Sturm12.at » 12 Sturm-Geschichten http://www.sturm12.at Fußballanalyse in schwarz-weiß Mon, 05 Jan 2015 10:16:59 +0000 de-DE hourly 1 Frostiges Schweigen im Dezember http://www.sturm12.at/2014/01/03/frostiger-dezember-mit-hitzigem-finale/ http://www.sturm12.at/2014/01/03/frostiger-dezember-mit-hitzigem-finale/#comments Fri, 03 Jan 2014 08:27:07 +0000 http://www.sturm12.at/?p=115897

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In drei von fünf Spielen blieb der SK Sturm im Dezember ungeschlagen. Dennoch war es ein durchwachsener Monat mit einem dicht gedrängten Spielprogramm. Am Ende des Jahres standen 26 Punkte aus 21 Spielen und Tabellenplatz sechs. Dem nicht genug gab es eine negative Tordifferenz und ein immer wieder nur spärlich gefülltes Liebenauer Stadion. Der abschließende Sieg gegen Rapid nahm den Blackys aber zumindest ein wenig den Druck von den Schultern und lässt die Sturmanhänger auf einen erfolgreichen Frühjahrsstart hoffen.

Auswärts-Triple

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Den Beginn des spielintensiven Dezembers gab es bei eisigen Temperaturen in Wien-Favoriten. In einer kampfbetonten Partie gelang es den Gästen aus Graz nicht gegen die Wiener Austria einen Punkt aus der Hauptstadt zu entführen. Manuel Weber gelang hierbei dafür erstmals seit über einem Jahr wieder ein Torerfolg. Nach diesem Spiel rutschte Sturm auf den siebenten Tabellenplatz ab und benötigte einen Befreiungsschlag. Bemerkenswert war das Fernbleiben der schwarz-weißen Fanklubs von dieser Partie. Aus Protest gegen die überhöhten Kartenpreise im Auswärtssektor wurde das Spiel boykottiert, nur wenige Sturmknofel waren in Wien zugegen. Beim folgenden Gastspiel in Innsbruck durfte David Schloffer von Beginn an ran und rechtfertigte seinen Einsatz mit dem Goldtor zum 1:0. Dem dritten Auswärtssieg in der Saiosn folgte danach kein vierter. Im Nachtrag gegen den WAC gab es eine bittere 1:2-Niederlage inklusive Eigentor von Daniel Offenbacher.

Der Maulkorb

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Nach dieser Niederlage wurde den Sturmspielern der mediale Druck wohl zu hoch. Im darauffolgenden Mediabriefing verkündete der Spielerrat die Entscheidung der Mannschaft, bis zum Ende des Jahres keine Interviewtermine mehr wahrzunehmen. Dabei verzichteten sie nicht nur auf exklusive Interviewtermine, sondern auch auf die Medienarbeit im Rahmen des Spieltages, was intern so nicht abgesprochen wurde. „Wir wissen ganz genau, dass es ein schlechtes Jahr war“, gab sich Gerhard Goldbrich bei selbigem Mediabriefing einsichtig und meinte auch, dass mit einigen Spielern Einzelgespräche geführt wurden. Am Schweigegelübde wird es wohl nicht gelegen haben, aber jedenfalls konnte der SK Sturm in den verbleibenden zwei Heimspielen gegen den SV Grödig und Rapid Wien vier Punkte holen. Nach dem Spiel gegen Rapid gaben sich einzelne Protagonisten – nach internem Donnerwetter – dann auch wieder gesprächsbereit.

Erfreulicher Abschluss
Mit dem Rücken zur Wand stand Sturm nach der Pleite in Wolfsberg. Als Reaktion gab es eine Leistungssteigerung und einen hart erkämpften Punkt gegen den SV Grödig bei einem nicht einmal zur Hälfte gefüllten Stadion Liebenau. Michael Madl erzielte in diesem Spiel seinen ersten Saisontreffer, Marco Djuricin gab sein Comeback nach einer langwierigen Verletzungsmisere. Eine neue Negativmarke gab es im letzten Heimspiel des Herbstdurchganges. Nur 6.270 Zuseher wollten Sturm gegen Rapid sehen – noch nie kamen weniger Besucher bei einem Heimauftritt gegen die Wiener nach Liebenau. Die Gastgeber konnten an die gute Leistung gegen Grödig anknüpfen und ließen gegen allerdings sehr schwache Gäste nichts anbrennen. 2:0 lautete der Endstand gegen müde wirkende Wiener. Marc Andre Schmerböck erzielte mit seinem ersten Torschuss in der Bundesliga sein erstes Tor, für Trainer Darko Milanic war es ein willkommenes Geschenk zum 46. Geburtstag. Der wieder erstarkte Manuel Weber gab einen guten Spielmacher und wurde von Sturm12.at seit langem wieder zum Blacky of the Match gekürt. Für Milan Dudic gab es hingegen die rote Karte auf der Ersatzbank wegen völlig übertriebener und unötiger Reaktion auf einen Tumult am Feld.

Was sonst noch geschah

– Sturm-Legende Mario Haas veröffentlichte in Zusammenarbeit mit Heri Hahn als erster Sturmspieler eine eigene Biografie. „Der Besteste – Mein Leben in schwarz-weiß“, lautet der Titel.

– Die Sturm12.at-Redaktion erreichte Anfang Dezember ein anonymer Brief eines Fans. Dieser machte sich darin Gedanken über vergangene Saisonen und ein verändertes Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans. Wir baten dazu Daniel Beichler, Anel Hadzic und Fan-Manager Reinhard Hochegger zu Wort.

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Herbstferien http://www.sturm12.at/2014/01/02/herbstferien/ http://www.sturm12.at/2014/01/02/herbstferien/#comments Thu, 02 Jan 2014 07:58:36 +0000 http://www.sturm12.at/?p=116341

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Nach einer skandalösen Niederlage am Nationalfeiertag im Heimspiel gegen die Admira und einem Cup-Erfolg in Lustenau folgte am 2. November für den SK Sturm das Auswärtsspiel in Salzburg. In einer, man möchte fast sagen, unterwürfigen ersten Halbzeit, verteidigten die Grazer das 0:0 gut, hatten aber offensiv nicht das Geringste zu melden. In Halbzeit zwei versuchte Sturm mitzuspielen, wurde aber nicht belohnt – im Gegenteil: Stefan Ilsanker erzielte das Goldtor für Salzburg. Gegen die Heimmannschaft, die offensiv bei Weitem nicht so durchschlagskräftig war wie sonst, wäre wohl auch mehr drinnen gewesen, doch eine gute Abwehrleistung alleine reichte nicht aus.

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Eine Woche später steht das Heimspiel gegen die SV Ried an. Starker Regen suchte Graz bereits den ganzen Tag über heim. Wenige Stunden vor Ankick fand die erste Platzkomissionierung durch Schiedsrichter Markus Hameter in Liebenau statt. Mit dem Ergebnis, dass das Spiel stattfindet. Erst zwei Stunden vor Ankick entscheidet man sich um und die Partie wird abgesagt – zu spät für viele, die bereits angereist sind. Für Sturm kam diese Absage vielleicht gerade recht. Die Rieder waren in einem absoluten Hoch und standen auf Platz zwei der Tabelle, wohingegen Sturm in den letzten Partien sehr schwach spielte.

Länderspielpause
Nach der abgesagten Partie folgte die letzte Länderspielpause des Jahres. Mit Tobias Kainz, Daniel Offenbacher und David Schloffer wurden drei Kaderspieler des SK Sturm in das U21-Nationalteam einberufen. Florian Kainz war leicht angeschlagen und wurde von Werner Gregoritsch nicht für das Testspiel gegen die Türkei und das Qualifikationsspiel in Graz gegen Ungarn berücksichtigt. Das Duell im Liebenauer Stadion konnte Österreich mit 4:2 für sich entscheiden. Daniel Offenbacher, der als einziger Blacky am Feld war, traf zur 1:0-Führung. Ebenfalls im Länderspieleinsatz war Robert Beric. Er durfte beim Testspiel der Slowenen gegen Kanada 24 Minuten spielen. Österreichs A-Nationalteam war indes in einem Testspiel gegen die USA im Einsatz und gewann 1:0.

Am Tag des U21-Länderspiels war auch der SK Sturm im Einsatz,  und zwar im Testspiel gegen Hartberg. Nach der ersten Hälfte war man mit 0:1 in Rückstand. In Halbzeit zwei drehten die Blackies aber ordentlich auf und zeigten, wer in Messendorf Herr im Haus ist. Endergebnis: 5:1.

Wetterpause
Nach der Länderspielpause ist vor dem Spiel gegen den WAC – lange vor dem Spiel, wie sich herausstellen sollte. Am Spieltag um kurz vor zwölf Uhr Mittag entschied Schiedsrichter Harald Lechner, dass der Platz absolut unbespielbar ist und nun schon das zweite Sturmspiel abgesagt wird in diesem November. Schuld ist erneut der Regen. Dauerregen hatte den Süden Österreichs die Tage zuvor heimgesucht, der bekanntermaßen sehr wetteranfällige Rasen in Wolfsberg konnte dem nicht standhalten. Bereits letzte Saison musste eine Partie des SK Sturm in Wolfsberg wegen Regens abgebrochen werden und wurde dann in Klagenfurt gespielt. Später in der Saison gab es noch an weiteren Spieltagen unbespielbaren Rasen im Lavanttal, doch die Schiedsrichter befanden den gefrorenen Platz für ungefährlich genug. Die Partien von Salzburg und Rapid wurden in der Folge zur Farce. Für Sturm jedenfalls ging die Länderspielpause, nachdem sie bereits eine Woche früher begonnen hat, nun auch noch länger weiter.

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27. November – Die Herbstferien sind vorbei. Das am 9. November abgesagte Heimspiel gegen Ried wird nachgeholt. Die Rieder haben in der Zwischenzeit beim Heimspiel gegen die Admira nur ein Unentschieden erreicht und in Graz sollte es für sie noch schlimmer kommen. Die nur 5.476 Zuseher bekommen eine schwache Partie der beiden Mannschaften zu sehen. In Halbzeit zwei machen Robert Beric und Patrick Wolf fast aus dem Nichts zwei Treffer und fixieren den 2:0-Sieg. Der SK Sturm kam, zumindest ergebnistechnisch, gut aus den 24 Tage langen Herbstferien.

Drei Tage später relativiert sich die Freude über das gute Ergebnis gegen Ried wieder. Der SC Wiener Neustadt war zu Gast in Graz und ging als Sieger aus einer überaus kuriosen Partie. Nachdem Sturm durch ein Eigentor in Führung gegangen war, erzielten die Gäste drei Tore der Marke Slapstick. Vor allem Benedikt Pliquett sah in diesem Spiel oft schlecht aus, auch wenn er für die Treffer eigentlich nichts konnte. Nikola Vujadinovic erzielt zwar per Kopf noch den Anschlusstreffer, doch der SK Sturm verliert mit 2:3 und beendet den November mit einem Spiel weniger, als der Rest, auf Platz sechs.

Was sonst noch geschah
Die Auslosung für das Viertelfinale des ÖFB-Cups bescherte dem SK Sturm ein Auswärtsspiel bei der Admira.

Die Sturm Amateure und die SK Sturm Damen gingen in die Winterpause. Die Amateure beenden eine starke Herbstsaison auf Platz drei hinter den Aufstiegsaspiranten LASK und FC Pasching. Auch die Damen beenden ihre Premierensaison in der Bundesliga auf einem respektablen Platz. Nach holprigem Beginn rangieren sie auf Platz sieben, punktgleich mit den fünft- und sechstplatzierten USC Landhaus und FC Südburgenland.

Mit Jelani Smith präsentiert der SK Sturm einen überraschenden Neuzugang. Der junge Kanadier war im Sommer bereits getestet worden und bekam im November einen Vertrag. Im Sturm12-Interview erzählt er, wie man als kanadischer Junge zum Fußball kommt. Eine Arbeitsbewilligung in Österreich hat Smith übrigens bis heute noch nicht.

Das größte Thema im österreichischen Fußball war im November sicher der Wettskandal rund um Dominique Taboga und Sanel Kuljic. Taboga gab vor der Polizei an, von der Wettmafia erpresst zu werden und Sanel Kuljic wurde als mutmaßlicher Drahtzieher in Untersuchungshaft genommen. Später stellte sich heraus, dass Taboga keineswegs nur das Opfer war.

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1-2-X und der Cupspaziergang http://www.sturm12.at/2014/01/01/1-2-x-und-der-cupspaziergang/ http://www.sturm12.at/2014/01/01/1-2-x-und-der-cupspaziergang/#comments Wed, 01 Jan 2014 10:17:45 +0000 http://www.sturm12.at/?p=116482

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Der Sieg

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Wahrscheinlich hätten die Grödiger Fans auch nach der Heimpartie gegen den SK Sturm die Arme zu Buchstaben geformt und “YMCA” der Village People angestimmt, wäre nicht Benedikt Pliquett mit seinen Armen schneller zur Stelle gewesen. Zahlreiche Grödiger Großchancen vereitelte der Hüne im Sturmtor, rettete mit tollen Reflexen in der Schlussphase einer wahren Zitterpartie die drei Punkte und dämpfte so jegliche Diskussion ums Einserleiberl aus. Ausgerechnet David Schloffer, im Sommer schon kurz vorm Absprung nach Holland, erlöste die mitgereisten Fans mit seinem ersten Saisontreffer in der Schlussviertelstunde.

Das Unentschieden

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Nach der Länderspielpause wartete die schwere Auswärtspartie im Hanappi-Stadion bei Rapid. Trotz der Erfolge der letzten Wochen war noch immer die bittere 2-4 Heimniederlage gegen dezimierte Rapidler in Erinnerung. Doch Sturm lieferte vor allem in der ersten halben Stunden ein fußballerisches Feuerwerk ab. Daniel Beichler & Co zeigten sich lauffreudig, engagiert, selbstbewusst und spielten verunsichert wirkende Wiener phasenweise an die Wand. Doch zwei Elfmetertore in Hälfte zwei brachten die Hütteldorfer wieder zurück ins Spiel. Am Ende hätten die Grazer doch noch jubeln können, aber der an sich sehr präsente Patrick Wolf scheiterte im Konter beim Versuch Jan Novota zu überheben mehr an seinen technischen Unzulänglichkeiten, als an der Überlänge des Rapid-Goalies.

Die Niederlage

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Aufgrund der Sperren von Nikola Vujadinovic und Robert Beric musste Coach Darko Milanic die zuletzt stark spielende Sturmelf auseinanderreißen. Und schon nach wenigen Minuten musste Ersatzmann Milan Dudic blutüberströmt vom Feld, biss aber nach längerer Behandlungspause bis zum Ende der Partie durch. In der Spitze fehlte der gegen Rapid erfolgreiche Beric mit seiner Laufbereitschaft und seiner Fähigkeit mehrere Gegenspieler zu beschäftigen, an allen Ecken und Enden. Da auch auch Goalie Pliquett einen seiner schwächeren Tage in schwarz-weiß ablieferte, war gegen die beherzt auftretende Admira-Truppe nichts zu holen.

… und der Cupspaziergang

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Nur wenige Tage nach der ernüchternden Heimpleite war Wiedergutmachung im Cup angesagt. Es bedarf ja nicht unbedingt einer Mannschaft aus der ersten Liga um einen Bundesligisten im Cup zum Fall zu bringen, vor allem auswärts. Dass es gegen extrem harmlose Vorarlberger derart leicht werden würde, konnte im Vorfeld der Partie aber niemand ahnen. Sturm (wieder mit Beric und Vujadinovic) spielte nicht übermächtig, jedoch gefällig und musste nie um den Erfolg zittern. Nachdem der Lustenauer Lucas Galvao mit Rot vom Platz geschickt wurde, hieß es schon 0-2 aus Sicht der Heimmannschaft. Das Spiel war so gut wie gelaufen. Im Viertelfinale gilt es Mitte April gegen eine der punktestärksten Teams der letzten Wochen zu bestehen – die Admira.

Was sonst noch geschah
Sehr heftig wurde teilweise, auch hier, hier und hier auf Sturm12.at über die Frage des “Einserleiberls” diskutiert. Nach dem Ablauf der Sperre von Christian Gratzei wurde beim Trainerteam allerdings kein Grund gesehen, Benedikt Pliquett das Vertrauen wieder zu entziehen.

Sturmlegende Mario Haas verlässt den Schreibtisch in Messendorf, soll dem Verein jedoch auch weiterhin in repräsentativer Funktion zur Seite stehen.

Am 07.10. präsentiert Sturm12.at zur ersten Mal die Taktikbrille – die neue Spielsystem-Kolumne, die taktisch-strategische Überlegungen und Beobachtungen zum SK Sturm anstellt.

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Tore, Typen, Tacheles http://www.sturm12.at/2013/12/31/tore-typen-tacheles/ http://www.sturm12.at/2013/12/31/tore-typen-tacheles/#comments Tue, 31 Dec 2013 08:32:22 +0000 http://www.sturm12.at/?p=115424

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Nach dem ersten Sieg in der Bundesligasaison 2013/2014 Ende August konnten der SK Sturm im September den, zu Beginn der Spielzeit angerichteten Schaden, zumindest ein bisschen begrenzen. Drei Siege aus vier Spielen ließen kurzfristig sogar ein bisschen Ruhe in Messendorf einkehren. Auch das Ende der, bis auf den 2. September verlängerten Transferzeit, brachte noch eine – wahrhaftig – große Überraschung mit sich. Was tat sich sonst noch? Franco Foda rief an und Sturm12.at schoss sich selbst 12 Tore – und gewann trotzdem.

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Man gewinnt wieder
Nach einem regelrechten Katastrophenstart in die Saison, brachte der Sieg gegen den WAC Ende August doch wieder ein wenig Schwung in die Mannschaft von Darko Milanic. Zuerst konnte man gegen Wiener Neustadt in Niederösterreich durch Tore von Florian Kainz, Daniel Beichler und Robert Beric mit 3:1 (2:0) gewinnen, die Wiener Austria war dann in der Folgewoche bei der 1:2-Heimniederlage (Torschütze für die Grazer war abermals Daniel Beichler) aber doch eine Nummer zu groß. Nur wenige Tage später bot jedoch die 2. Runde des ÖFB-Cups den Blackies die Möglichkeit zur Wiedergutmachung:

Auch im zweiten Aufeinandertreffen mit Wiener Neustadt in kurzer Zeit behielt Sturm im Stadion Liebenau die Oberhand und schlug die Elf (bzw. Neun) von Heimo Pfeifenberger nach 90 Minuten Fadesse und 30 Minuten actiongeladener Verlängerung verdient und klar mit 3:0 – für die Treffer sorgten Daniel Offenbacher (2) und Christoph Kröpfl. Den spielerischen Monatsabschluss bildete mit Wacker Innsbruck die mittlerweile kriselnden Mannschaft von Neo-Ex-Coach Roland Kirchler. Ein mauer Kick mit dem glücklicheren Ende für die Grazer: 1:0 Sieg durch einen Treffer von Florian Kainz.

Kommen und Gehen
Das Ende der – um zwei Tage verlängerten – Transferzeit brachte eine Überraschung: Nach dem Abgang von Lukas Waltl zum TSV Hartberg und der Rückkehr von Johannes Focher zu Borussia Dortmund, mussten die Grazer aktiv werden und sicherten sich auf den letzten Drücker die Dienste des St. Pauli-Keepers und dortigen Publikumslieblings Benedikt Pliquett für ein Jahr mit Option auf ein weiteres: Ein Glücksgriff, wie sich im Laufe der Herbstsaison noch herausstellen sollte.

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Ende des Monats gab es dann auch noch eine “Rochade à la Haas”: Imre Szabics, im Vorjahr noch der einzige Nationalspieler in der Grazer Mannschaft, wechselte mit sofortiger Wirkung von der Ersatzbank in die schwarz-weiße Scouting-Abteilung: Sein Abschied vom aktiven Profifußball im Rahmen des Spiels gegen Wacker Innsbruck wurde von Standing Ovations und Sprechchören des Publikums begleitet. “Ich kann dazu nur sagen, dass ich – für mich persönlich – ab nächstem Sommer nicht mehr die sportliche Herausforderung gesehen habe. Wenn man ehrlich ist, welche Möglichkeiten, um weiter Fußball zu spielen, hätte ich bekommen?” erklärt Szabics im Gespräch mit Sturm12.at.

“Franco Foda ruft an.”
Sportlich ging es bei Sturm im September langsam bergauf, für Sturm12.at ging es zu Beginn des Monats allerdings in den Keller: Zum zweiten Mal im Jahr 2013 war es angerichtet für einen 12er-Stammtisch unter dem Motto “Flach spielen, hoch gewinnen?” in der Grazer Scherbe. Moderator Jürgen Pucher und die Gäste Martin Blumenau, Gerhard Goldbrich und Michael Pelitz diskutierten unter anderem über System, Trainer, Psyche, Jugend und Scouting. Goldbrich ging quasi als “Punktsieger” aus der Diskussion hervor, ohne bei den Themen jedoch wirklich in die Tiefe zu gehen. Der einzige Wackler im sonst sehr sicheren Auftreten des General Managers wuchs auf dem “Mist” eines Abwesenden: In dem Moment, in dem Goldbrich sagt “Wir haben einen großartigen Trainer“, läutet das Telefon des General Manager. Martin Blumenau sieht auf das Display und sagt ins Mikrofon: “Franco Foda ruft an. Echt jetzt!

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Was sonst noch geschah
Da wäre noch etwas aus der Abteilung “Bewegungstherapie für Fußballjournalisten”. Ende September, irgendwo in Graz: Die gestählten Körper athletischer junger Männer schwitzen in der Spätsommersonne. Sie zünden ein fußballerisches Feuerwerk nach dem anderen und zaubern Dinge auf den Kunstrasen, von denen andere nur träumen können.
Zur gleichen Zeit, nur wenige Kilometer entfernt, genauer gesagt in Graz Eggenberg, passiert das genaue Gegenteil: Sturm12.at trägt das erster 12er-Derby aus: In einer wenig rasanten, dafür aber umso ungeschickteren Partie mit spielerischen und konditionellen Mankos auf beiden Seiten, zeigen die Sturm12.at-Legenden den Sturm12.at-Neulingen wo der Barthel den Most holt. Das Team von Jürgen Pucher schickt die Mannschaft von Coach Lukas Matzinger mit 8:4 nach Hause.

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Welcome to icelandic summer http://www.sturm12.at/2013/12/29/welcome-to-icelandic-summer/ http://www.sturm12.at/2013/12/29/welcome-to-icelandic-summer/#comments Sun, 29 Dec 2013 08:38:53 +0000 http://www.sturm12.at/?p=116129

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Sturm Graz hat sich im Frühjahr 2013 für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert!? Eine Konsequenz des kollektiven Versagen der Mitbewerber freilich, und nicht des starken Auftritts der Peter Hyballa/Markus Schopp-Elf. Über diesen Zustand wurde in den vergangenen Tagen an selber Stelle genug geschrieben und soll hier der Mantel des Schweigens gehüllt werden. Die heutige Geschichte beginnt am 17. Juli, um 9 Uhr 20 am Flughafen Graz Thalerhof. 31 Anzug-uniformierte Sturm-Menschen, 64 Die Hard-Fans und sechs Journalisten besteigen die gecharterte Fokker, die 3000 Kilometer weiter nördlich landen sollte. Der Breidablik FC aus Kopavogur, Island, war den Grazern in der Europa League-Quali zugelost worden und damit sportlich, geografisch und klimatisch eine andere Welt.

So ganz genau wusste niemand, was vor allem in ersteren, den sportlichen Belangen auf die Grazer zukommen würde, doch war man allseits in hoffnungsfroher Abenteurerstimmung. „Wir sind gekommen, um zu kämpfen und werden sie auch sicher schlagen“, verlautbart Gerhard Goldbrich bei seiner Ansprache im Flugzeug. Applaus. Zustimmung. Auf keinem Sitz Zweifel. Nach dreieinhalb Stunden Optimismus über den Wolken landet die Maschine im wolkenverhangenen Reykjavik. „Welcome to icelandic summer“, sagt die liebe Frau am Flughafen. Es hat zwölf Grad.

Kalt, sehr kalt

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Und kalt war nicht nur die Luft, im hohen Norden Europas. Denn was Sturm Graz tags darauf im Stadion Kopavogsvöllur auf den isländischen Rasen brachte, war alles andere als erwärmend. Gegen eine tiefstehende Dreier-, ja eigentlich viel öfter Fünferkette tat man sich reichlich schwer mit dem Fußballspielen. Wenige Torchancen konnten gestaltet werden, die Nordmänner verteidigten neunzig Minuten beinhart mit Kind und Kegel um den eigenen Strafraum. Die vereinzelten Möglichkeiten, die man vorfand, wurden konsequent und teils kläglich vergeben.

So kam es, dass man nach Schlusspfiff nicht einmal von einem Arbeitssieg mit Auswärtstor sprechen durfte, sondern die Heimreise mit einem mageren 0:0 Unentschieden antreten musste. Nur: Noch immer hatte kein Grazer das Gefühl, als könnte am Ende des Tages irgendetwas schiefgehen. So verfolgte man im Landeanflug spitzfindig die Auslosung zur nächsten Qualifikations-Runde. Aktobe oder Hödd würden nach dem Aufstieg auf die Grazer warten. “Das holen sicher die Kasachenda müssen wir jetzt schon um Visum ansuchen” und “dort hat es 45 Grad”, hörte man den siegessicheren Mob schon die nächste Reise planen. Es sollte anders kommen.

Und sie hielten doch
Eine Woche später sah man einander wieder – Treffpunkt dieses Mal Graz Liebenau. Und schon wieder dieser Optimismus: Die Gäste hätten zuvor weder bei solcher Hitze, noch bei solcher Kulisse Fußball gespielt, all dem würden sie ohnehin nicht standhalten. Und wie sie hielten. Wieder zeigten die “Söhne Balders” Verteidigungsfußball mit Leidenschaft – mit dem einen Unterschied, dass sie diesmal sogar selbst einen Torerfolg verzeichnen konnten. 0:1 zur Halbzeit also. Auch im zweiten Umlauf biss sich die Grazer Offensive an den dicht gestaffelten Abwehrreihen ein ums andere Mal die Zähne aus. Was die nicht zu verhindern wussten, parierte der heldenhafte Torhüter mit dem schönsten Namen Gunnleifur Gunnleifson. Am Ende blieb das 0:1 auf der Anzeigetafel und eine aufopfernd kämpfende Gästemannschaft wurde mit Applaus aus dem Stadion verabschiedet. Die Grazer schieden genau so sang- und klanglos aus dem Europacup aus, wie sie sich qualifiziert hatten und haben nun ihr eigenes kleines Düdelingen. Und die Isländer durften die 5000 Kilometer lange Reise nach Aktobe, Kasachstan antreten. Und um ein Visum ansuchen. Und 45 Grad erleben.

Was sonst noch geschah

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Begonnen hat der schwarz-weiße Juli wie gewohnt mit einer Hand voll Testspielen und wie gar nicht gewohnt mit einem richtig großen Transfer. Ein Mann namens Frank Stronach wollte “den Steirern eine Freude machen” und schenkte Darko Milanic dessen Wunschspieler. Robert Beric hieß dieser und war durch seine Leistungen in Prva Liga, Europa League und Nationalteam schon über die Grenzen Sloweniens bestens bekannt. Jetzt war er Grazer und wurde sogleich beladen mit ganz viel der Hoffnungen und Erwartungen der schwarz-weißen Anhängerschaft. Zu viel.

Im Ankick 2013 (und Abschiedsspiel von Ferdinand Feldhofer) besiegte man hart am Rande der Arbeitsverweigerung spielende Franzosen mit 3:1. Zlatan Ibrahimovic war nicht zugegen.

Sturm Graz präsentierte die Dressen für die neue Saison. Schön sind sie.

Naturgemäß nahmen im Juli auch die innerösterreichischen Bewerbe ihren Betrieb wieder auf. Das erste Pflichtspiel absolvierte man traditionell auswärts im ÖFB-Cup. Dort bat das Los die Grazer nach Wien, nämlich zu den Schienenfreunden des SC Wiener Linien. Am Sportplatz Rax in Wien Favoriten fuhr man den Pflichtsieg in souveräner Manier ein. 5:0 war der Endstand, der den hoffnungsfrohen Ausblick auf die Saison zumindest nicht trübte.

In die Bundesligasaison startete man zwischen den beiden bitteren Europacup-Abenden mit einem 2:2 in Innsbruck. Gegen die Innsbrucker zeigte man eine als eher durchwachsen zu beschreibende Leistung, die dem ein oder anderen wohl schon dämmern ließ, dass man sportlich doch noch nicht so weit war, wie man gerne gewesen wäre. Doch richtig dick kam’s erst danach. Als man drei Tage nach dem hauseigenen Düdelingen zu Hause den Aufsteiger empfing, war der Fehlstart in einen enttäuschenden Sommer perfekt. Gegen die Grödiger verlor man kümmerlich mit 0:2. Und plötzlich hatte man den icelandic summer da. Daheim, im heißen Graz.

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Der Shopping-Monat http://www.sturm12.at/2013/12/28/der-shopping-monat/ http://www.sturm12.at/2013/12/28/der-shopping-monat/#comments Sat, 28 Dec 2013 10:26:53 +0000 http://www.sturm12.at/?p=115815

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Sturm Graz im Juni 2013. Die Bundesliga-Saison 2012/2013 liegt knapp zurück, gerade noch schaffte Sturm den Einzug in die Europa-League Qualifikation. Nach einer durchwachsenen Saison war die Stimmung im schwarz-weißen Lager im Keller, man blieb weit unter den Erwartungen. Und doch kam im Monat Juni Hoffnung auf. Hoffnung auf Beruhigung, Hoffnung auf Besserung. Der Grund: Sturm Graz war ungewohnt aktiv am Transfermarkt.

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Milanic ante portas
Und die Hoffnung hatte einen Namen: Darko Milanic. Am 3. Juni wurde auf der Homepage von NK Maribor verkündet, dass Milanic seinen Ex-Verein verlässt – vorerst ohne Angabe von Gründen. Sturm12.at veröffentlichte daraufhin eine Kurzmeldung, und wie in den Kommentaren lesbar, wollte zu diesem Zeitpunkt zwar jeder hoffen, aber niemand wirklich daran glauben, dass der Slowene tatsächlich zu “seinem” Verein zurückkehrt. Angeblich waren auch namhafte Vereine wie CSKA Sofia unter den Interessenten. In unserem Interview des Monats März 2012, da trainierte Milanic noch NK Maribor, sagte der Slowene noch: “Ich bin mir sicher, dass ich einmal Sturm-Trainer sein werde. Weil ich das will. Aber die Frage ist, wann ist der richtige Moment dafür.

Am Tag darauf kam die ersehnte Botschaft: Darko Milanic wurde neuer Chef-Trainer beim SK Sturm Graz. Der Mann, der in fünf Saisonen bei NK Maribor vier Meisterschaften und drei nationale Pokale gewann, übernahm den Grazer Traditionsverein und kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück. Mit ihm kommt Novica Nikčevič, zuvor Co-Trainer bei FC Luka Koper, als Assistent an die Mur. Die Euphorie war groß. Die Erwartungshaltung stieg täglich. Das bekam man erstmals bei der Antritts-Pressekonferenz zu spüren, als einige Dutzend Journalisten im Trainingszentrum Messendorf eintrudelten. Am 17. Juni fanden die ersten zwei Trainingseinheiten unter Darko Milanic statt. Die zweite Einheit am Nachmittag war ein öffentliches Training: Einige hundert Schaulustige saßen auf den Tribünen vom Trainingszentrum Messendorf, Sturm12.at hielt die ersten Eindrücke mit der Videokamera fest.

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Sechs Neuzugänge im sechsten Monat
Der Trainer sollte zwar der erste und prominenteste, aber nicht letzte Neuzugang im Juni 2013 sein. Was sich lange zuvor bereits abzeichnete, wurde am 14. Juni Wirklichkeit: Daniel Beichler kehrt zu seinem Heimatverein zurück. Und nur einen Tag dauerte es, da trudelte schon der nächste Neue ein. Marco Djuricin kommt nach Graz, er und Beichler spielten zusammen bereits bei Hertha BSC und kannten sich bestens. Nachdem Anel Hadzic und Daniel Offenbacher recht bald nach Saisonende als Neuzugänge feststanden, war Djuricin schon der vierte Neuzugang im schwarz-weißen Lager.

© Sturm12.at (PT)

Wir schreiben den 25. Juni und das Transferprogramm war noch nicht abgeschlossen. Sturm verkündet den nächsten Neuzugang. Mit Aleksandar Todorovski war es diesmal jedoch ein weitgehend unbeschriebenes und unbekanntes Blatt, das an die Mur kam. Der mazedonische Nationalteamspieler soll in Zukunft Sturms ewiges Problem auf der Außenverteidiger-Position lösen. Zeitgleich kündigt sich jedoch ein nächster Wechsel an. Und das war nicht irgendjemand. Der slowenische Nationalstürmer Robert Berič, der bereits unter Milanic bei NK Maribor spielte und ein Wunschspieler des Trainers war, soll noch an die Mur kommen. Der Haken: Der Vertrag des 22-Jährigen lief noch bis Sommer 2014, Sturm müsste rund eine Million Euro Ablöse bezahlen – ein Betrag abseits des Möglichen. Der “Transferkracher”, wie viele den möglichen Wechsel bezeichneten, war also nur möglich, wenn Sturm einen Geldgeber findet. Die Transferpolitik von Gerhard Goldbrich und Co sorgte aber bereits zu diesem Zeitpunkt für große Augen. Vielerorts erbte der General Manager lobende Worte für die Arbeit in diesem Transferfenster.

Was sonst noch geschah
Die Sturm-Damen feiern einen großen Erfolg: Sie steigen in die ÖFB-Damen-Bundesliga auf. Der SK Sturm Graz ist seit Juni diesen Jahres die einzige Mannschaft neben Wacker Innsbruck, die jeweils eine Damen- und Herrenmannschaft in der höchsten österreichischen Spielklasse stellt.

Nikola Vujadinovic gewinnt das Sturm12.at-Leserzeugnis. “Der stille Held” wurde von den Sturm12.at-Usern, bezeichnend für seine Dienste, zum Sieger gekührt.

 

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Ein Ende mit Schrecken http://www.sturm12.at/2013/12/27/ein-ende-mit-schrecken/ http://www.sturm12.at/2013/12/27/ein-ende-mit-schrecken/#comments Fri, 27 Dec 2013 08:28:32 +0000 http://www.sturm12.at/?p=115997

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“Ich will heute keinen feiern sehen”, sollte Generalmanager Gerhard Goldbrich am Ende dieses Monats sagen. Und damit mit einem einzigen Satz den ganzen Monat zusammenfassen. Es war wahrlich kein Monat, in dem der Verein viel Grund zum Feiern hatte. Es war Sturm Graz im Mai 2013.

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Der Monat der Entscheidung
Es geht in die heiße Endphase in der Meisterschaft. Markus Schopp hatte gerade ein verpatztes Debüt auf der Trainerbank “gefeiert” und 0:3 in Wolfsberg verloren. Die Nordkurve schrieb vor der “Partie der Wahrheit” gegen den SK Rapid Wien einen offenen Brief und rief mit Transparenten zur Unterstützung der Mannschaft auf. Vergebens – auch Schopps Heimpremiere missglückte völlig: Sturm lieferte gegen Grün-Weiß eine saft- und kraftlose Leistung ab. Sogar an der Existenz des Sturmgeists wurde in dieser Phase gezweifelt. Auch spätere Beschwörungen des fehlenden Quäntchen Glücks halfen nichts: Null Punkte gegen Admira Wacker. Der inständig erhoffte Trainereffekt, er wollte und wollte einfach nicht einsetzen. Jedes Mal erhielt die Mannschaft drei Gegentore. Bis zum 19. Mai: Die Wikinger der SV Ried waren zu Gast in Liebenau und erlitten mitsamt ihrer Europacup-Ambitionen Schiffbruch: Sturm gewann gegen neun Rieder, ohne den Support der Nordkurve und durch zwei späte Tore von Nikola Vujadinovic (84.) und Serkan Ciftci (93.) mit 3:1. Die Hoffnung lebte wieder, doch das Sturm-Feuer sollte nur kurz darauf wieder erlöschen:

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Mit null Punkten nach Europa
Sturm zog in den letzten zwei Partien der Meisterschaft gegen Wacker Innsbruck und Wiener Neustadt den Kürzeren. Der lange Zeit sicher geglaubte internationale Startplatz schien bereits aussichtslos verloren – doch Fortuna war den Schwarz-Weißen hold: Sturm Graz qualifizierte sich für den Europacup. In der Regel herrscht beim Erreichen des Saisonziels positive Stimmung, doch die Art und Weise wie die Grazer auf den Europacuprang gestolpert waren, sorgte für Missmut bei allen Beteiligten. Es war das Ende einer katastrophalen Rückrunde, in der Sturm schlecht spielte, kaum punktete und auch ein Trainerwechsel keine Wende brachte.

Es ist auch durchaus möglich, dass wir dem einen oder anderen trotz Vertrag mitteilen werden, ihn nicht mehr auf dem Zettel zu haben. Nämlich denen, die glauben sich in der Komfortzone mit Vertrag bis 2014 oder länger zu befinden und auch dort zu bleiben”, sagte Goldbrich nach der letzten Meisterschaftspartie mit dem Nachsatz: “Die einzige Freude ist, dass wir uns auf einem Weg befinden, wo wir uns für das nächste Jahr richtig aufstellen. Wo es dann hoffentlich Zuckerl für die Fans gibt.”

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Kaderplanung nahm erste Formen an
Sturm Graz vermeldete mit Anel Hadzic den ersten Neuzugang für die kommende Saison. Hadzic kam nach 160 Spielen für die Innviertler aus Ried und viel Vorschusslorbeeren nach Graz und unterschrieb einen Vertrag bis 2015 mit Option auf ein weiteres Jahr. Er wolle sich für das bosnische Nationalteam und die WM 2014 in Brasilien empfehlen, sagte Hadzic im Gespräch mit Sturm12.at. Wenige Tage nach Hadzic schloss sich mit Daniel Offenbacher ein weiterer Mittelfeldakteur der Schwarz-Weißen Equipe an. Offenbacher, der sich in Wiener Neustadt in die Auslage gespielt hatte, kam in die steirische Heimat zurück um bei Sturm “den nächsten Schritt in meiner Karriere” zu machen.

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Erster 12er-Stammtisch des Jahres
Im Scherbenkeller stieg der erste 12er Stammtisch des Jahres. Der im April zurückgetretene Aufsichtsratsvorsitzende Friedrich Santner, der ehemalige wirtschaftlichen Geschäftsführer Christopher Houben und die aktuelle wirtschaftliche Geschäftsführerin Daniela Tscherk diskutierten unter der Moderation von Sturm12.at-Kolumnist Jürgen Pucher. Die beiden Ex-Funktionäre gewährten tiefe Einblicke in Ereignisse während ihrer Amtszeit und erklärten, warum sie so manche Entscheidung kritisch sehen. Daniela Tscherk verteidigte als anwesende Vereinsvertreterin die Entscheidungen.

 

Was sonst noch geschah
Die Sturm-Kampfmannschaft als “Speerspitze” des Vereins bekommt von General Manager Goldbrich “trotz der Europa-League-Qualifikation, einen Vierer mit dickem Minus.

Matthias Koch wird an Ligakonkurrent Wiener Neustadt abgegeben. Der Vertrag von Philipp Hütter wird verlängert.

Die SK Sturm Graz Damen stehen in der Relegation um den Aufstieg zur ÖFB-Frauenliga.

Sturmi_90” ist Kicktipp-Sieger der Saison 2012/13. In der Redaktionswertung fängt Markus Zörweg den lange Zeit führenden Jakob Dohr in der letzten Runde ab und krönt sich zum Tippkönig.

 

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The show must go on http://www.sturm12.at/2013/12/26/the-show-must-go-on/ http://www.sturm12.at/2013/12/26/the-show-must-go-on/#comments Thu, 26 Dec 2013 08:27:53 +0000 http://www.sturm12.at/?p=115917

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Der April 2013 stand ganz im Zeichen der Abschiede. Zuerst musste Cheftrainer Peter Hyballa sein Amt niederlegen, dann gab der Aufsichtsratsvorsitzende Friedrich Santner seinen Rücktritt bekannt. Damit wurde der 22. April zu einem weiteren Tag der Trennungen in der Geschichte von “Sturm Graz Neu”.

Auf Hyballa folgte Markus Schopp als Cheftrainer der Kampfmannschaft, doch der scheiterte bereits bei seinem Debüt. Hatte sich das Team gegen Ende der Ära Hyballa etwas erfangen, folgte unter Schopp der spielerische Tiefpunkt. Die Spieler wirkten leblos und lethargisch, beinahe tot – was aber nicht unbedingt nur am neuen Interimstrainer lag.

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Adieu, Peter
Zugegeben, der Rauswurf von Hyballa war keine Überraschung. Bereits vor Woche stand sein Abschied im Raum, der Verein gewährte ihm damals eine allerletzte Schonfrist. Trotzdem gab der Zeitpunkt der Trennung zu denken, denn am Vortag spielte Sturm Unentschieden und zeigte sich verbessert. Doch der Trainer hatte Medien, Vereinsleitung, einen Teil der Fans und den ein oder anderen Spieler gegen sich. Damit war diese Personalentscheidung tatsächlich nur eine Frage der Zeit.

In einer Vereinsaussendung erklärte Generalmanager Gerhard Goldbrich die gesamte prekäre Situation als ausschlaggebend. “Der Druck auf die Mannschaft, aber auch auf den Trainer und den Verein wurde so groß, dass wir diese schwere Entscheidung getroffen haben”, so Goldbrich, dankte Hyballa aber gleichzeitig für dessen Arbeit.

Dieser Schuss ging allerdings in den Ofen. Der Druck auf die Mannschaft wurde natürlich nicht kleiner, bloß weil Zielscheibe und Buhmann Hyballa gehen musste. Ganz im Gegenteil; mit dem Abgang des vorlauten Trainers rückten die Spieler ins Leuchtfeuer der Printmedien. Ein bisschen hatte man das Gefühl, sie putzten sich bis dahin am schwierigen Übungsleiter ab. Das ging nun nicht mehr – und sie Kicker rückten in den Mittelpunkt der Verschuldensfamilie.

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Dem Abgang folgt ein Abgang 
Friedrich Santner ging mit der Personalentscheidung Hyballa nicht konform. Auch der verließ den Verein – allerdings aus freien Stücken. “Ich hatte den Eindruck, dass ich nicht wesentlich beitragen konnte. Die geplante Langfristigkeit, um auf wirtschaftlich guten Füßen zu stehen, wurde ja durch die vielen Personalwechsel konterkariert”, gab Santner gegenüber Sturm12.at zu Protokoll und sprach damit die Fortzahlung einiger Verträge an. Hyballa war in der jüngsten Vergangenheit nicht der einzige Angestellte, der ausbezahlt werden musste – auch der Geschäftsführer Sport, Ayhan Tumani musste vorzeitig den Grazer Traditionsklub verlassen.

Als generellen Grund für seinen Abgang nannte Santner die unterschiedlichen Auffassungen und Visionen. “Ich bin bei fast allen Entscheidungen einer Mehrheit gegenübergestanden, die anderer Meinung war.” Ob er also gegen die Entlassung stimmte, wollte Santner so direkt nicht beantworten. “Mein Stil ist es, Probleme zu beseitigen, wenn sie auftreten. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig diese Leute zu kündigen. Das kostet ja auch Geld.” 

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Interimslösung Schopp
Damit war Sturm nicht nur den Chefcoach der Kampfmannschaft los, sondern auch den Aufsichtsratsvorsitzenden. Auf der Position des Trainers wurde augenblicklich nachjustiert. Markus Schopp stieg von den Amateuren auf und wurde just am nächsten Tag präsentiert. Dort diskutierte Goldbrich den Abgang von Hyballa und versuchte die Entscheidung zu erklären, verwies abermals auf den wachsenden Druck. Schopp versprach den Sturmgeist zu beschwören, den er als langjähriger Spieler nach wie vor intus habe. Hat so allerdings nicht funktioniert.

Schopps Trainerdebüt in der Bundesliga ging gründlich daneben, der WAC gewann vor eigenem Publikum mit 3:0. Dabei wurde augenscheinlich, dass die Spieler (zumindest die Elf am Platz) nicht gegen ihren Ex-Trainer spielten, sondern einfach nicht anders konnten. Teilweise bemüht, aber erschreckend fehleranfällig und verunsichert. Nach dieser Anfangspleite musste Schopp noch zumindest fünf weitere Partien in der Coachingzone verbringen. Es sollten keine leichten Spiele für den Ex-Blacky werden, viele Punkte sollte Sturm auch nicht mehr holen. But the show must go on…

Was sonst noch geschah
Sturm bestritt vier Pflichtspiele im April. Schon im Ersten stellte die Mannschaft einen neuen Negativrekord auf und brachte im Auswärtsspiel gegen Red Bull Salzburg keinen einzigen Torschuss zustande. Dem folgte ein Punkt zu Hause gegen den späteren Meister Austria Wien, ehe die Mannschaft Remis gegen Mattersburg spielte und in Wolfsberg als Verlierer vom Platz ging.

In besagtem Duell in Salzburg verletzte sich Leonhard Kaufmann schwer. Kreuzbandriss sowie Meniskus- und Seitenbandeinriss im rechten Knie lautete die Diagnose, zwei geplante Operationen standen an. Aktuell arbeitet er am Comeback, voraussichtlich wird er mit Beginn der Frühjahrsvorbereitung ins Training einsteigen.

Öffentlich wurde eine zeitlich bereits früher beschlossen Kapitänsrochade. Jürgen Säumel ersetzte Manuel Weber und feierte damit sein Comeback als Mannschaftskapitän. Grund war ein Interview, in welchem Weber (Noch-) Trainer Hyballa stark kritisierte.

Die Sturm Graz Amateure setzten ihren fulminanten Frühjahrsstart im April fort – zumindest solange Markus Schopp deren Trainer war. Die erste Partie unter Neo-Coach Stojadin Rajkovic ging verloren und markierte die erste Niederlage 2013.

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Rückendeckung und Rausschmiss http://www.sturm12.at/2013/12/25/ruckendeckung-und-rausschmiss/ http://www.sturm12.at/2013/12/25/ruckendeckung-und-rausschmiss/#comments Wed, 25 Dec 2013 08:17:06 +0000 http://www.sturm12.at/?p=115911

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“Wir haben die Schnauze voll”, skandiert die Nordkurve und verabschiedet die Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine. Sturm hat soeben in Liebenau 2:1 gegen den Tabellenletzten aus der Südstadt verloren. Eine miserable Leistung “krönt” den misslungenen Frühjahrsauftakt und lässt die Stimmung im Verein endgültig kippen. Das Duo Peter Hyballa-Ayhan Tumani steht massiv unter Druck, sowohl der Trainer als auch der Geschäftsführer Sport ist schwer angezählt. In den lokalen Printmedien stehen beide schon länger in der Kritik, doch nun richtet sich auch ein Großteil der Fans gegen die sportliche Führung.  Es fehle an Führungsqualitäten, so der Tenor.

Tumani muss gehen

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In den kommenden Tagen trifft das Präsidium zum Krisengespräch zusammen und entscheidet, Peter Hyballa mit einer kryptischen Presseaussendung in seinem Amt zu bestätigen. Auf die Zukunft Ayhan Tumanis, der sich seit mehreren Tagen im Krankenstand befindet, wird im Pressetext nicht näher eingegangen.Zwei Wochen später ist klar, warum. In der Länderspielpause wird der Geschäftsführer Sport seines Amtes entlassen. Unterschiedliche sportliche Auffasungen seien der Grund für die Vertragsuaflösung gewesen, kommuniziert der Verein nach außen. Ein Kuriosum, da, so hoben es General Manager Gerhard Goldbrich und Präsident Christian Jauk bei Tumanis Antrittspressekonferenz mehrfach hervor, dieser gerade wegen seiner modernen, nachwuchsfördernden Ansichten als, damals Co-Trainer, geholt wurde. Nach nur drei Monaten als Geschäftsführer und ebenso vielen als Co-Trainer im Amt ist die “Ära” Tumani also  Geschichte. Seine Nachfolge bleibt offen, es wird sogar über eine Mehrfachlösung spekuliert. Sein Posten wird jedoch gar nicht neu besetzt werden, sondern Gerhard Goldbrich seine Agenden übernehmen, wie sich später herausstellt.

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Sportlich geht es nach dem Tiefpunkt im März wieder bergauf. Der herben Niederlage gegen die Admira folgt ein 2:1-Sieg in Ried – bitterer Beigeschmack sind die rassistischen Beschimpfungen der Rieder Fans an Richard Sukuta-Pasu, nachdem dieser zum Sieg trifft. In der Runde darauf gewinnen die Schwarz-Weißen in Liebenau gegen Innsbruck mit 3:2. Kapitän Jürgen Säumel trifft zum ersten Mal seit 2008 für den SK Sturm und avanciert mit seinen zwei Toren zum Matchwinner. Der Aufwärtstrend währt jedoch nur kurz. Nach der Länderspielpause setzt es eine 0:1-Niederlage gegen Wiener Neustadt – ein gewisser Daniel Offenbacher sorgt mit einem herrlichen Freistoßtreffer für das Goldtor der Neustädter. Ein Monat, symptomatisch für die Ära Hyballa. Einem herben Tiefschlag folgen zwei ansehnliche Leistungen, die wiederum mit einer inakzeptablen Niederlage zu Nichte gemacht werden. Ein Auf und Ab, das die Vereinsführung nicht mehr lange tolerieren wird.

Was sonst noch geschah
Der für die Länderspielpause geplante 12er-Stammtisch fällt aus. Vereinsangestellte würden für diese Art Veranstaltung von Sturm12.at nicht mehr zur Verfügung stehen, heißt es von Seiten des Vereins. Der Grund: Der Klub will in Zukunft eigene Stammtische organisieren, die für “Sturm-Wirte” exklusiv vorbehalten sind. Das eigene Format läuft jedoch nur wenig erfolgreich an. Und so rudert Sturm zurück. Im Mai findet wieder ein 12er-Stammtisch statt – mit Daniela Tscherk als Gast.

Durch die lokalen Medien geistert ein ganz spezielles Wechselgerücht. Der Schweizer Ex-Teamspieler Johan Vonlanthen würde mit Sturm verhandeln und eventuell vor einem Transfer zu den Grazern stehen, berichtet die Kleine Zeitung. Gegenüber Sturm12.at entkräftigt Gerhard Golbdrich jegliche Spekulationen. Angedacht sei lediglich ein Porbetraining gewesen, zu dem Vonlanthen jedoch ohne Erläuterung der Gründe nicht auftauchte.

Gerüchte rund um Imre Szabics erhitzen die Gemüter der Fans. Der Ungar wird ins Nationalteam einberufen, obwohl er in den Bundesligarunden zuvor verletzt ausfiel. Er würde seine Schambeinentzündung nur vortäuschen, weil er für Sturm Graz nicht spielen wolle, lauten die harten Vorwürfe an ihn. Auf Nachfrage von Sturm12.at vermeldet Szabics allerdings, er sei bereits wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

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Eisige Stimmung http://www.sturm12.at/2013/12/24/eisige-stimmung-zum-fruhjahresauftakt/ http://www.sturm12.at/2013/12/24/eisige-stimmung-zum-fruhjahresauftakt/#comments Tue, 24 Dec 2013 08:43:21 +0000 http://www.sturm12.at/?p=115814

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Nach der Frühjahrsvorbereitung im türkischen Belek und der ruhig verlaufenden Transferzeit im Winter, startete der SK Sturm am 16. Februar in die zweite Saisonhälfte. Im ersten Spiel der Frühjahrssaison gastierten die Blackies beim SV Mattersburg im Burgenland. Trainer Peter Hyballa hatte sich vor Wieder-Ankick im Interview mit Sturm12.at ein “schnelles Sturm und geiles Graz” gewünscht.

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Daraus wurde im ersten Spiel aber bei Weitem nichts. Vor allem in der ersten Halbzeit schien die Mannschaft noch im Winterschlaf zu stecken und spielte ohne Einsatz und Ideen. Erst nach der Pause und der Einwechslung von Jürgen Säumel kam etwas Schwung in das Spiel der Grazer. Am Spielstand änderte das jedoch nichts. Hyballa musste sich mit einem 0:0 begnügen.

Nach der schwachen Vorstellung in Mattersburg war die Stimmung im Team am Boden. Trainer Hyballa, Fans und Medien forderten eine deutliche Leistungssteigerung im ersten Heimspiel des Jahres 2013 gegen den WAC. Was man zu sehen bekam, war aber beinahe eine Kopie des Spiels gegen die Burgenländer. Das wirkte sich auch auf das Ergebnis aus, und so mussten die Blackies eine bittere 1:3 Niederlage gegen den Aufsteiger aus Kärnten hinnehmen.

Die seelische Hornhaut

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Nach dem verpatzten Frühjahrsstart wurde nun mehr und mehr offene Kritik an Trainer Peter Hyballa laut. Zeitungen sprachen vor dem Spiel gegen den SK Rapid von der “Woche der Wahrheit” für den Deutschen. Dieser ließ sich davon aber nicht beeindrucken:„Ich habe eine seelische Hornhaut und darum bin ich auch Profitrainer geworden. Über mich kann man alles schreiben, ich hab’ damit kein Problem.“ Generalmanager Gerhard Golbrich und Präsident Christian Jauk wollten jedenfalls gegen Rapid eine deutliche Steigerung sehen und dann gemeinsam mit Hyballa und Sportchef Ayhan Tumani die Partien “genau analysieren”.

Was folgte ist ein 1:1 bei den Hütteldorfern, das Hyballa ein wenig aufatmen ließ. Dass der Sturm-Trainer vielleicht doch keine so dicke “seelische Hornhaut” hat, zeigt das Sky-Interview nach dem Spiel in Wien. In diesem gab sich Peter Hyballa bissig und sarkastisch und sprach von “einer Hetzkampagne der Journalisten” gegen ihn. Nach Ende der Partie erregte der Trainer mit einer Geste in die Fernsehkameras großes Aufsehen: Mit dem Finger vor den Lippen deutete er den Journalisten mit medialer Kritik an ihm zu sparen und leise zu sein.

Was sonst noch geschah
Der SK Sturm einigte sich auf eine Vertragsverlängerung um drei Jahre mit dem Hauptsponsor Puntigamer. Erstmals soll der Jahresbetrag siebenstellig sein. Außerdem mit im Paket dabei: Ein Logo ohne Sponsorenschriftzug. Fanvertreter sprechen von einer akzeptablen Lösung, wollen aber weiterhin auch den Sponsor aus dem Vereinsnamen draußen haben.

Die Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union, Europol, gab am 5. Februar bekannt, den größten Fußballwettskandal der Geschichte aufgedeckt zu haben. Involviert sollten insgesamt 400 Spieler, Trainer und Schiedsrichter sein, die über 380 Partien in 15 Ländern manipuliert haben sollen.

Der SK Sturm entwickelte eine steirische Fußballakademie gemeinsam mit dem steirischen Fußballverband (StFV) und dem BG/BRG HIB Liebenau als Partner sowie dem Land Steiermark als Sponsor. Christian Jauk sprach anlässlich der Präsentation vom Willen die beste Akademie des Landes zu werden.

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