© Sturm12.at
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Sturmologe

Der Schüttengruber-Komplex

In Altach ging für den SK Sturm eine sieben Spiele andauernde Auswärtsserie zu Ende. Statistisch gesehen hätte alles anders laufen müssen. Im Fokus stand aber einmal mehr ein 31-jähriger Oberösterreicher.

Nichts wurde es mit einem Winter auf einem Championsleague-Qualifikationsplatz, womit der SK Sturm nun auf Platz fünf überwintert. Zum letzten Spiel vor der Winterpause präsentiert der Sturmologe seine recherchierten Fakten.

Noch vor dem Spiel gegen den SCR Altach wäre die Möglichkeit bestanden, auf Platz zwei zu überwintern. Am Ende steht nun Platz fünf, da man mit der Sonntags-Partie einmal mehr von Rapid Wien überholt wurde.

– Mit der Niederlage vom Samstag geht eine Serie von sieben ungeschlagenen Auswärtspartien der Grazer zu Ende.

– Insgesamt kassierten die Schwarz-Weißen nun ihre dritte Auswärtsniederlage in dieser Saison, die erste in Franco Fodas dritter Ära.

– Im Westen nichts Neues: Wieder einmal gelang es nicht, Punkte aus dem Ländle zu entführen. In acht Bundesligaspielen konnten die Blackys erst zwei Mal im Schnabelholz-Stadion gewinnen.

– Zwei Schüsse aufs Tor haben für die Altacher gereicht, um zwei Tore zu erzielen. Effektiver geht es nicht.

– Satte 66,8 Prozent Ballbesitz hatten die Gäste aus Graz. Dazu kommen neun Eckbälle und insgesamt 17 abgegebene Schüsse. Rein statistisch gesehen hätte der Sieger also Sturm Graz heißen müssen.

– Zwei Elfmeter in einem Sturmspiel gab es auch im Vorjahr einmal. In Runde 12 musste man sich bei Rapid mit einer Punkteteilung begnügen, obwohl man bereits 2:0 geführt hatte. Danach zeigte der Unparteiische zwei Mal in Folge auf den Punkt. Der Name des Schiedsrichters damals lautete übrigens Manuel Schüttengruber.

© SturmTifo.com
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– Ebenso zwei Elfmeter gab es beim 5:0-Erfolg in der Meistersaison 2010/11 gegen den LASK. Dieses Mal allerdings gab es beide Strafstöße zugunsten der Schwarz-Weißen. Klaus Salmutter und Roman Kienast verwerteten souverän. Das Tor von Salmutter war zu diesem Zeitpunkt der 2.500. Treffer von Sturm Graz in der höchsten österreichischen Spielklasse. Zurückgerechnet wird bis ins Jahr 1941/42, als sich der SK Sturm erstmals in der obersten Spielklasse befand – damals in der Ostmark Gauliga 17.

– Im Fokus stand Schiedsrichter Schüttengruber bei Sturm-Partien schon oft. In 20 Bundesligapartien unter der Leitung des Oberösterreichers gelang es den Grazern erst acht Siege einzufahren. Interessant ist, dass man die ersten sechs Partien unter seiner Leitung mit Siegen beendete, die letzten sieben Spiele mit ihm als Referee allerdings nicht gewinnen konnte.

– Bei seinem achten Einsatz als Schiedsrichter in der laufenden Saison griff der Sohn von Ex-Referee Manfred Schüttengruber bereits zum siebenten Mal in die Gesäßtasche. In allen drei Sturm-Spielen dieser Saison, die er bislang leitete, zeigte er mindestens einem Spieler die rote Karte. In den zwei Partien gegen Rapid zückte er insgesamt drei Mal den roten Karton.

– Mit zwei roten Karten steht Alexander Pöllhuber an der Spitze der “Schurken”. Aber auch Richard Windbichler von Admira Wacker wurde bereits zwei Mal des Platzes verwiesen, allerdings mit zwei gelb-roten Karten. Mit insgesamt fünf Platzverweisen ist Pöllhuber unter den aktuellen Bundesliga-Kickern die unumstrittene Nummer eins.

– Nun geht es für den Sportklub Sturm in die Winterpause. Danach wartet als erster Gegner der SV Grödig, der die Blackys zum Aufeinandertreffen in der Untersberg-Arena einlädt. Das letzte Spiel in Salzburg gaben die Grazer nach einer 1:0-Führung noch aus der Hand und kassierten in der Schlussphase noch zwei Treffer.

– Mit 70 Prozent gewonnenen Zweikämpfen war Andreas Gruber in dieser Kategorie der beste Sturm-Akteur am Spielfeld.

Daniel Offenbacher hatte insgesamt 98 Ballberührungen aufzuweisen.

– Nicht nur das Fernsehformat Wetten, dass..? stellt nach 215 Sendungen seine Ausstrahlung ein. Auch Sturm12.at war am Samstag-Abend zum letzten Mal live in Action.

– Für die Sturmologen-Nostalgiker gibt es am 27. Dezember noch einmal eine Sonderausgabe, die sich nicht nur mit der vorübergegangenen Herbstsaison befasst, sondern auch die Highlights aus über 150 Ausgaben präsentiert. Sie widmet sich ausnahmsweise auch den statistischen Highlights des Mediums Sturm12.at.