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Spielvorschau SCR Altach - Sturm Graz

Ein Winternachtstraum?

Ein letztes Mal vor der Winterpause tritt der SK Sturm zur Meisterschaft an. Dabei ist bereits der zweite Tabellenplatz in Reichweite. Für Franco Foda allerdings zählen vorerst nur drei Punkte.

Überwintert der SK Sturm auf Platz zwei und somit auf einem Startplatz für die Champions League-Qualifikation? Diese Frage stellt man sich im Dezember 2014 berechtigterweise. Immerhin hat die Elf seit der Rückkehr von Franco Foda 16 Punkte in acht Spielen geholt. Mit einem Sieg und etwas Mithilfe durch Admira Wacker – diese müsste zuhause gegen den WAC zumindest einen Punkt holen – könnten die Blackys die Kärntner in der Tabelle überholen, so auch die Tordifferenz mitspielt. So viel zu den Rechenspielen. Was erwartet die Schwarz-Weißen aber Samstag-Abend im Ländle? Sturm12.at wirft einen Blick darauf.

Schnabelholz-Stadion, 19. Juli. Es hat gut 35 Grad Celsius und wir schreiben die 68. Spielminute in der Partie SCR Altach gegen Sturm Graz. Felix Roth haut das runde Leder aus gut 25 Metern mit voller Wucht ins Kreuzeck. Spielstand 1:0 – das ist auch der Endstand dieser Partie. In Altach feiert man den ersten Sieg des soeben wiederaufgestiegenen Klubs, es gibt Heurigen und Live-Musik. Darko Milanic fährt mit seiner, noch aus der Vorsaison angeschlagenen Mannschaft, mit gesenktem Kopf nach Hause. 17 Runden später gibt es vor der Neuauflage des Duells eine andere Ausgangsposition. Seit der Foda-Heimkehr hat die Mannschaft noch kein einziges Gegentor in der Fremde erhalten (die Cup-Niederlage bei Rapid ausgenommen), zudem ist das Team mittlerweile sieben Auswärtsspiele in Serie ungeschlagen, Marco Djuricin hat in drei Partien in Folge jeweils einen Treffer erzielt. Seitens der Grazer könnte die Ausgangsposition also besser nicht sein. Aber auch auf der anderen Seite ist man stark aufgestellt. Die Gastgeber haben von bisher neun Heimspielen erst zwei verloren, sind unter anderem über den Meister aus Salzburg (4:1) und Rapid Wien (2:0) hinweggefegt. Zuletzt aber kam man überraschend bei Tabellenschlusslicht SC Wiener Neustadt unter die Räder. Vor der Begegnung am Samstag liegt man allerdings nur einen Punkt hinter den Blackys. Spannender könnte die Konstellation vor 19. Runde also kaum sein.

Kapitän gesperrt
Der wichtigste Mann der Altacher wird am Samstagabend nur auf der Tribüne Platz nehmen. Grund ist, dass sich Kapitän Philipp Netzer im Spiel gegen Wiener Neustadt die fünfte gelbe Karte abgeholt hat. Somit fehlt die Schaltzentrale im zentralen Mittelfeld. Gefährliche Spieler haben die Rheindorfer aber dennoch. Allen voran steht Hannes Aigner, der bislang fünf Tore erzielt und auch acht Treffer vorbereitet hat. Das Sturm-Duo komplettiert Louis Ngwat-Mahop, der erst unlängst gegen den SV Grödig zwei Tore erzielt hat. Zuletzt hat Damir Canadi aber fast immer auf die gleiche Startaufstellung gesetzt, sprich nur wenig rotiert. An der Viererkette mit Ronald Gercaliu, Cesar Ortiz, Jan Zwischenbrugger und Andreas Lienhart wird er wohl wenig rütteln. Sorgen könnte dem SK Sturm aber eher der Schiedsrichter bereiten. Zwar gibt es das Sprichwort, dass man ein Spiel nicht wegen, sondern trotz des Schiedsrichters verliert, allerdings hat man mit Spielleiter Manuel Schüttengruber in der jüngeren Vergangenheit immer wieder negative Erfahrungen gemacht. Von insgesamt 20 Spielen unter seiner Leitung haben die Blackys nur acht gewonnen.

Never change a winning team?
Das mittlerweile eingespielte Innenverteidiger-Duo hat sich mit dem letzten Spiel selbst zerrissen. Auch Lukas Spendlhofer kassierte den fünften gelben Karton, wird in der 19. Runde am Tribünenplatz sitzen. Das gibt wahrscheinlich Tomislav Barbaric wieder die Chance, sich als Innenverteidiger zu empfehlen. Spannender ist aber wohl die Frage, ob Franco Foda sein Team im Mittelfeld umstellen wird. Anel Hadzic ist nach seiner Verletzung wieder spielbereit, auf der anderen Seite steht aber ein zuletzt starker Simon Piesinger, der sich durch eine hohe Zweikampfquote und zwei Tore in den letzten beiden Partien empfohlen hat. Auf links dürfte einmal mehr Andreas Gruber zum Zug kommen, da Daniel Beichler seine Erkrankung immer noch nicht auskuriert hat. Ansonsten dürfte Foda in seinem 4-3-2-1-System wohl keine Veränderungen vornehmen, nachdem er auch zuletzt fast immer annähernd die gleiche Elf auflaufen ließ.

Schafft der Sportklub Sturm im achten Aufeinandertreffen mit den Altachern im Ländle den erst dritten Sieg und kann den Winterschlaf auf Platz zwei überbringen? Eines steht jedenfalls fest: Nachdem dies bereits das zweite Auswärtsspiel dieser Saison in Vorarlberg ist, hat man damit für den Rest der Saison die beschwerlichen Reisen nach Westösterreich abgehakt. “Wir haben ein klares Ziel vor  Augen, wollen drei Punkte mitnehmen”, sagte Franco Foda im Vorfeld der Partie, der erstmals in dieser Spielzeit drei Punkte aus Vorarlberg entführen will. Damit könnte man nach schwierigen Saisonen auch einmal wieder ruhige Weihnachten in Graz verbringen.

Spieldaten
SC Rheindorf Altach– Sturm Graz
Bundesliga, 19. Runde
Samstag, 13. Dezember 2014, 16:00 Uhr – Schnabelholz-Stadion

Wettervorhersage

Schiedsrichter
Manuel Schüttengruber
1. Assistent: Roland Riedel
2. Assistent: Johannes Pummerer
4. Offizieller: Mag. Bernd Hirschbichler

Mögliche Aufstellungen:
SC Rheindorf Altach (4-3-2-1)
Kobras – Gercaliu, Zwischenbrugger, Ortiz, Lienhart – Kovacec, Prokopic, Luxbacher, Roth – Ngwat-Mahop, Aigner

Ersatz
Lukse – Jäger, Schreiner, Prokopic, Tajouri, Seeger, Pecirep

Es fehlen
Netzer

Sturm Graz (4-2-3-1)
Gratzei – Klem, Barbaric, Madl, Ehrenreich – Offenbacher, Hadzic – Gruber, Stankovic, Schick– Djuricin

Ersatz
Pliquett –  Schloffer, Piesinger, Tadic, Todorovski, Rosenberger, Bevab

Es fehlen:
Sharifi, Pfingstner, Schmerböck

TV

Sky