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Transferupdate

Bekannte Gesichter in Messendorf

Die Wintertransferzeit naht und in Österreich sind einige heiße Aktien am Markt, die auch für Sturm Graz interessant sein könnten. Was steckt nun aber dahinter? Wir haben recherchiert.

Es ist kein Geheimnis, dass Sturm Graz bereits an der Kaderplanung für die nächste und übernächste Saison arbeitet. So war es schon bei der zuletzt abgehaltenen Mitgliederversammlung aus dem Munde Gerhard Goldbrichs zu vernehmen. Wie aber sieht es mit Wechseln noch in der aktuellen Spielzeit aus? Sturm12.at hat sich umgehört.

Die heißeste Aktie innerhalb der österreichischen Transferszene bildet derzeit gewiss KSV-Stürmer Ronivaldo. Erneut haben wir mit seinem Berater Roman Buresch von RSS Sports gesprochen. Heiß umkämpft sei der Goalgetter derzeit, jeder wolle ihn haben. Mit “jeder” sind Klubs aus der österreichischen Bundesliga und dem Ausland gemeint. “Die Vereine stehen Schlange und wir haben Zeit. Das Ziel ist der Schritt in die erste Liga, egal ob Ausland oder Österreich. Hier wäre die Betreuung allerdings einfacher.” Konkrete Angebote gäbe es aber noch keine, auch nicht von Sturm Graz. Auch Anfrage sei noch keine aus der Steiermark eingelangt. Buresch betont aber auch, dass er sich, wenn der Verein Spielregeln ausgibt, an diese halten werde. Gibt es also doch Geheimverhandlungen? Bei Sturm gibt man sich traditionsgemäß schweigsam. Wie schnell ein eventueller Ronivaldo-Wechsel vonstatten gehen würde, lässt Buresch ebenso offen, schließt einen Wechsel bereits im Winter aber nicht aus.

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Nichts neues gibt es, die Causa Roman Kienast betreffend. Der Ex-Blacky ist nach wie vor Reservist bei der Wiener Austria, möchte unbedingt spielen. Wie zufrieden ist er mit dieser Rolle aber eigentlich? “Wohl fühle ich mich, wenn ich spiele”, gibt er sich durchaus bedenklich, in Wien selbst fühle er sich aber wohl. Die Zeit bei Sturm ist natürlich nicht vergessen. Angebot aus Graz sei bis dato aber noch keines eingetroffen. “Das wäre natürlich schön, aber bis jetzt gibt es keines.“, meint der 30-Jährige, “aber schau ma mal.” Einer, um den sich zwar derzeit keine schwarz-weißen Gerüchte bilden, der aber wieder in Österreich angeheuert hat, wäre wohl trotz eines neuen Vertrages bald zu haben. Die Rede ist vom 32-jährigen Stefan Maierhofer, der beim SC Wiener Neustadt einen neuen Kontrakt unterzeichnet hat und das wohl nur, um möglichst schnell wieder Fuß zu fassen, um sogleich wieder von dannen zu ziehen. Denn der Vertrag liest sich äußerst merkwürdig: Zum einen läuft dieser nur bis ins Frühjahr 2015, zum anderen gibt es bereits für die Wintertransferzeit eine Ausstiegsklausel.

Interessante Personalien gibt es aber nicht nur für die Stürmer-Position anzuführen. Ein Platz im Mittelfeld würde vakant werden, wenn Anel Hadzic den Verein verlässt. Zuletzt wurde ein Wechsel zum FC Parma, vormals AC Parma und im Kreise aller Sturm Fans wohl sehr bekannt, kolportiert. Der SK Sturm selbst gibt dazu aber keine Stellungnahme ab. Im Falle eines Abganges gibt es aber auch hier einen interessanten Namen, der bereits oft genannt wurde: Christoph Leitgeb. Im Gespräch mit Sturm12.at gab er aber an, sich in Salzburg wohl zu fühlen: “Ein bis zwei Jahre werde ich noch in Salzburg spielen.” Solange er aber zu 100 Prozent fit ist, denke er nicht über einen Wechsel nach, meint der Ex-Blacky. Momentan sei er einfach gut in Form, “aber man kann ja nie wissen.”

Einem weiteren Gerücht zufolge soll der SK Sturm an zwei Spielern des SV Grödig interessiert sein. Namentlich soll es sich um Mittelfeldmann Philipp Huspek und Innenverteidiger Matthias Maak handeln. In einem Telefonat mit Sturm12.at äußerte sich Grödigs sportlicher Leiter, Christian Haas, folgendermaßen: “Ich höre von diesem Gerücht zum ersten Mal, beide Spieler haben mir keine Signale gegeben. Ebenso ihre Berater nicht.” Ob an diesem Gerücht wirklich etwas dran ist, werden wohl die kommenden Monate zeigen. Beide Spieler haben in Grödig einen Vertrag bis Sommer 2015, ab diesem Zeitpunkt wären sie ablösefrei zu haben.

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Trainingsgäste bei den Amateuren
Neuigkeiten gibt es auch bei den Sturm Amateuren. Beim Training der Elf von Markus Schopp wurden zuletzt die beiden Trainer-Söhne Marco und Sandro Foda gesichtet, die beide beim SV Wildon unter Vertrag stehen. Will man etwa den Altersschnitt der sehr jungen Mannschaft heben? Immerhin sind die Ex-Sturm-Spieler 22 bzw. 24 Jahre alt. SV Wildon-Obmann Gerhard Kurzmann nimmt den Gerüchten den Wind aus den Segeln: “Wir haben nicht vor die beiden abzugeben. Wir haben bereits mit dem Training der Kampfmannschaft aufgehört und sie werden sich wohl beim SK Sturm fit halten.” Immerhin seien die Brüder Profibetrieb und mehr Trainingseinheiten gewohnt. In diesem Sinne spreche also nichts dagegen. Außerdem hätte es auch keine Anfrage gegeben. Sowohl bei den Amateuren als auch bei der Kampfmannschaft wurden zwei weitere Spieler im Training gesichtet, beide brasilianischer Herkunft. Pressesprecher Alexander Fasching hält aber fest, dass es vom Verein diesbezüglich keine Auskunft gäbe. Sturm12.at hat sich selbst ins Trainingszentrum begeben, um den Gerüchten auf den Grund zu gehen und die Trainingsgäste vom Zaun aus zu beobachten. Beim Mittwoch-Vormittag-Training allerdings war von Brasilianern keine Spur mehr. Franco Foda ließ dieselben Spieler wie immer ihre Übungen absolvieren.

Redaktionelle Mithilfe von Florian Jauk, Tristan Nikischer