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Sturmologe

Der Schick-Express

Thorsten Schick hat es eilig wie einst Jakob Jantscher. Beim SV Mattersburg wiederum geht man es nicht so rasch an, gegen Sturm zu treffen. Das wiederum hat mit Daniel Offenbacher zu tun. Dessen Name wiederum steht i Verbindung zu Mehrdad Minavand und Peter Hlinka. Nachzulesen im neuen Sturmologen.

Wie immer präsentiert der Sturmologe seine Statistiken zu Sturm Graz und der Bundesliga auf Sturm12.at. Dieses Mal dreht sich alles um den souveränen 2:0-Erfolg gegen den WAC.

– Einen Treffer wie jenen von Daniel Offenbacher gab es wohl in der Sturm-Historie noch nie. Der Sturm-Mittelfeldmann traf aus sage und schreibe 62 Metern in das Tor von Alexander Kofler.

– Besondere Weitschusstore gelangen aber auch in der Vergangenheit bereits. Der berühmte iranische Import Mehrdad Minavand erzielte in 97 Spielen für Sturm lediglich zwei Treffer für die Blackys – einen davon aber aus gut 40 Metern. Beim 5:0 gegen die SV Ried im Halbfinale des ÖFB-Cup der Saison 1998/99 ließ er Tormann Ronald Unger mit einem Weitschuss aus dem Mittelfeld keine Chance. Noch in der selben Saison kassierten die Schwarz-Weißen aber selbst einen Gegentreffer aus dieser Distanz. Beim 5:2-Erfolg gegen Austria Lustenau bezwang Lustenau-Spieler Ivan Kristo Sturm-Tormann Kazimierz Sidorczuk ebenfalls mit einem Weitschuss aus dem Mittelfeld. Und auch Peter Hlinka gelang dieses Kunststück einmal. Als Spieler von Rapid Wien schoss er  im Jahr 2006 vom Mittelfeld aus direkt ins Gehäuse vom zu weit vor dem Tor stehenden Sturm-Keeper Gregorz Szamotulski.

– Kurios ist, wie weit beide Treffer der Grazer auseinander liegen. Thorsten Schick traf nach nur zwei Minuten, Daniel Offenbacher in Minute 90, womit zwischen beiden Toren 88 Minuten torlos verliefen. In der jüngeren Vergangenheit gab es ein weiteres Sturm-Spiel, in dem zwei Treffer so weit auseinander lagen. Im Oktober 2011 brachte Ilco Naumoski den SV Mattersburg gegen Sturm bereits nach einer Minute in Führung, ehe die beiden weiteren Treffer der Burgenländer erst beide in der Nachspielzeit fielen. Zwischenzeitlich hatten die Grazer das Spiel in ein 3:1 gedreht, mussten allerdings nach einem hart umkämpften 3:3 nur mit einem Punkt nach Hause fahren.

– Daniel Offenbacher erzielte seinen dritten Saisontreffer und den ersten Auswärtstreffer im Durchgang 2014/15. Und auch Thorsten Schick erzielte seinen dritten Saisontreffer.

– Zugleich ist Schicks 1:0 der am schnellsten erzielte Treffer in dieser Saison. Im Schnitt erzielen die Schwarz-Weißen 16% ihrer Bundesliga-Treffer vor Minute 15.

– Der Treffer zur 1:0-Führung ist auch das schnellste Sturm-Tor seit einem Treffer von Jakob Jantscher im Frühjahr 2009 gegen Austria Wien. Er hatte die Blackys damals bereits nach einer Minute in Führung gebracht. Der Endstand lautete dennoch 2:2. Schneller war nur einer: Mario Haas brachte seinen SK Sturm beim legendären 5:1-Erfolg gegen Rapid Wien bereits nach 17 Sekunden mit seiner ersten Ballberührung in Führung.

– Dem erst diese Saison verpflichteten Schick gelang es bereits zwei Mal in einer Hälfte innerhalb von zwei Minuten nach Anpfiff zu treffen. Gegen Rapid besorgte er das zwischenzeitliche 1:2 gleich nach Wiederbeginn in Halbzeit zwei.

– Stets gute Erinnerungen hatte man bei Sturm an das Wörthersee-Stadion in Klagenfurt. 2010 gewann man dort das Cup-Finale gegen den SC Wiener Neustadt, gegen Ex-Bundesliga-Klub Austria Kärnten verlor man in sechs Aufeinandertreffen nur eine Partie. Und auch der WAC kam in der Saison 2012/13 in der Arena nicht über ein 1:1 gegen die Steirer hinaus. Außerdem legte der SK Sturm 2011/12 in Klagenfurt den Grundstein zum Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League, indem man den FC Videoton durch Tore von Imre Szabics und Roman Kienast mit 2:0 bezwang. Das Rückspiel in Szekesfehervar endete mit 3:2 für die Ungarn, am Ende stand dennoch Sturm in der Gruppenphase.

– Der einsame Spitzenreiter: Anel Hadzic ist der Bundesliga-Spieler, der bislang die meisten gelben Karten gesehen hat. Im Spiel gegen den WAC kassierte er bereits zum neunten Mal den gelben Karton und ist somit im nächsten Spiel gesperrt. Mit insgesamt 53 erhaltenen Karten liegt Sturm an Platz zwei der ligaweiten Karten-Wertung.

– Zumindest statistisch gesehen war die Partie ausgeglichen. Zehn Torschüsse des WAC stehen wiederum neun der Blackys gegenüber, der Ballbesitz ging mit 52,9% an die Gastgeber.

– Unausgeglichen bleibt die Bilanz gegen die Wolfsberger. Mit fünf Niederlagen und vier Siegen für die Blackys in zehn Spielen stehen noch immer die Konkurrenten besser da.

– Als nächster Gegner gastiert der amtierende Meister aus Salzburg in der Grazer Landeshauptstadt. Gegen die Bullen konnte der Sportklub Sturm nun bereits fünf Heimspiele en suite nicht gewinnen. Der letzte Sieg datiert vom 23. Oktober 2011. Die Torschützen für die Hausherren lauteten Manuel Weber und Imre Szabics.