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© Sturm12.at

Mediabriefing

"Wir tun uns auswärts nicht leichter"

Am Nikolaustag findet das letzte Heimspiel des SK Sturm im Jahr 2014 statt. Der Gegner ist die SV Ried, das Ziel sind logischerweise drei Punkte. Dreier waren aber gerade in Heimspielen bislang rar. Die Taktik, wie sich das ändern soll, erklärte Franco Foda beim Mediabriefing.

2013 Sturm12.at (KS)
2013 Sturm12.at (KS)

Der Winter hat in Teilen Österreichs bereits heftig Einzug gehalten. In Graz ist es noch nicht so weit, zumindest das letzte Spiel des Jahres im Liebenauer Stadion scheint der Wettergott noch bei guten Bedingungen über die Bühne gehen zu lassen. Das Wetter spielte beim heutigen Mediabriefing deshalb noch keine Rolle, was in Österreich im Dezember schon eine Seltenheit ist. Zu bereden gab es trotzdem genug, zum Beispiel über die neue Formation der SV Ried, die schwache Chancenauswertung von Sturm Graz, Platz eins in der Auswärtstabelle und andere “Luxusprobleme”. Franco Foda und Daniel Offenbacher mussten viele Fragen beantworten und der Chefcoach gab sich dabei gewohnt eloquent und manchmal ausschweifend.

Den Beginn macht, wie bei jedem Mediabriefing, der Trainer mit einem Update in Sachen Personalsituation.

Es folgt eine ausführliche Analyse des Gegners Ried, deren Trainer Oliver Glasner zuletzt eine Systemänderung vollzogen hat.

Die Systemänderung der Rieder ist dann auch Grund für die erste Frage an Franco Foda. Wäre ihm die alte SV Ried, vor der Systemänderung, lieber gewesen?

Es ist das letzte Heimspiel der Saison. Ist das deshalb ein besonderes Spiel für den Trainer? Jein!

Unter dem Vorbehalt, dass das jetzt Jammern auf hohem Niveau sei, fragt einer der anwesenden Journalisten nach dem Problem mit der Chancenverwertung. Gegen die Admira hätte es ja doch deutlich öfter klingeln können. Franco Foda sieht das Problem nicht ganz so schlimm. Für ihn ist ohnehin am wichtigsten, dass die Mannschaft viele Chancen herausspielt.

Es folgt fast gezwungenermaßen die Frage nach der Auswärtsstärke beziehungsweise der Heimschwäche. Foda meint, dass das Zufall ist und die Mannschaft zuletzt auch daheim starke Leistungen gezeigt hat.

Jonatan Soriano sprach kürzlich über den SK Sturm als zweitbeste Mannschaft Österreichs. Jener Grazer Journalist, der beim “Ballon d’Or” wahlberechtigt ist, rechnet ausführlich vor, dass der SK Sturm seit der Übernahme von Franco Foda nicht nur in den Augen des Spaniers, sondern auch mathematisch die Nummer zwei Österreichs ist. Auf die Frage, ob Franco Foda sein Team auch so stark sieht, weiß der Deutsche erst nicht, was er sagen soll.

Simon Piesinger und Andreas Gruber zeigten zuletzt starke Leistungen und drängen ins Team. Für einen Journalisten stellt sich die Frage, wie Foda mit dem sich entwickelnden – Zitat – Luxusproblem umgehen wird. Foda ist erst einmal über das Wort Luxusproblem verwundert und hält dann fest, dass natürlich immer alle seiner Spieler einsatzbereit sein müssen und auch alle um ihren Platz kämpfen müssen.

Dann wird gleich nachgefragt: Wie wird die Aufstellung ausschauen, wenn Anel Hadzic wieder fit ist? An einem fitten Anel Hadzic kommt ein Simon Piesinger im Normalfall nicht vorbei, oder?

Wenn wir schon beim Spekulieren sind: Wird es im Winter Verstärkungen geben? Franco Foda plant erstmal keine Änderungen, aber im Fußball kann es bekanntlich schnell gehen.

Stichwort Zugänge: Wie macht sich eigentlich der Testkandidat aus dem Kamerun? Mit der Antwort erntet Foda einige Lacher

“Sogar das Sturmecho titelt ‘Offi ist ein guter Junge'”, sagt Pressesprecher Alexander Fasching in der Einleitung zur Frage, ob Daniel Offenbacher tatsächlich braver geworden ist oder ob es Zufall ist, dass er nicht mehr der Kartenkaiser der Liga ist.

Danach die übliche Frage nach dem Spiel am Samstag. Daniel Offenbacher meint dazu, dass der Trainer dazu eigentlich schon das wichtigste gesagt hätte.

Es folgt die Frage an den Mittelfeldspieler, wieso es seit dem Trainerwechsel eigentlich besser läuft. Offenbacher hält zunächst einmal fest, dass er “nichts Schlechtes” über Darko Milanic sagen will.

Zuletzt scheint Daniel Offenbacher wesentlich mehr ins Offensivspiel eingebunden zu sein, unter Darko Milanic war er oft noch mit jeder Menge Drecksarbeit beschäftigt.Was hat sich für ihn persönlich geändert? Liegt ihm die foda’sche Spielanlage besser?

Könnte ein Grund vielleicht sein, dass man im Mittelfeld jetzt variabler spielt?

Apropos variabel. Welche Variante, beziehungsweise welchen Partner bevorzugt Daniel Offenbacher im zentralen Mittelfeld?