflichtspiel von Franco Foda an der Seitenlinie als Trainer von Sturm Graz sein. Die Frage, ob sich Foda noch an sein erstes Spiel erinnern kann, beantwortet der 45-Jährige nach kurzem Überlegen:

Ein erneuter Blick in die Vergangenheit nimmt Fodas erstes Cupspiel als Coach von Sturm Graz ins Visier. Kann der damalige 3:0-Sieg ein gutes Omen für das Spiel in Wien sein?

Bei zwei wichtigen Spielen binnen kürzester Zeit werden meist schon beim ersten Aufeinandertreffen die Taktik-Karten auf den Tisch gelegt. Drei Tage hatten die Trainer Zeit, um ihre Mannschaft speziell für das Cupspiel vorzubereiten. Foda erklärt, dass bei seinem Team vor allem die Analyse und leichte Trainingseinheiten im Vordergrund standen:

Gleiche Mannschaften, gleiche Trainer, anderer Bewerb und anderes Heimrecht: Diesmal findet das Spiel in Wien statt. Ob der Umstand, dass Rapid das Spiel machen muss für die Grazer von Vorteil sein kann, beantwortet der Trainer folgendermaßen:

In der Tabelle liegt Sturm im Mittelfeld. Als schnellstmöglicher Weg nach Europa ist der Cup bekannt. Folglich müsste ein Weiterkommen in diesem Bewerb in der Situation der Grazer von besonderem Interesse sein:

Die Grazer Lebensversicherung Marco Djuricin hat das Bundesligaspiel gegen die Wiener verpasst. Für Franco Foda war sein Fehlen nicht ausschlaggebend für die kassierte Niederlage. Trotzdem zeigt er sich froh, dass der Stürmer im Cup wieder einsatzbereit ist:

Rotationen sind im Cup gang und gäbe – besonders auf der Position des Tormanns. Gibt es dazu Pläne?

Seit dem letzten Spiel ist zwar nicht viel Zeit vergangen, trotzdem konnten sich einige Spieler im Training empfehlen:

Viel Ballbesitz, eine gute Passquote, aber nur 40 Prozent gewonnen Zweikämpfe – die Statistik zum Match gegen Rapid am vergangenen Wochenende ist positiv, hakt aber an einer Stelle. Foda ist der Meinung, dass vor allem die wichtigen Zweikämpfe zugunsten der Grün-Weißen ausgegangen sind. Dies gilt es zu ändern:

Die Mannschaft habe am vergangenen Samstag Rapid ihr Spiel aufgezwungen, so Simon Piesinger. Das könne man in das morgige Cup-Duell mitnehmen. Das Verhalten in der Defensive, insbesondere bei Standards, müsse jedoch besser werden:

Viele Chance werden es nicht sein, die Sturm morgen vorfinden wird, meint Piesinger. Dementsprechend froh ist der gebürtige Linzer, dass Marco Djuricin morgen wieder mitspielen darf: