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Zahlenspiel

Sechs Jahre Sturm12.at in Zahlen

Die große “Jahresabschlussanalyse” zu vielen Statistiken, die sich in sechs Jahren Sturm12.at rund um den SK Sturm Graz ergeben haben.

Im Februar 2009 schlug die Geburtsstunde eines Mediums, welches sich ausschließlich mit dem steirischen Fußballverein SK Sturm Graz beschäftigen sollte. Es ist natürlich die Rede von dieser Seite. Seit diesem Tag sind fast sechs Jahre vergangen. Sturm12.at begleitete den Verein die ganze Zeit über, in Höhen wie in Tiefen. Wir haben für euch viele Werte und Daten, die seit Februar 2009 rund um den Verein SK Sturm Graz entstanden sind, gesammelt, analysiert und visualisiert. Als “09” wird die Rückrunde der Saison 2008/09 bezeichnet und “14” ist logischerweise die Hinrunde der Saison 2014/15. Ein Rückblick auf sechs Saisonen, die ganz im Zeichen des schwarz-weißen Fußballs standen.

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Sturm12.at (MM)

Nie war der Zuschauerzustrom in Graz während dieser sechs Jahre größer als in der Saison 2008/09. Ein Grund dafür war womöglich das hundertjährige Bestehen des Vereins sowie die attraktive Spielweise mit vielen jungen Eigenbauspielern. Am Ende dieser Saison standen die Grazer am vierten Tabellenplatz und waren somit an der Teilnahme zur Qualifikation zur Europa League berechtigt.

In der darauf folgenden Saison gab es einen Einbruch. 8,2 Prozent weniger Menschen fanden den Weg nach Liebenau. Als man sich 2010/11 die Meisterschaft sicherte, gab es wiederum einen Zuwachs an Zuschauern. Entscheidend dafür waren auch die letzten paar Runden, als der mögliche Gewinn der Meisterschaft immer mehr sichtbar wurde. Die letzten paar Heimspiele waren sowie restlos ausverkauft.

Enttäuschung bei vielen Zuschauern folgte, als man in der darauffolgenden Saison nur mäßig spielte und den Einzug in die Champions League verpasste. Die Zuschauerzahlen gingen dementsprechend zurück. 2012/13 folgte das Experiment Peter Hyballa. Die Zuschauerzahlen gingen in dieser Saison um nur 1,27% zurück. Eine attraktive Spielweise, die Hyballa praktizierte, sowie eine gewisse Aufbruchsstimmung bei „Sturm Graz Neu“ waren wohl nicht das schlechteste Gegenmittel. Dennoch folgte in der Saison 2013/14 der absolute Tiefpunkt in der Sturm12.at-Ära. Man scheiterte bereits in der ersten Runde in der Qualifikation zur Europa League am isländischen Verein Breiðablik Kópavogur. Auch der neue Trainer, Darko Milanic, konnte mit seiner wenig spektakulären Art Fußball zu praktizieren nicht die Massen nach Liebenau locken – man verzeichnete einen gewaltigen Rückgang um fast ein Drittel. Erstmals in vier Saisonen kam man öfters unter die 10.000er Marke. Mit Franco Foda kamen im ersten Halbjahr 2014 auch wieder die Zuschauer zurück. 19% mehr Stadiongänger wohnte der neuen Ära Franco Foda bisher bei. Der Foda-Effekt.

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Sturm12.at (MM)

Die Grafik spricht eigentlich für sich. Interessant ist, dass Peter Hyballa in 29 Spielen einen gleichen Punkteschnitt hat wie Franco Foda durchschnittlich in seiner ersten Ära holte. Natürliche holte Foda dabei über einen viel längeren Zeitpunkt konstant diese Punkte. Der Trainer mit dem schlechtesten Punkteschnitt in sechs Jahren Sturm12.at war Markus Schopp. Dieser übernahm damals die “nicht intakte” Mannschaft Peter Hyballas für sechs Spiele als Interimstrainer. Die meisten Punkte pro Spiel mit 1,60 verzeichnet Franco Foda in seiner zweiten Amtszeit als Trainer.

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Sturm12.at (MM)

Erfreulich ist, dass in fast sechs Jahren Sturm12.at der SK Sturm Graz in der Bundesliga nie eine richtige Packung kassierte. Vier Gegentore waren dabei das höchste aller unerfreulichen Ergebnisse. Den höchsten Sieg feierte man gegen den SV Grödig. Sechs Tore schossen damals die Recken vom damaligen Trainer Darko Milanic im Frühjahr in der Saison 2013/14 – es war gleichzeitig der höchste Sturm-Auswärtssieg der Geschichte. Auch bewundernswert ist, dass man in der Saison 2009/10 als höchste Niederlage ein 0:2 gegen Red Bull Salzburg zu Buche stehen hat.

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Sturm12.at (MM)

Der höchste Sieg, den die Blackys gegen einen anderen europäischen Klub feiern durften, war ein 5:0 gegen den montenegrinischen Fußballverein OFK Petrovac in der 3. Runde zur Qualifikation für die UEFA Europa League in der Saison 2009/10. Ein “humanes” 0:3 gegen den RSC Anderlecht war die höchste Niederlage des SK Sturm Graz in einem europäischen Wettbewerb in sechs Jahren. Als Redakteure erlebten wir natürlich auch den Gewinn des Pokals 2010 sowie den Gewinn der Meisterschaft 2011. Das letzte europäische Spiel, welches ausverkauft war, war das Qualifikationsspiel zur UEFA Champions League 2011/12. Konnte man im Hinspiel noch ein Auswärtstor erzielen und ein Remis erreichen, endete der Traum von der sportlichen Königsklasse inklusive erfrischendem Geldregen im Rückspiel in Liebenau eh. Glücklich, aber nicht unverdient, sichert  sich der weißrussische Verein BATE Borisov  mit einem 2:0-Erfolg in Graz die Teilnahme an der Champions League.

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Sturm12.at (MM)

Die Torjägerkanone in sechs Jahren Sturm12.at geht an Roman Kienast. Der jetzige Austria Wien-Stürmer mit dem Tribünenabo kam auf 36 Tore für Sturm. Er trug damals einen großen Teil zum Gewinn der Meisterschaft bei. Sein damaliger Sturmpartner Imre Szabics, welcher 24 Tore in der Zeit von Sturm12.at schoss, bildete mit ihm ein kongeniales Duo. Die besten Torschützen, die momentan noch bei Sturm unter Vertrag sind, heißen Daniel Beichler und Marco Djuricin. Ganze 75 Tore fielen in der Saison 2009/10, die damit als die torreichste in die Sturm12.at-Geschichtsbücher eingeht. Toptorjäger damals war der zuletzt im Leserzeugnis abgestrafte Daniel Beichler mit 16 Treffern. Die Saison 2013/14 unter Hyballa und Schopp war die Saison mit den durchschnittlich wenigsten Treffern für den SK Sturm in sechs Jahren. Insgesamt bejubelten wir 397 Tore in unserer Zeit als Berichterstatter.

Sturm12.at (MM)

Zum Abschluss gibt’s die große Sechsjahres-Tabelle der österreichischen Bundesliga. Die klare Nummer eins ist nicht verwunderlich Ligakrösus RB Salzburg. Um Platz zwei duellierten sich der FK Austria Wien und der SK Rapid Wien. Knapp aber doch ging dieser Tabellenplatz an die Veilchen aus Favoriten. Sturm Graz belegt in dieser Wertung den soliden vierten Platz.